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Medizinische Versorgung unserer Haustiere in Gefahr

von: Dr. med. vet. Tina Hölscher

Ab dem 28. Januar 2022 tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft. Sie regelt, welche Arzneimittel europaweit zugelassen sind. International anerkannte Wissenschaftler legten hierfür die Kriterien fest. Auch Antibiotika betreffend wurden Bestimmungen erarbeitet, wann und in welchem Rahmen diese bei Tieren eingesetzt werden dürfen. Doch einem grünen Abgeordneten gingen diese Beschlüsse nicht weit genug.

Er forderte, dass die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als am wichtigsten eingestuften Antibiotika nicht mehr bei Tieren eingesetzt werden dürfen. Wird seiner Forderung Folge geleistet, gilt dies nicht nur für die Massentierhaltung, sonder auch eine adäquate Behandlung von Heimtieren wäre dann nicht mehr möglich.

„Für unsere Haustiere ergeben sich dann katastrophale Folgen“, so Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. “Viele bakterielle Entzündungen sind dann nicht mehr beherrschbar“, beschreibt sie die möglichen Konsequenzen. Letzten Endes könnten diese dann auch wieder auf den Menschen übertragen werden. Ein Teufelskreis ist vorstellbar. Das EU-Parlament stimmt hierüber Mitte September ab.

Der Bundesverband der praktizierenden Tierärzte hat deshalb eine Petition ins Leben gerufen. Menschen, die die medizinische Versorgung ihrer Schützlinge auch weiterhin gesichert wissen wollen, können diesen Aufruf unterzeichnen.

„Wenn Antibiotika nur nach strenger Indikationsstellung in ausreichender Dosierung verabreicht werden und die Tierbesitzer sich auch daranhalten, wie lange sie das Medikament verabreichen sollen, entwickeln sich keine Resistenzen“, erklärt die Veterinärin die korrekte Vorgehensweise die Medikation betreffend. Verbote sind dann schlicht überflüssig und die Versorgung unserer Vierbeiner damit gesichert.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil:
+49 177 2451198
E-Mail:
tierarzt[at] remove-this.aktiontier.org