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Panda-Sex dank Corona

Gute Nachrichten in Zeiten der Krise. Denn alles im Leben hat zwei Seiten. So auch das gefürchtete Coronavirus. Den Pandas Ying Ying und Lee Lee in einem Zoo in der Nähe von Hongkong scheint es zumindest indirekt sehr gut zu tun. Dadurch, dass Zoobesucher das Gelände momentan nicht betreten dürfen, genießen sie eine Ruhe, die ihnen ansonsten nicht zuteilwird.

Seit 2007 leben sie dort zusammen und zeigen zum Leidwesen der dortigen Verantwortlichen so gut wie kein sexuelles Interesse aneinander. 2010 gab es einen Paarungsversuch, seither konnte keinerlei Aktivität die Fortpflanzung betreffend zwischen den Tieren verzeichnet werden.

„Das hat sich jetzt geändert“, freut sich Tierärztin Dr. Tina Hölscher, von aktion tier e.V.. Die Mitarbeiter des Ocean Park veröffentlichten eindeutige Bilder, die die beiden Pandabären in nicht ganz jungendfreien Positionen zeigten. Es besteht also berechtigte Hoffnung, dass Nachwuchs unterwegs sein könnte. „Dies ist besonders bei Pandas eine Sensation“, unterstreicht die Veterinärin die Wichtigkeit des Paarungsaktes. Pandas gehören zum den stark bedrohten Tierarten und ihre Nachzucht in Gefangenschaft hat Seltenheitswert. „Auch wenn wir Tierschützer grundsätzlich kein großer Freund der Zootierhaltung sind, für manche Tierarten ist es die einzige Chance zu überleben“, so Frau Dr. Hölscher.

Ob nun die Coronapandemie tatsächlich der Grund für die Frühlingsgefühle der Bären ist, kann nicht zweifelsfrei belegt werden. Doch die Vermutung liegt schon nahe, nach Jahren der sexuellen Flaute. So hat getreu nach dem Motto Yin und Yang alles Schlechte sein Gutes – sogar Corona.