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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Kosmetik ohne Tierversuche, aber mit bitterer Pille

Berlin/ München, 10.03.2009. Heute tritt die 7. Änderung der EU-Kosmetik-Richtlinie in Kraft. Eigentlich ein großer Erfolg für den Tierschutz, denn die Änderung der Richtlinie besagt, dass Kosmetikprodukte die mit Inhaltsstoffen versehen sind, welche an Tieren getestet wurden, innerhalb der EU nicht mehr vermarktet werden dürfen. In Deutschland sind Kosmetikartikel, die als Fertigprodukt an Tieren getestet wurden, bereits seit 1998, in der EU seit 2004, verboten. Die bittere Pille, die die Tiere weiterhin schlucken müssen ist aber, dass die Kosmetikindustrie weiterhin an Tieren ausgetestete Inhaltsstoffe verwenden kann, die nicht speziell für die Kosmetikindustrie, sondern für andere industrielle Bereiche (z.B. für Reinigungsmittel, Lacke usw.) entwickelt wurden. Nun ist leider so, dass eine Vielzahl dieser in der Nicht-Kosmetikindustrie so entwickelten und an Tieren getesteten Inhaltsstoffe auch hier Verwendung finden.

„Deshalb ist die Kosmetikrichtlinie zwar ein Erfolg, aber sie wird letztlich an der hohen Zahl der Tierversuche nur minimal etwas ändern“, meint Judith Brettmeister von der aktion tier-Geschäftsstelle in München, „Im Jahr 2007 wurden mehr als 2,7 Mio. Tiere in Deutschland zu Versuchszwecken eingesetzt, das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent“.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München,
Tel.: 089 75 969 252
judith.brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org

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