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Oh du gefährliche Weihnachtszeit

Weihnachtsschmuck Foto: Alexas_Fotos / CC0 1.0 CC0 1.0 Universell

Von Ann-Kari Sieme, Weihnachten 2015. Ein geschmückter Baum, stimmungsvolle Dekoration, Kerzen und Naschereien gehören auch für die meisten Tierbesitzer zum Fest dazu. Unsere weihnachtlichen Wohnungen können jedoch für Haustiere gefährlich werden.

So enthalten beispielsweise Tannennadeln ätherische Öle, die Leber und Nieren unserer Haustiere schädigen können, wenn diese daran herumknabbern. Und der äußerst beliebte Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist daher für Tiere hochgiftig. Zur Weihnachtszeit verleiten mit Leckereien wie Schokolade, Plätzchen, Nüssen und Mandarinen gefüllte Teller und Schalen nicht nur uns Menschen zum Naschen. Alles, was Zucker enthält, sollte jedoch für Hund, Katze & Co. tabu sein. Schokolade beispielsweise enthält neben dem schädlichen Zucker Theobromin, worauf die meisten Haustiere mit starkem Erbrechen, Krämpfen und Durchfall reagieren. Besonders Kuvertüre, Kakaopulver und dunkle Schokolade stellen daher eine echte Gefahr und keine vorweihnachtliche Freude für Tiere dar. Das gilt übrigens auch für diverse natürliche Lebensmittel. So sollen Rosinen und Weintrauben in entsprechend hoher Dosierung akutes Nierenversagen auslösen. Auch das zu Weihnachten beliebte Gewürz Zimt ist in Spuren zwar unbedenklich, größere Mengen führen jedoch schlimmstenfalls zu Vergiftungen und Reizungen der Schleimhäute.

Grundsätzlich kann alles Zernag- und Fressbare für Tiere tödliche Folgen haben

Durch im Ganzen geschluckte Kleinteile wie Teelichter, Dekoartikel oder Geschenkbänder kann es zu Magen- oder Darmverschlüssen, einer Blockade der Atemwege oder einem perforierten Darm kommen. Aber auch Gegenstände, die zum Herunterschlucken zu groß, zum Beknabbern aber hervorragend geeignet sind, sollten sich außerhalb der Reichweite unserer Haustiere befinden. Vor allem Weihnachtsdekoration aus Plastik oder Metall wie etwa Lametta enthält für Tiere giftige Substanzen.

Vögel sollte man auf keinen Fall in der Nähe des Weihnachtsbaumes frei fliegen lassen. Sie können sich das Gefieder mit dem Harz des Baumes verkleben. In Girlanden und Lametta können sich Vögel verfangen oder sich Gliedmaßen abschnüren, und das Anknabbern von Glitzerkugeln kann zu tödlichen Vergiftungen führen. Brennende Kerzen sind besonders gefährlich, da das Gefieder bei Berührung schnell Feuer fängt. Und selbst Lichterketten können zu einem Stromschlag führen, wenn die Kabel von den neugierigen Vögeln angenagt werden.

Am besten schmücken Haustierbesitzer zu Weihnachten nur einen ausgewählten Raum, anstatt überall in der Wohnung Dekoration, Kerzen, Gestecke und Teller mit Naschwerk zu verteilen. Dieses Weihnachtszimmer ist dann entweder für Tiere tabu oder darf nur unter Aufsicht betreten werden. So kann man sicher sein, Weihnachten gemütlich zu Hause und nicht in der Notaufnahme der Tierklinik zu verbringen.