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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Keine Gänse aus tierquälerischer Intensivmast

Berlin/ München, 19.11.2009. In den letzten Monaten des Jahres werden ca. 95 Prozent der Gänse verspeist. Damit ist der Gänsebraten eines der beliebtesten saisonalen Gerichte. Mit der Martinsgans am 11.11.09 wurde die „Ganssaison“ eröffnet.

Für Gänse gibt es in Deutschland keine Haltungsverordnung und deshalb vegetieren rund 700 000 Gänse in riesigen Mastanlagen vor sich hin. Bei Dämmerlicht zu Tausenden zusammengepfercht, werden die Tiere innerhalb von nur drei Monaten mit Mastfutter und möglichst wenig Bewegungsmöglichkeiten, damit sie nicht an Gewicht verlieren, schlachtreif gemästet. Bei einer derartigen Mast bleiben natürlich körperliche Folgeschäden, wie Atemnot, Knochenbrüche und Gelenkentzündungen nicht aus. Zudem verfügen die Wasservögel über keinerlei Bademöglichkeit, dadurch entstehen körperliche Beeinträchtigungen, wie Schnabel- und Augenverkleben, schlechter Gefiederzustand und Verhaltensstörungen. Damit möglichst viele Gänse diese Tortur überleben, müssen die Mäster Medikamente ins Futter mischen. Diese Art der Tierhaltung und die Verabreichung von Medikamenten haben erheblichen Einfluss auf die Qualität des Fleisches, insbesondere auf den Geschmack des Fleisches.

Der deutsche Gänsemarkt reicht bei weitem nicht aus um die große Nachfrage befriedigen zu können. Nur jede achte verzehrte Gans stammt aus der Bundesrepublik. 87 Prozent der Tiere werden importiert, vorwiegend aus Polen und Ungarn. Wie auch bei uns kommt der Großteil der Gänse aus diesen Ländern aus Intensivmast. In Ungarn werden die Tiere zu allem Leid noch gestopft und lebend gerupft.

Verbraucher machen sich aber vielfach keine Gedanken, woher der geplante Festtagsschmaus kommt. Das sollte er aber tun und zwar nicht nur aus Gründen des Fleischgeschmacks, sondern auch wegen des Tierschutzgedankens.

Judith Brettmeister von der Geschäftsstelle aktion tier in München rät deshalb den Festtagsbraten, ganz gleich ob Gans, Ente oder Huhn nur in Bioläden zu kaufen: „Eine frühzeitige Bestellung ist in Anbetracht des begrenzten Angebotes dringend zu empfehlen. Den etwas höheren Preis, den der Verbraucher beim Kauf von Bio-Geflügel zu entrichten hat, rechtfertigt sich zum einem wegen des besseren Geschmacks und gesünderen Qualität und gleichzeitig erteilen damit die Käufer eine Absage an die tierquälerische Haltung von Geflügel in Intensivmast“.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München,
Tel.: 089 75 969 252, judith.brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
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