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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Wildtiere im Zirkuss sind tickende Zeitbomben.aktion tier und animal public halten neuerlichen Tigerangriff im Tierpark Hagenbeck für symptomatisch.

Berlin, 09.12.2009. Während eines Event-Dinners in Hamburgs Tierpark Hagenbeck haben mehrere Tiger ihren Dompteur angegriffen. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt, 200 Gäste sahen zu. Aus Sicht der Tierschutzorganisationen "aktion tier e.V." und "animal public e.V." war ein solcher Angriff absehbar. Sie fordern schon lange ein generelles Verbot von Wildtieren in Zirkussen.

Zum Einen können die im Gegensatz zu Haustieren nicht domestizierten Tiger, Löwen, Elefanten und Giraffen in einem Zirkuss niemals art- oder verhaltensgerecht untergebracht werden. Zum Anderen ist das Verhalten dieser Wildtiere aufgrund der fehlenden Anpassung an den Menschen immer unberechenbar da vorrangig instinktgesteuert.

"Viele Dompteure wollen die Öffentlichkeit glauben machen, dass sie ein besonderes Vertrauensverhältnis zu ihren Großkatzen haben“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Aber das entspricht nicht den Tatsachen. „Tiger sind und bleiben gefährliche Wildtiere, auch wenn sie in Gefangenschaft geboren und aufgewachsen sind“, so die Diplom Biologin weiter.

Der direkte Umgang mit ihnen ist immer lebensgefährlich, ein Moment der Schwäche oder der Unaufmerksamkeit kann den Tod bedeuten, wie dieser Zwischenfall eindrucksvoll belegt.

Auch handelt es sich hierbei beileibe nicht um einen bedauernswerten Einzelfall. Die tatsächliche Anzahl der Angriffe von Raubkatzen auf Dompteure oder Pflegepersonal in Zirkusse wird tunlichst verschwiegen. Nur die spektakulären Zwischenfälle vor Publikum gelangen in die Öffentlichkeit.

So sorgte beispielsweise im Jahr 2003 der Angriff eines Tigers auf den Magier Roy weltweit für Schlagzeilen. Ähnlich wie jetzt in Hamburg war Roy vor dem Angriff des Tieres gestolpert und zu Boden gefallen. Er überlebte schwer verletzt, hat bis heute mit den Folgen des Angriffs zu kämpfen.

Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins "animal public", fordert ein Verbot der Haltung und Dressur von Wildtieren im Zirkus: "Die Dressur von Wildtieren im Zirkus ist niemals artgerecht. Es widerspricht der Natur der Wildtiere jeden Tag die gleichen albernen Kunststücke vorzuführen. Um ihren Willen zu brechen und Gehorsam zu erzwingen werden häufig Dressurmethoden wie Schläge, Elektroschocks oder Futterentzug eingesetzt."

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer, aktion tier-Geschäftsstelle Berlin, Tel.: 030-30103831 (Berlin[at] remove-this.aktiontier.org).

Laura Zimprich, animal public e.V. Düsseldorf, Tel.: 0211-56 949730 (info[at] remove-this.animal-public.de).

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