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Langfristige Hilfe für Straßenkatzen aktion tier Projekt Kitty

Sandy Mölling in der aktion tier Katzenbabystation
Die Straßenkatzen-Babystation in Glindow ist Bestandteil des Projektes Kitty. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Mitarbeiterin an einer Kitty-Futterstelle
Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin füttert Straßenkatzen an einer Futterstelle. Foto: © aktion tier e.V.
Katzen mit Freigang müssen kastriert sein!
Dank des Projekts Kitty ist in vielen deutschen Städten und Gemeinden die Kastration von Katzen mit Freigang Pflicht (Paderborner Modell). Foto: © Ursula Bauer
Straßenkatzen-Fangaktion
aktion tier e.V. fängt Straßenkatzen ein, kastriert diese und lässt gesunde Tiere wieder frei. Foto: © Ursula Bauer
Eingefangene Straßenkatze
Eingefangene Straßenkatze Foto: © aktion tier e.V.
Im Rahmen des aktion tier Projektes Kitty werden Straßenkatzen medizinisch betreut.
Straßenkatze beim Tierarzt Foto: © aktion tier e.V.
Straßenkatzen auf Futtersuche.
Hunger ist bei vielen Straßenkatzen ein ständiger Begleiter. Foto: © aktion tier e.V.
Das Leben von Straßenkatzen ist ein hartes - besonders im Winter.
Das Leben von Straßenkatzen ist ein hartes - besonders im Winter. Foto: © aktion tier e.V.
Kanke Straßenketze
Viele Straßenkatzen haben auf Grund ihrer harten Lebensumstände gesundheitliche Probleme. Foto: © aktion tier e.V.
Kranke Straßenkatze
Straßenkatze zur Behandlung in einem Kitty Forum. Foto: © Katzenhilfe Westerwald e.V.
 
 

Das im Jahr 2002 von aktion tier e.V. ins Leben gerufene „Projekt Kitty“ ist das erfolgreichste Straßen-Katzenhilfsprojekt in Deutschland. Als Straßenkatzen werden ehemalige Hauskatzen und ihre Nachkommen bezeichnet, die herrenlos und auf sich allein gestellt beispielweise in Hinterhöfen, an Krankenhäusern, auf Industriegeländen oder an landwirtschaftlichen Betrieben leben. Im Rahmen des „Projekts Kitty“ versucht aktion tier e.V. dem Leid der Straßenkatzen durch Kastration, tiermedizinische Versorgung und kontrollierte Fütterung entgegen zu wirken und zu lindern. Die nachhaltig gewährleistete Finanzierung durch aktion tier sowie die professionelle Organisation und Umsetzung durch Projektpartner und freiwillige Helfern verhalfen dem Projekt Kitty zu einem bundesweiten Erfolg.

Schwerpunkt des Projektes Kitty ist die Kastration, medizinische Betreuung und kontrollierte Fütterung von Straßenkatzen. Innerhalb unserer Wirkräume werden an zahlreichen, dauerhaft angelegten Kitty- Futterstellen mit selbstgebauten Schlafhäuschen Tausende Straßenkatzen von ehrenamtlichen Mitarbeitern gefüttert und überwacht. So erhalten kranke Tiere schnelle Hilfe, unkastrierte Katzen können durch unsere Kitty- Tierärzte kastriert und Streunerbabys zur Vermittlung eingefangen werden. Das Projekt Kitty nimmt sich darüber hinaus auch neu gemeldeten Straßenkatzen- Beständen an und unterstützt die Betreuer vor Ort mit Futterspenden. Durch intensive Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit schafft das Projekt Kitty Verständnis für die Straßenkatzen und fördert die Bereitschaft in der Bevölkerung, diesen Tieren zu helfen oder neue, bislang unkastrierte Katzenpopulationen zu melden.

