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Fliegende Eindringlingeaktion tier e.V.: Wissenswertes zum asiatischen Marienkäfer

Berlin/München, 21.10.2011. Neben dem einheimischen Glückskäfer macht sich der mittlerweile in Massen auftretende asiatische Marienkäfer breit. Das aus Zentral- und Ostasien stammende sechsbeinige Insekt wurde Ende der 90er Jahre zur biologischen Schädlingsbekämpfung in Treibhäusern eingesetzt. Die Farbe der Deckflügel kann von gelb bis rot variieren. Der gefräßige Käfer frisst im Unterschied zum heimischen Krabbler, die über fünffache Menge an Blattläusen. Während der hiesige Siebenpunkt-Käfer 50 Blattläuse pro Tag verspeist, wirkt der Importkäfer wie eine reine Fressmaschine mit 270 Pflanzensaugern am Tag. Leider verfügt er auch über kannibalische Züge, denn gehen die Blattläuse aus, lässt er sich auch Artgenossen und deren Larven wohl schmecken.

Die kühlen Nächte geben den Startschuss für die massenhafte Wanderschaft des asiatischen Insektes. Die fleißigen Blattlausvertilger suchen geschützte, frostfreie Orte für ein Winterquartier und bilden dabei große Schwärme mit vielen hundert Artgenossen.

Ganze Häuserwände scheinen wie von einem roten Teppich überzogen, da das Mauerwerk noch Wärme abstrahlt und die kleinen Tierchen sich gerne darauf niederlassen. Mieter und Hausbesitzer sind darüber wenig erfreut, obwohl wie

Judith Brettmeister von der aktion tier-Geschäftsstelle München feststellt: „Für die Gesundheit des Menschen besteht keinerlei Gefahr. Die Käfer vermehren und ernähren sich während des Winters nicht. Sie schädigen auch in keiner Weise das Mauerwerk. Es ist allenfalls das durch das massierte Auftreten dieser Tierchen ungewohnte Erscheinungsbild von Mengen an krabbelnden Käfer, welches gewöhnungsbedürftig ist“.

„Wenn man diese Marienkäfer nicht in der Wohnung haben will“, so Judith Brettmeister, dann muss darauf geachtet werden, dass die Fenster und sonstige Öffnungen an den von den Tieren heimgesuchten Häusern verschlossen bleiben. Ritzen oder sonstige Möglichkeiten zum Durchschlüpfen, wie schlecht sitzende Fensterrahmen müssen abgedichtet werden. An Versorgungsrohren sollten Insektennetze angebracht werden“.

Sollten sie doch in die Wohnung gelangt sein, ist es am besten, die Tiere mit Schaufel und Kehrbesen zu entfernen. Auf keinen Fall dürfen die Eindringlinge zerdrückt oder unter Stress gesetzt werden, da sie sonst einen Stoff absondern, der orangefarbene Flecken auf Möbeln und Polstern hinterlässt.

Da er fast keine Feinde hat, fürchten Experten nun, dass der Neuankömmlinge die europäischen Marienkäfer langfristige verdrängen wird.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und  Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:

Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München,
Tel: 08141-3152747 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org).

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