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Viele Tipps für Vogelfreunde

Noch ist Zeit im Garten oder auf dem Balkon Nistkästen anzubringen. Damit die gefiederten Freunde sich richtig wohlfühlen, sollten jedoch einige Tipps beachtet werden.

Die Berliner und Münchner Geschäftsstellen von aktion tier e.V. (Kontaktdaten, siehe unten) bieten eine große Auswahl an Nisthilfen für viele Vogelarten, Insekten und Fledermäusen an. Neben den angebotenen fertig zusammengebauten Produkten, können auch Bausätze zum selber Bauen erworben werden. Die Nistkästen aus wasserfestem Sperrholz sind fertig zugeschnitten und warten nur noch auf dem Zusammenbau. Hobbybastler, die komplett einen Selbstbau anfertigen möchten, können Bauanleitungen beziehen.


Judith Brettmeister von der aktion tier-Geschäftsstelle München verweist auf einige Punkte, die unbedingt beim Anbringen der Nisthilfen beachtet werden sollten: „Zunächst muss ein Ort zum Anbringen der Nistkästen gesucht werden, der Katzen- und Mardersicher ist. Am besten eignen sich dafür Hauswände, Balkone oder Gartenhäuschen.

Die Vogelhäuschen sollten in zwei bis drei Meter Höhe aufgehängt werden. Optimal wäre, wenn das Einflugloch nach Osten zeigen würde. Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite, also nach Westen zeigen, noch darf der Kasten in der prallen Sonne hängen. Um das Eindringen von Regen und Hagel zu verhindern sollte die Nisthilfe leicht nach vorne geneigt sein. Wird das neue Vogelheim angenommen und darin gebrütet, dann ist die Neugier, das Geschehen aus nächster Nähe zu beobachten, zu zügeln, denn das würde die Vögel ungemein bei ihrem Brut-und Aufzuchtgeschäft beeinträchtigen“.

Ist die Brutsaison im Spätsommer zu Ende, müssen die Vogelbehausungen gereinigt werden. In alten Nestern wimmelt es bisweilen von Lausfliegen, Milben und Vogelflöhen. Das alte Nest sollte nur mit Gummihandschuhen, vor allem nicht in der Wohnung aus dem Nistkasten, entnommen werden. Bei stärkerer Verschmutzung kann das Häuschen mit Wasser und Bürste gereinigt werden. Auf keinem Fall dürfen chemische Putzmittel zur Anwendung kommen. Danach kann die Nisthilfe wieder an Ort und Stelle angebracht werden, denn vielfach werden diese Unterschlupfmöglichkeiten von Siebenschläfern und anderen Kleinsäugern zum Schlafen oder Überwintern genutzt.