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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Gans Bio, oder gar nichtaktion tier e.V. klärt über Haltungsformen von Gänsen auf

Berlin/München, 10.11.2011. Mit dem Gedenktag des Heiligen Martin von Tours am 11. November beginnt traditionell die Zeit des Gänseessens. Für viele hunderttausend Gänse bedeutet diese Jahreszeit den Tod nach einem kurzen und qualvollen Leben. Wer nicht auf den Verzehr dieses Geflügelfleisches verzichten möchte, sollte beim Einkauf genau darauf achten, was in den Einkaufswagen gelegt wird. Der Verbraucher hat sich zu entscheiden, zwischen Stopf-, Mast-, Weide- und Biogans. Dabei spielt weniger der Geschmack ein Rolle, als vielmehr die Haltungsform.

Judith Brettmeister von der aktion tier-Geschäftsstelle München führt aus: „ Die übelste Haltungsform ist die Stopfgans, bei der eigentlich die Gewinnung von Gänsestopfleber im Vordergrund steht. Die Produktion von Gänsestopfleber ist zwar in Deutschland verboten, darf aber aus Ungarn, Bulgarien und Frankreich importiert werden“.

Für dieses „Gourmetprodukt“ wird den Gänsen alle drei bis vier Stunden ein langes Metallrohr in den Schnabel gerammt, welches bis zum Magen reicht. Durch das Rohr wird gesalzener Maisbrei gestopft. Häufig werden die Schnäbel verletzt, oder die Innereien des Tieres. Nicht viel besser ergeht es den Mastgänsen, diese werden zwar nicht mit Maisbrei gestopft, müssen aber innerhalb von 12 Wochen schlachtreiche erlangen. Um eine Gewichtszunahme in diesem Tempo zu gewährleisten, müssen die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und mit Mastfutter versorgt werden. In riesigen Hallen sind mehrere Hundert Gänse zusammengepfercht. Unter Dämmerlicht vegetieren sie vor sich hin. Krankheiten, wie Atemnot oder Gelenkprobleme sind Normalität.

Ein bisschen mehr Luxus können die Gänse aus Freilandhaltung, oder auch sog. Weidegänse genießen. Sie dürfen auf die grüne Wiese und werden erst nach vier Monaten geschlachtet. Das Fleisch ist qualitativ besser, was dementsprechend kostet.

Judith Brettmeister rät aber: „Wer unbedingt zu Martini oder in der Weihnachtszeit eine Gans essen möchte, sollte nur Geflügel in Bioqualität verspeisen. Biogänse haben viel Auslauf und können auch mal im Wasser schwimmen. Der höhere Preis ist nicht nur durch die gesündere Qualität und dem besseren Geschmack des Fleisches gerechtfertigt, sondern auch dem Tierschutz geschuldet“.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München, Tel: 089-326698-10 (Judith.Brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org).

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