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aktion tier - menschen für tiere e.V.

aktion tier begrüßt Entscheidung des Bundesrates –keine Wildtierhaltung mehr im Zirkus

Berlin/München, 25.11.2011. Noch ist der Jubel verhalten, denn bereits im Jahr 2003 hat der Bundesrat einen ähnlichen Beschluss gefasst und ein Haltungsverbot für Affen, Elefanten und Großbären ausgesprochen. Die Bundesregierung hat dieses vom Bundesrat gewollte Verbot aber wegen rechtlicher Bedenken nie umgesetzt. Auch dieses Mal hat die Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Aigner im Vorfeld schon wieder zu erkennen gegeben, dass sie rechtliche Bedenken hegt. Das Wiederholen dieser rechtlich nicht haltbaren „rechtlichen Bedenken“ der Bundeslandwirtschaftsministerin ist wohl eher dem Einfluss der starken Lobby der Zirkusunternehmer geschuldet, als tatsächlicher rechtlicher Prüfung.

Wer mit offenen Augen in den Zirkus geht, erkennt das Leid der gefangenen Wildtiere auf den ersten Blick. Da wirkt es wie Hohn, wenn ein Sprecher eines großen Zirkusunternehmens davon spricht, dass es sich bei den im Zirkus zum allgemeinen Spektakel eingesetzten Elefan-ten, Nashörnern, Löwen, Giraffen, Bären, Seelöwen etc. gar nicht mehr um Wildtiere handelt. Deshalb kann man wohl seiner kruden Vorstellung nach tonnenschwere Elefanten ruhig anketten, Affen ruhig in viel zu kleinen Käfigen halten, Nashörnern einen Raum, kleiner als Kinderzimmer vorhalten. Genau das ist das Problem, dass die Zirkusbetreiber ihre Wildtiere wie Wesen behandeln, bei denen alles, was ihre Natur ausmacht, gar nicht mehr vorhanden ist. Bei so wenig Wildtier ist ein Zirkusdompteur wohl froh, dass aus den Kehlen der Löwen noch ein Brüllen, und nicht ein Piepsen kommt.

Es ist katastrophal, wie diese Tiere in den Zirkussen gehalten werden und was mit ihnen dort alles angestellt wird. Das ständige Umherreisen verursacht bei diesen Wildtieren einen Stress, den niemand akzeptieren kann. Judith Brettmeister von aktion tier erläutert: „Auch die Zeiten der Dressur bieten keinen Ersatz für den natürlichen Bewegungsdrang der Wildtiere, da es hier allein darum geht, den Tieren oftmals mit mehr als fragwürdigen Methoden etwas beizubringen, was sie niemals freiwillig tun würden. Alles, was mit diesen Tieren im Zirkus geschieht, hat nichts mit einer artgerechten Haltung von Wildtieren zu tun, weshalb viele dieser Tiere oft verhaltensauffällig sind, schwerwiegend erkranken oder gar zu Tode kommen“.

Andere EU-Länder, sowie einige Überseestaaten haben bereits seit Jahren die Haltung von Wildtieren verboten und auch in Deutschland gibt es immer wieder Kommunen, die den Zir-kussen mit Wildtieren aus Tierschutzgründen keine Erlaubnis zum Auftritt in ihrer Gemeinde erteilen. Jetzt sollte endlich auch die Bundesregierung zu der Einsicht kommen, dass es mit dieser Tierquälerei in der Zirkusarena ein Ende haben muss.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Die Organisation hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei: Judith Brettmeister, aktion tier - Geschäftsstelle München, Tel: 089-32669810, Judith.Brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org
   
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