Logo Aktion-Tier

aktion tier - menschen für tiere e.V.

Präparierte Köder in der Ellwanger Straße in Berlin-Steglitzaktion tier warnt Hunde- und Katzenbesitzer vor der Gefahr für Ihre Vierbeiner

Berlin, 09.02.2009. Mendy, die 11-jährige Rottweiler-Mischlingshündin, litt im vergangenen Dezember plötzlich unter heftigem Brechdurchfall, nachdem sie in einem unbeobachteten Moment ein Hackfleischbällchen gefressen, welches neben dem Gehweg in der Ellwanger Straße lag. Der Tierarzt pumpte der Hündin den Magen aus und behandelte das geschwächte Tiere mit Medikamenten.
Wie Mendys Besitzerin erzählt, liegen schon seit geraumer Zeit immer wieder verdächtige Leberwurst-, oder Hackfleischbällchen auf einem kleinen Grünstreifen in unmittelbarer Nähe eines Mehrfamilienhauses in der Ellwanger Straße.

Letztes Wochenende war es wieder so weit. „Wir haben insgesamt drei Hackfleischbällchen sichergestellt“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Aus einem der Bällchen ragte deutlich sichtbar eine mit weißen Kügelchen gefüllte Kapsel heraus. aktion tier ließ die präparierten Köder nun in einem Speziallabor untersuchen. Jedes Hackbällchen enthielt zwei Kapseln Diclofenac. Diclofenac ist ein Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen, welches beispielsweise bei Rheuma und Arthrose eingesetzt wird. In der vorgefundenen Konzentration ist Diclofenac verschreibungspflichtig. Typische Nebenwirkungen dieses Medikaments sind Magen- und Darmbeschwerden. „Bereits zwei Kapseln Diclofenac können bei kleineren oder älteren Hunden zu Magenschleimhautreizungen und Durchfall führen“, erklärt Ursula Bauer von aktion tier. Bei größeren Mengen Diclofenac können daneben Nierenfunktionsstörungen auftreten.

aktion tier geht davon aus, dass in der Ellwanger Straße ein Hundehasser lebt, der bewusst Hunden gesundheitlichen Schaden zufügen will. Aber auch für freilaufende Katzen und Wildtiere können die präparierten Köder eine Gefahr darstellen.

Wer hinter diesen Anschlägen steckt, ist bislang noch unklar. „Unter den Hundebesitzern aus der Gegend gibt es zwar diesbezügliche Verdachtsmomente, es konnte bisher jedoch noch niemand den Hundehasser auf frischer Tat ertappen“, erklärt Ursula Bauer von aktion tier „Wir können daher nur allen Hundebesitzern raten, diese Straße zu meiden“, so die Biologin weiter.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer,
aktion tier-Geschäftsstelle Berlin,
Tel.: 030-30103831
(berlin[at] remove-this.aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info[at] remove-this.aktiontier-pressestelle.org