Oft ein Problem: Unüberlegt angeschafft und dann ausgesetzt
Spontan gekaufte exotische Wildtiere werden ihren Haltern schnell lästig, wenn sie etwa zu groß oder zu teuer werden. Häufig werden diese Tiere einfach durch Aussetzen „entsorgt“. Zoos und Botanische Gärten sind beliebte Orte, um ungeliebte Tiere los zu werden. Geeignete Auffangstationen und Tierheime sind selten und aufgrund der großen Anzahl der „Fundtiere“ heillos überfüllt. Werden nicht mehr gewollte Exoten gar in der freien Natur ausgesetzte, haben viele keine Überlebenschancen, da sie das hiesige Klima nicht vertragen und keine passende Nahrung finden. Nur sehr anpassungsfähige fremdländische Wildtiere wie Ochsenfrösche, Schmuckschildkröten und Streifenhörnchen können die deutschen Winter überstehen und sich mitunter sogar vermehren. Das gefährdet unser ökologisches Gleichgewicht und kann zur Verdrängung heimischer Tierarten führen. Die Ausbreitung dieser tierischen Neubürger (Neozoen) gilt mittlerweile nach der Zerstörung von Lebensräumen als zweitwichtigste Ursache des weltweiten Artensterbens. In Deutschland sind bislang 163 Vogel- und 22 Säugetier- Neozoenarten bekannt. Aus Sicht des Tier- und Artenschutzes gibt es nur eine Lösung für diese Probleme: die Haltung von exotischen Wildtieren in Privathand muss gesetzlich verboten werden! Dafür treten aktion tier e.V. und sein Kooperationspartner animal public e.V. ein.