Logo Aktion-Tier

Projekttage Tierschutz: Schüler der Triebischtalschule zu Besuch

Tierpflegerin Myriam Laser führt die Kinder durchs Tierheim. Foto: © aktion tier e.V.
Ralf Wally von aktion tier bespricht mit den Kindern die Aufgaben. Foto: © aktion tier e.V.
Tierpflegerin Julia Dittmer zeigt den Kindern, wie man richtig mit Hunden umgeht. Foto: © aktion tier
Die Kinder fühlen sich wohl in unserem Tierheim in Zossen. Foto: © aktion tier e.V.
Schüler säubern das Meerschweinchenhaus.
Großputz im Meerschweinchenhaus des Tierheims aktion tier Zossen. Foto: © aktion tier e.V.
Wer ist jetzt hinter Gitter - die Hunde oder die Menschen? Foto: © aktion tier e.V.
Die Tierheimhunde freuen sich über die zusätzlichen Streicheleinheiten. Foto: © aktion tier e.V.
Wie laut Katzen schnurren können, wenn man sie streichelt... Foto: © aktion tier e.V.
Das wird ein Nistkasten für Meisen. Foto: © aktion tier e.V.
Den Kaninchen schmeckt das von den Schülern zubereitete Futter. Foto: © aktion tier e.V.
Vorstandsmitglied Claudia Böhme fragt ab, was die Kinder im Tierheim gelernt haben. Foto: © aktion tier e.V.
Ein Vortrag über Straßenkatzen von Ursula Bauer rundet das Programm im Tierheim ab. Foto: © aktion tier e.V.
 
 

Tag 1: Ein Tag im Tierheim aktion tier Zossen

Von Ursula Bauer, 09. März 2015. Seit November 2013 besitzt die Triebischtalschule in Meissen ein aktion tier-Tierschutzzimmer. Jetzt stand eine Klassenfahrt an, die auch ganz viel mit Tieren und Tierschutz zu tun haben sollte. So luden wir 41 Schüler zwischen 11 und 13 Jahren samt Lehrer und Betreuer ein, den ersten Tag im Tierheim aktion tier Zossen zu verbringen. Bei herrlichem Frühlingswetter standen unsere Besucher heute Morgen erwartungsvoll vor dem Tierheim.

Wir hatten ein strammes Programm geplant: Zuerst gab es eine Führung, dann wurden Gruppen gebildet. Während einige Kinder eifrig die Hundeausläufe und das Kleintierhaus sauber machten, lauschten andere einem Vortrag über Straßenkatzen. Dann mussten auch noch Steckbriefe mit Informationen über Hunde, Katzen und Kaninchen erarbeitet werden. Handwerkliches Geschick war gefragt beim Bau von Igelhäusern und Nistkästen für Vögel. Kuscheln mit den Tierheiminsassen kam auch nicht zu kurz und so waren alle am späten Nachmittag müde und glücklich.

Tag 2: Ein etwas anderer Besuch im Berliner Zoologischen Garten

Ein Teil der Schüler an einer Gorilla-Statue im Zoo. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die Kinder sollten das Leben der Tiere in Freiheit mit der Haltung im Zoo vergleichen. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Das Gehege der Königspinguine fanden die Kinder künstlich und nicht artgerecht. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die Kinder fanden, dass die Menschenaffen im Zoo gelangweilt aussehen. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die meisten Kinder empfanden das Elefantengehege als zu klein. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Elefanten wollen frei sein, sagte eine Schülerin. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
 
 

Von Ursula Bauer, 10. März 2015. Heute waren wir mit unseren jungen Besuchern aus Meissen im Zoologischen Garten von Berlin. Die Kinder der Triebischtalschule sollten jedoch nicht einfach nur Tiere als Freizeitspaß konsumieren, sondern sich aktiv mit dem Thema Zoo auseinandersetzen. Anhand von Aufgabenbögen mussten sie verschiedene Tiere finden und ihre Haltung mit dem Leben in freier Wildbahn vergleichen.

Asiatische Elefanten beispielsweise legen auf der Suche nach Nahrung weite Strecken zurück. Können sie das auch im Zoo? Oder die Schimpansen, die natürlicherweise in Gruppen im mittleren Afrika leben, wo sie den ganzen Tag über in Bäumen herumklettern und Fressen suchen. Für die Nacht bauen sie sich in den Wipfeln ein Nest aus Blättern. Können die Schimpansen all diese natürlichen Verhaltensweisen auch im Zoo ausleben?

Diese und weitere Fragen sollten die Schüler zum Nachdenken bringen. Durch unseren etwas anderen Zoobesuch konnten sie sich ihre eigene Meinung bilden und so kamen viele Kinder zu dem Schluss, dass die Ersatzlebensräume im Zoo unnatürlich seien und den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht werden. Viele Gehege empfanden sie als zu klein, häufig würden ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten fehlen, so dass die Tiere gelangweilt wirkten.

Unsere jungen Besucher waren am Ende des Tages recht nachdenklich. Müssen die Tiere im Zoo leiden, damit wir Menschen unseren Spaß haben? Ist es nicht ungerecht, dass so viele Tiere eingesperrt werden, damit wir sie im Vorbeigehen anschauen können?

Unser Tag im Zoo war ein kleiner Anstoß und wir hoffen, dass die Schüler der Triebischtalschule so in Zukunft die Welt noch etwas mehr mit den Augen eines Tierschützers sehen.