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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Österreichisches Kleinkind an Salmonelleninfektion gestorbenaktion tier und animal public warnen seit langem vor potentieller Krankheitsübertragung durch exotische Wildtiere

Berlin / Düsseldorf, 22.03.2011. Mit nur 13 Monaten ist in Österreich ein kleiner Junge an einer seltenen Salmonelleninfektion gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums infizierte sich das Kind am Haustier der Eltern einem Waran. Die Tierschutzorganisationen aktion tier und animal public warnen schon seit langem vor der Gefahr der Salmonellenübertragung durch Reptilien.

Seit einigen Jahren nimmt die private Haltung von exotischen Reptilien in Deutschland rapide zu. Schlangen, Echsen und Schildkröten bevölkern immer mehr deutsche Haushalte. Vielen Haltern ist jedoch nicht bewußt, dass die Tiere Träger von Keimen sein können, die unter Umständen für den Menschen zur tödlichen Gefahr werden. Die Biologin und aktion tier Mitarbeiterin Ursula Bauer warnt: „Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zu 75% der hierzulande gehaltenen Reptilien mit unterschiedlichen Salmonellenarten infiziert sind. Ohne selbst Symptome zu zeigen, scheiden die Tiere dennoch permanent die Erreger über den Kot aus.“ Die Übertragung der stäbchenförmigen Bakterien erfolgt also nicht allein über den direkten Kontakt zum Tier. Auch wer mit dem Kot eines Salmonellenausscheiders beispielsweise durch Anfassen eines unsauberen Terrariums in Berührung kam, kann die Erreger an Familienmitglieder oder andere Menschen weitergeben.

Auch in England und den USA kam es bereits zu Todesfällen. Wie jetzt in Österreich starben mehrere Kinder, nachdem sie sich bei den zu Hause gehaltenen Reptilien mit Salmonellen infiziert hatten.

Laura Zimprich von Tierschutzverein animal public weiß: „Auch in Deutschland sind zahlreiche Fälle bekannt, bei denen sich Säuglinge und Kleinkinder an den Reptilien ihrer Eltern mit Salmonellen infiziert haben. Bisher gab es keine Todesfälle, aber das scheint eher glücklicher Zufall zu sein.“ Auch das Robert-Koch-Institut nimmt diese Gefahr sehr ernst. Es rät, in Haushalten mit Kindern unter fünf Jahren generell keine Reptilien zu halten.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer, aktion tier - Geschäftsstelle Berlin,
Tel.: 030-30103831 (berlin[at] remove-this.aktiontier.org),
Laura Zimprich, animal public e.V.,
Tel.: 0211 – 56949730 (info[at] remove-this.animal-public.de).

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