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Ein Brief an aktion tier e.V.Was wurde aus Cowu?

Der kleine Cowu kurz nach der Aufnahme im Tierschutzzentrum aktion tier Meissen.
Der kleine Cowu kurz nach der Aufnahme im Tierschutzzentrum aktion tier Meissen. Foto: aktion tier e.V.
Cowu ist ein prächtiger Bursche geworden.
Cowu ist ein prächtiger Bursche geworden. Foto: H. Rolle
owu ganz entspannt in seinem neuen Zuhause.
Cowu ganz entspannt in seinem neuen Zuhause bei Frau Rolle. Foto: H. Rolle
 
 

Liebe Tierschützer,

aus der Presse habe ich die Info, dass am 01.10.12 in Eisenach die Gerichtsverhandlung gegen die Frau P. (Hundehölle Vitzeroda) stattfindet. Mich berührt diese Geschichte ganz besonders, da ich einen der Hunde aus Vitzeroda aus dem Tierheim Meissen aufgenommen habe: Cowu. Er ist so ein liebes Tier, welches aber leider seine Kindheitshölle noch sehr, sehr tief in sich trägt. Wir werden noch alle Zeit brauchen, ihn zu einem selbstbewussten, angstfreien Hund zu erziehen.

Er ist jetzt ca. 14 Monate alt und holt seine verlorene Kindheit nach. Er wusste am Anfang nicht, was spielen mit dem Ball ist, rannte keinem Stöckchen nach, rumtollen mit meiner Familie – er kannte diese Sachen alle nicht. Sein Muskelaufbau war gleich null. Gassigehen war für ihn eine Strapaze. Er legte sich mitten auf dem Weg nieder, weil er einfach keine Kraft hatte. Und er war unheimlich ängstlich. Schon kleinste Küchengeräusche ließen ihn in Panik verfallen. Inzwischen ist es so: Er spielt und tobt durchs ganze Haus, Hof und Garten. Alles was an Geräuschen im Haus und Grundstück passiert, stört ihn nicht mehr. Er hat auch keine Angst bei Gewitter, nur Feuerwerk kann er nicht ab, da wird er extrem panisch, auch wenn es nur in der Ferne zu hören ist.

Seinen Futterneid hat er auch abgelegt. Er wartet geduldig, bis er seine Schüssel bekommt. Er duldet auch den kleinen Terriermix meiner Tochter in einem Raum beim Fressen. Allerdings hat Cowu durch die Fehlernährung in Vitzeroda einen Magen/Darmschaden wegbekommen. Wir müssen ihn mit Spezialfutter versorgen, aber das machen wir für ihn gern. Sein großes Problem ist der Umgang mit Menschen und der Umwelt außerhalb unseres Grundstückes. Er hat da noch vor allem Angst, ist schreckhaft und panisch. Das aus ihm rauszubringen wird noch dauern.

Ich wünsche mir, dass der Frau P. endlich das Handwerk gelegt wird, sie nie wieder Tiere halten darf und für ihr Verhalten bestraft wird. Eigentlich müsste sie für den Schaden, den sie angerichtet hat, regresspflichtig gemacht werden. Ich möchte Ihnen mit diesem Schreiben meinen Dank für Ihre Arbeit ausdrücken.

Mit freundlichen Grüßen

Frau Rolle