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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Brustkrebs bei Hund und Katze verhindern

Berlin/München, 12.01.2011. Nicht nur der Mensch kämpft mit der Geißel Krebs. Auch unsere Haustiere sind immer häufiger Opfer heimtückischer Tumorerkrankungen. So gehört Brustkrebs bei weiblichen Hunden und Katzen zum häufigsten Tumortyp dieser beiden Tierarten überhaupt.

„Leider handelt es sich oft um bösartige Neubildungen, die dazu neigen, Metastasen zu bilden“, beschreibt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., die Bedrohlichkeit der Erkrankung. “Daher sollte ähnlich wie beim Menschen nach der Diagnose frühzeitig operativ eingegriffen werden, um Schlimmeres zu verhindern“, rät die Veterinärin.

Die optimale Vorbeugung um Brustkrebs erst gar nicht entstehen zu lassen, besteht in einer frühen Kastration schon vor der ersten Läufigkeit der Hündin. Damit wird das Risiko Brustkrebs zu entwickeln, praktisch auf null gesenkt. Auch bei der Katze sinkt mit einer Kastration die Gefahr, an diesem Tumor zu erkranken. Wenngleich das nicht im selben Maße wie für die Hündin gilt.

Auf Hormongaben zur Unterdrückung des Zyklus und damit der Läufigkeit bzw. Rolligkeit von Hund und Katze sollten Tierliebhaber wenn möglich verzichten. Diese Präparate begünstigen die Entstehung von Brustkrebs.

Darüber hinaus gilt analog zur Tumorprophylaxe des Menschen: regelmäßiges Abtasten der Gesäugeleiste ist ein wesentliches Element des Vorsorgeprogramms.

„Entdeckt der Tierhalter hierbei auffällige Knoten, sollte der nächste Weg zum Tierarzt führen“, rät Frau Dr. Hölscher. Mit ihm kann zeitnah – sollte es sich tatsächlich um einen Mammatumor handeln – das weitere Vorgehen besprochen werden.

In Abhängigkeit von Alter und Verfassung kommen neben der Operation auch Bestrahlung und Chemotherapie in Betracht. Inwieweit derartige Behandlungsmethoden jedoch Sinn machen, muss in jedem Einzelfall entschieden werden.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier,
Tel.: 0177-2451198 (tierarzt[at] remove-this.aktiontier.org).

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