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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Achtung Wildwechsel

Berlin/ München, 30.11.2010. Jährlich ereignen sich ungefähr 250.000 Unfälle auf unseren Straßen, die durch Wildwechsel verursacht wurden. Dabei dürften schätzungsweise eine halbe Million Wildtiere verenden.

Viele Unfälle mit Wildtieren werden jedoch erst gar nicht registriert, so dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegen dürfte. In den „dunklen“ Monaten erhöht sich die Gefahr deutlich, denn mit der Uhrenumstellung auf Winterzeit, setzt auch die Abenddämmerung früher ein. Mit dem beginnenden abendlichen Berufsverkehr begeben sich nun auch die dämmerungsaktiven Wildtiere auf Wanderschaft um nach Futter zu suchen.

Deshalb sollten die Wildwechsel-Schilder vom Autofahrer nicht nur zur Kenntnis genommen werden, sondern ihn auch dazu veranlassen, den Fuß etwas vom Gaspedal zu nehmen. Zudem sollten immer die Straßenränder im Auge behalten werden.

Kommt es zur Überquerung der Straße durch ein Wildtier, ist höchste Vorsicht geboten, denn die meisten Wildtiere leben in Rudeln und es werden weitere Tiere folgen. Ist es trotz aller Vorsichtsmaßnahme zu einer Kollision gekommen, muss als erstes die Unfallstelle mit Warndreieck und -blinkanlage gesichert werden.

Des Weiteren rät Judith Brettmeister von der aktion tier-Geschäftsstelle in München folgende Punkte unbedingt zu beachten: „Ist das Wildtier schwer verletzt, muss sofort die Polizei benachrichtigt werden, die dann den Jagdausübungsberechtigten informiert, der das Tier unverzüglich von seinem Leiden erlösen muss. Halten Sie vom verletzten Wildtier Abstand, denn das Tier steht unter hohem Stress und kann Ihnen durchaus noch mit letzter Kraft, z.B. ein Keiler, schwere Verletzungen zufügen. Verletzte oder tote Wildtiere dürfen nicht mitgenommen werden, damit begeht man Wilderei. Wird hingegen ein verletztes Wildtier in der Absicht mitgenommen, es zum Tierarzt zu bringen, fehlt die Aneignungsabsicht und es liegt keine Wilderei vor“.

Flüchtet ein angefahrenes Wild nach dem Zusammenstoß, bitte die Fluchtrichtung merken, damit der sofort zu informierende Jäger es später leichter finden kann. „Beobachten Sie, dass ein Fahrer nach einem Zusammenstoß mit Wild die Unfallstelle verlässt, ohne Maßnahmen unternommen zu haben, dem verletzten Wildtier zu helfen, begeht dieser nicht Fahrerflucht, sondern verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, stellt Judith Brettmeister klar.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister,
aktion tier-Geschäftsstelle München,
Tel: 089-75 969 252 (Judith.Brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.
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