Projekt Kitty

Straßenkatze verheddert sich in Wurstpelle

Straßenkatzen haben es nicht leicht. Katze "Pelle" ist für uns wieder mal ein Beispiel für das harte Leben auf der Straße: Sie hatte sich mit einem Vorderbein in einer Wurstpelle verheddert.

Foto: © aktion tier e.V. / Smith

Die Katze auf dem Foto nennen wir "Pelle". Pelle ist ein ca 1 Jahr altes Katzenmädchen. Sie ist nicht interessiert am Kontakt zu Menschen und möchte selbstbestimmt leben. Sie tauchte in einem Gewerbegebiet im Kreis Paderborn auf. Dort leben viele verwilderte Hauskatzen, immer auf der Suche nach Futter und einem geschützten Schlafplatz. Einer Tierfreundin fiel auf, dass Pelle seltsam lief. Leider konnte man das nur von Weitem beobachten, weil sie keinen Menschen in ihrer Nähe haben wollte.

Nach einem Telefonat wurde Pelle auf einem Firmengrundstück in einer Falle angefüttert. Nach einigen Tagen war es so weit, die Falle scharf gestellt und die Kätzin gefangen. Beim Tierarzt stellte sich dann in Narkose das ganze Ausmaß ihres seltsamen Gangbildes heraus. Sie hatte sich mit einem Vorderbein in einer Wurstpelle verheddert. Das Ganze muss schon vor Wochen passiert sein, da sich die Wurstpelle mittlerweile tief in die Achselhöhle gefressen hatte. Es war eine große Verletzung entstanden und die Katze wäre diese Pelle ohne menschliche Hilfe niemals losgeworden. Wenn sie niemandem aufgefallen wäre, hätte sie ihr Vorderbein über kurz oder lang verloren oder Fliegen hätten sich im Sommer in diese Verletzung gesetzt.

Pelle ist für uns wieder mal ein Beispiel für das harte Leben auf der Straße. Für jede Hauskatze wäre so etwas eine lustige Begebenheit, die von ihrem Besitzer umgehend entfernt worden wäre, aber für Pelle, die Straßenkatze, war das eine Frage von Leben und Tod. Wir freuen uns sehr, dass wir Pelle helfen konnten. Sie ist mittlerweile gut erholt und (natürlich kastriert) zurück an ihrer Futterstelle.

Susan Smith

Projekt Kitty, Partnerbetreuung NW/RP/HE

Verwandte Nachrichten