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aktion tier - menschen für tiere e.V.

KORREKTUR * KORREKTUR * KORREKTUR * KORREKTURaktion tier Mitarbeiter waren im Februar 2009 bei Herrn Adam, NICHT im Januar 2009.Macht der Spandauer Vogel- Mann weiter?aktion tier entdeckt erneut vier Wellensittiche in der Wohnung von Gerhard Adam

Berlin 19.02.2009. Vergangenen Dezember erregte die ungenehmigte Wellensittich-massenhaltung und -vermehrung von Herrn Adam großes Aufsehen. Die zuständigen Behörden hatten vor Weihnachten dann über 1.500 Sittiche aus dessen Wohnung geholt und, wie in mehreren Fernsehbeiträgen zu sehen war, ein mündliches Tierhaltungsverbot ausgesprochen.

aktion tier hat den Vogelmann am 6. Februar 2009 erneut besucht. „Herr Adam hatte sich die Vogelzimmer wieder zur eigenen Nutzung hergerichtet“, erzählt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. „Allerdings entdeckten wir auf der Gardinenstange im Wohnzimmer vier Wellensittiche“, so die Biologin weiter. Der Ingenieur behauptete, dass sich diese Vögel versteckt hätten und erst einige Tage nach der behördlichen Einfangaktion wieder hervorgekommen seien.

Auf das Tierhaltungsverbot angesprochen, betonte Herr Adam, dass er nichts Schriftliches vorliegen hätte und seiner Meinung nach somit kein Verbot bestünde. Er wollte die Vögel behalten, hatte auch noch alle alten Brutkästen da und schien nichts zu unternehmen, um eine Vermehrung der vier Wellensittiche zu verhindern.

„Wir möchten daran erinnern, dass Gerhard Adam seinen Riesenbestand an Wellensittichen innerhalb von nur drei Jahren aus einer Handvoll Vögel herangezüchtet hat“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Bei dem mündlich ausgesprochenen Tierhaltungsverbot handelt es sich anscheinend um eine behördliche Anordnung gemäß § 16a Ziffer 3 Tierschutzgesetz. Ein derartiger Verwaltungsakt muss nicht schriftlich ergehen. Das mündliche Verbot gilt also grundsätzlich, obwohl dies Herrn Adam nicht bewusst ist. Allerdings werden derartige Verbote üblicherweise schriftlich erteilt, da der genaue Inhalt eines mündlichen Tierhaltungsverbots unter anderem hinsichtlich der Tierart und Dauer nur schwer nachweisbar und demzufolge kontrollierbar ist.

Am 16. Februar 2009 klingelten wieder aktion tier- Mitarbeiter an Herrn Adams Wohnungstür. Es dauerte eine Weile, bis der erwerbslose Ingenieur öffnete. Im Wohnzimmer waren keine Wellensittiche zu sehen und Gerhard Adam behauptete, dass die vier Vögel abgeholt worden seien. Dann fiel der Blick der Tierschützer jedoch auf eine große Futterstelle am Boden mitten im Zimmer. Hier fanden sich Schalen mit frischem Wasser, mehrere Futternäpfe mit Körnern sowie Hirsekolben und frisch angeschnittene Äpfel. Herr Adam sagte dazu lapidar, dass er bisher nur noch nicht dazu gekommen wäre, die Sachen weg zu räumen.

„Wir glauben, dass sich immer noch oder schon wieder Vögel in der Wohnung befinden“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Animal Hoarder haben typischerweise die Tendenz, immer wieder Tiere zu sammeln. Die Rezidivrate liegt bei fast 100 Prozent. „Gerade wenn Tiersammlern aus humanen Gründen einige Tiere gelassen wurden, ist der Rückfall vorprogrammiert“, warnt die Biologin.

Im Falle Adam kann nur durch eine konsequente Wegnahme aller Vögel und ein schriftliches Tierhalteverbot mit genauen Angaben zu Tierart und Dauer verhindert werden, dass in einigen Jahren wieder Hunderte von Wellensittichen in der Wohnung herumfliegen.

Aktuelles Fotomaterial kann honorarfrei angefordert werden.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer
aktion tier-Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030 30103831, Mobil: 0178 4550868 (berlin[at] remove-this.aktiontier.org).

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