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aktion tier freut sich über erfolgreichen Start mit Bodypainting-Aktion auf dem Berliner Alex

Heute hat aktion tier und sein Kooperationspartner animal public e.V. die große Aufklärungskampagne „Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer – artgerecht ist nur die Freiheit“ auf dem Alexanderplatz gestartet.

„Unsere Open-Air-Aktion mit Bodypainting, Infostand und Unterschriftensammeln war ein voller Erfolg“, freut sich Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Bei herrlichem Sonnenschein und nicht mehr ganz so frostigen 3 Grad plus haben die drei als Reptilien angemalten Frauen dennoch ziemlich gefröstelt. „Das Sofa mit den täuschend echt angemalten Models und Stacheldraht darum herum war ein absoluter Hingucker“, sagt Ursula Bauer. Die Passanten haben verstanden, worum es geht: um das Tierleid in unseren Wohnzimmern.

Etwa 900.000 Papageien und Sittiche, ca. 100.000 Gift- und 200.000 Riesenschlangen, Zehntausende Warane und Chamäleons, unzählige Geckos und Schildkröten sowie etwa 80 Millionen Zierfische werden in Deutschland als Haustiere gehalten – Tendenz steigend, denn die Attraktivität von exotischen Wildtieren erfährt in Deutschland gerade einen regelrechten Boom. Statt Hund, Katze oder Meerschweinchen werden verstärkt Pythons, Bartagamen oder Chamäleons angeschafft. Um der Wohnung ein exotisches Flair zu verleihen, wegen des Nervenkitzels angesichts einer Vogelspinne oder auch als Statussymbol sind möglichst seltene, fremdländische Wildtiere sehr gefragt.

Was viele Exotenhalter vollkommen ignorieren: Wildtiere haben sich unabhängig vom Menschen über Jahrtausende hinweg ihrem natürlichen Lebensraum angepasst. Sie leben in großen Schwärmen oder als Einzelgänger. Ihr Körper und ihr Verhalten haben sich optimal ihrer Umgebung angepasst, sie sind zu hochspezialisierten Jägern oder Meistern der Tarnung geworden. Kein Aquarium kann ein Korallenriff ersetzen, kein Terrarium den Regenwald, kein Käfig bietet einem Vogel ausreichend Platz zum Fliegen. Eine artgerechte Haltung in einem Privathaushalt ist folglich nicht möglich! Da Leguane, Schlangen und Schildkröten nicht schreien können, leiden sie stumm in ihren Gefängnissen.

Im Rahmen der Kampagne „Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer – artgerecht ist nur die Freiheit“ möchte aktion tier auf die Probleme aufmerksam machen, die mit Fang, Transport, Handel und Haltung von exotischen Wildtieren verbunden sind. „Wir setzen vorrangig auf die Einsicht der Menschen und hoffen, dass ein geschärftes Tierschutzbewusstsein immer mehr Tierfreunde vom Exotenkauf abhält“, schließt Ursula Bauer von aktion tier Berlin.

Unter www.aktiontier.org können Interessierte das Kampagnenvideo einsehen sowie den Kampagnenflyer und eine Unterschriftenliste gegen Exotenbörsen herunterladen. Im Rahmen eines Votings kann außerdem jeder seine Stimme abgeben, ob er dafür oder dagegen ist, dass die Wildtierhaltung in Privathand in Zukunft gesetzlich verboten sein soll.

Das beiliegende Fotomaterial steht Ihnen honorarfrei zur Verfügung, als Quelle ist „aktion tier e.V.“ zu nennen. Weitere Fotos auf Anfrage.

An dieser Stelle möchten wir der Berliner Modelagentur „PMM MODELS“ für die Kooperation herzlich danken (www.pmm-models.com).

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Diplom Biologin Ursula Bauer

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

Telefon:
+49 30 30103831
Fax:
+49 30 30103834
E-Mail:
berlin[at] remove-this.aktiontier.org
Website:
www.aktiontier.org_blank