Exotenauffangstation im Tierschutzzentrum Meißen eröffnet

22_2653_m.leg2.jpgEin Gemeinschaftsprojekt von aktion tier und Tierheim Meißen-Winkwitz

Am vergangenen Freitag wurde die Exotenstation im Tierheim Meißen-Winkwitz eröffnet. Medien, lokale Politiker und viele Tierfreunde kamen, um sich die moderne Auffangstation für exotische Wildtiere anzusehen. „Wir nehmen hier Tiere aus illegalen oder nicht artgerechten Haltungen auf, die von den zuständigen Behörden beschlagnahmt wurden“, erklärt Mario Assmann vom Tierheim Meißen-Winkwitz.

22_2657_nilwaran.jpg„Viele Menschen schaffen sich unüberlegt Riesenschlangen, Papageien, Leguane oder Schildkröten an“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Wird das Tier dann zu groß oder die Haltung zu teuer, will man den Hausgenossen schnell wieder loswerden. Fast täglich werden ausgesetzte Tiere gefunden. Auch die Exotenstation in Meißen war bereits zur Eröffnung zu 1/3 belegt. Neben mehreren ausgesetzten Schildkröten sowie Papageien und Leguanen aus nicht artgerechter Haltung hat auch der Nilwaran „Schnappi“ aus Erfurt, der seinen Besitzer in die Unterlippe biss, hier ein großes Gehege bezogen. Eine 1,70 m lange Erdnatter lebt bereits seit Anfang März in der Exotenstation. „Die Schlange war mitsamt ihrem Terrarium auf einem Müllplatz im Jägerpark in Dresden „entsorgt“ worden“, erzählt Mario Assmann vom Tierheim Meissen- Winkwitz.

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Die neue Exotenstation in Meissen ist neben den Wildtierstationen in Rastede (http://www.wildtierstation-rastede.de) und in Sachsenhagen (http://www.wildtierstation.de) das dritte von aktion tier maßgeblich geförderte Auffangprojekt in Deutschland.

22_2658_bartagame.jpgDie Lösung des Problems sieht aktion tier jedoch nicht in der Schaffung möglichst vieler Auffangstationen. „Wir wollen die Menschen durch unsere Aufklärungsarbeit dazu bringen, sich exotischen Wildtiere erst gar nicht anzuschaffen“, betont Diplom-Biologin Ursula Bauer von aktion tier Berlin.

Die aktuelle aktion tier-Kampagne „Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer – artgerecht ist nur die Freiheit“ liefert umfangreiche Informationen zu Thema. Nebenstehend können Interessierte das Kampagnenvideo einsehen sowie den Kampagnenflyer und eine Unterschriftenliste gegen Exotenbörsen herunterladen. Im Rahmen eines Votings kann außerdem jeder seine Stimme abgeben, ob er dafür oder dagegen ist, dass die Wildtierhaltung in Privathand in Zukunft gesetzlich verboten sein soll.




 
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