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aktion tier - menschen für tiere e.V.

aktion tier entsetzt über das Urteil für den Katzenquäler

Berlin/München, 09.08.2011. Im heutigen Strafprozess kam es zu einer Verurteilung des Katzenquälers aus München/Moosach. Am Weihnachtsmorgen hatte der Rentner die Katze eines Nachbarn zu Tode gefoltert. Der Mann sperrte den Kater in eine Marderfalle. Die Falle mit dem Kater steckte er in eine mit Wasser gefüllte Abfalltonne. Da ein Stück der Falle aus der Tonne herausragte, versuchte Kater Rocco verzweifelt sich dort mit seinen Krallen festzuklammern. Doch der Rentner traktierte das Tier, welches markerschütternd kreischte, mit einem scharfen Wasserstrahl, bis es vor Erschöpfung ertrank.

Nachbarn, die die Schreie, der sich im Todeskampf befindlichen Katze hörten, riefen die Polizei. Der Tierquäler übergab den eintreffenden Polizisten das leblose Wesen in einem Müllsack. Die ebenfalls gerufene Tierärztin der aktion tier-tierrettung münchen konnte nur noch den Tod des Katers feststellen und dass sich der Kater in seinem Überlebenskampf seine Krallen ausgerissen hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Rentner auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz § 17 und Sachbeschädigung angeklagt. Der §17 TierSchG sieht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe für denjenigen vor, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

Der Tierquäler zeigte keinerlei Emotionen oder erkennbare Einsicht und rechtfertigte sein Tun mit dem Hinweis, dass die Katzen in seinem Garten drei Amseln gefressen hätten und er Vögel sehr gerne mag, während der dramatischen Schilderungen der Zeugen konnte der Rentner nur mühsam ein Grinsen verbergen.

Das Gericht hat den Rentner zu einer 10-monatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Bewährungszeitraum erstreckt sich über 3 Jahre. Zudem muss er an den Tierschutzverein München 1.500,00 € Geldstrafe zahlen.

Judith Brettmeister von aktion tier e.V. empfindet den heutigen Urteilsspruch geradezu als Hohn gegenüber unseren Mitgeschöpfen: „Das Urteil entsprach in keiner Weise dem was tatsächlich am Weihnachtstag des Jahres 2010 in dem Garten des Einfamilienhauses des Rentners geschehen ist. Dort wurde ein Tier eingesperrt und qualvoll zu Tode gequält – und dies über die entsetzliche lange Zeit von 15 Minuten. Was muss eigentlich noch an Qualen einem Tier, an erheblichen Schmerzen oder furchtbaren Leiden zugefügt werden, damit ein Gericht das im Tierschutzgesetz vorgesehene Strafmaß in Gänze ausschöpft. Der Rentner zeigte während der 2 Prozesstage weder Reue noch Einsicht obwohl seine Tat an Rohheit und Grausamkeit kaum zu überbieten war. Jetzt geht es für den Rentner nur noch darum, in den nächsten Jahren strafrechtlich nicht mehr aufzufallen. Er kann sich beruhigt in seinem Einfamilienhaus zurücklehnen und weiter seine Vögel beobachten“.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München,
Tel: 0157-74740316 (Judith.Brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org).

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