Kitty Foren

Kitty-Foren sind Stützpunkte, von denen aus die Hilfe für die Straßenkatzen in Deutschland organisiert wird. Geführt werden diese Foren durch lokale aktion tier-Projektpartner vor Ort oder durch aktion tier e.V. in Eigenregie. Die Foren betreuen in einem Aktionsradius von 50 km die örtlichen Straßenkatzenbestände und organisieren in diesem Rahmen Hilfsmaßnahmen wie Futterspenden, Kastrationen oder tiermedizinische Behandlungen. Da bei der in Deutschland flächendeckend herrschenden Straßenkatzen-Problematik jedoch nur selten Hilfestellung durch Behörden, Tierheime oder andere Tierschutzorganisationen geleistet wird, sind weitere Kitty-Foren von aktion tier in Planung. Sollten Sie in Ihrer Region Straßenkatzen beobachten oder Katzen in Not sehen, wenden Sie sich gerne an das entsprechende Forum in Ihrer Nähe. Eine Übersicht aller Kitty Foren mit Adressen und Ansprechpartnern finden Sie hier.

Kitty Babystation

Auf dem Vereinsgelände unseres Projektpartners, dem Berliner Katzenschutz e.V., wurde durch aktion tier eine Auffangstation speziell für auf der Straße geborenen Katzenbabys errichtet: eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung. In dieser KITTY-Babystation betreuen die Mitarbeiter des Berliner Katzenschutz vorrangig in Berlins Straßen eingefangene, verwaiste Katzenbabys oder auch ganze Würfe mitsamt der Straßenkatzen-Mutter. Trotz der schlechten Lebensbedingungen kann jede unkastrierte Streunerkatze zwei- bis dreimal im Jahr jeweils bis zu sieben Junge werfen. In der KITTY-Babystation können nun bis zu 15 Straßenkatzen mit ihren Jungen aufgenommen werden. Mit etwa zehn Wochen werden die Kleinen vermittelt und die nach der Stillzeit kastrierten Katzenmütter wieder an ihrer alten Futterstelle freigelassen.

Mehr zur Katzenbabystation des Projekts Kitty lesen Sie hier.

Behördliche Kastrationspflicht für Privatkatzen mit Freigang

Eine der Ursachen für die Vermehrung der Straßenkatzen sind unkastrierte Hauskatzen mit Freigang, da diese sich mit den wildlebenden Katzen verpaaren. Eine aus unserer Sicht sehr sinnvolle Gegenmaßnahme ist hier die behördlich verordnete Kastrationspflicht. Als erste deutsche Stadt erließ Paderborn (Nordrhein-Westfalen) in enger Zusammenarbeit mit aktion tier e.V. am 22. September 2008 eine gesetzliche Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für privat gehaltene Katzen, die älter als 5 Monate sind und Zugangs in Freie habe.

Diese als "Paderborner Modell" bekanntgewordene Verordnung erwies sich ans wegweisend: Bis Juli 2014 folgten bereits 250 Städte und Gemeinden dem Paderborner Modell. Ausschlaggebend für den Erlass dieser Verordnung im Kreis Paderborn war die Tatsache, dass trotz erheblicher Kastrations- und Versorgungsbemühungen der Tierschutzvereine die Zahl der im Stadtgebiet Paderborn ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme in sehr starkem Maße zugenommen hatten. Die betroffenen Tiere pflanzten sich unkontrolliert fort und mussten teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen.

Mehr zum Paderborner Modell lesen Sie hier.

Mehr vom Projekt Kitty

Susan Smith
Foto: © aktion tier e.V.

Projekt Kitty und das Paderborner Modell

Juni 2016: Über das Projekt Kitty und den Fall Neuss


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Handaufzucht von Katzen

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Foto: © aktion tier e.V.

Die Kommune und der Katzenschutz

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Foto: © aktion tier e.V.

Katzen hinter Gittern

Das Projekt Kitty in der JVA


Foto: © Ursula Bauer

Zum Schutz von Straßenkatzen

Hintergründe zur Straßenkatzenproblematik


Mitarbeiter des aktion tier Aufklärungsteam helfen auf der Kitty-Katzenbabystation.
Foto: © aktion tier e.V.

Aufklärung gehört dazu!

Ohne Prävention kein Katzenschutz!


Foto: Bildschirmfoto VOX

TV-Miniserie

[externer Link] Die VOX-Miniserie "Sofa statt Straße" begleitetet das Projekt Kitty in mehreren Episoden.