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aktion tier - menschen für tiere e.V.

Düsseldorf beschließt „Paderborner Modell“

Berlin/Düsseldorf/München, 22.01.2010. Mit großer Mehrheit beschloss der Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Düsseldorf ein Kastrationsgebot in Form einer Verordnung für freilaufende Katzen einzuführen. Dürfen Schmusetiger regelmäßig ins Freie und befinden sich in menschlicher Obhut (d.h. sie sind freilaufende Katzen im Unterschied zu herrenlosen Katzen), müssen sie nun kastriert und gechipt sein. Die Kosten hierfür hat der Besitzer der Katze zu tragen. Die Stadt Paderborn hatte eine solche Regelung bereits im November 2008 auf Drängen der Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. beschlossen. Susan Smith, Regionalbetreuerin von aktion tier und maßgeblich an der Einführung des „Paderborner Modells“ beteiligt, zeigt sich hoffnungsfroh: „Immer mehr Städte begreifen, dass die Kastration von Katzen die einzige Möglichkeit ist, eine unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern. In Österreich ist die Kastration von Katzen, die ins Freie dürfen, vorgeschrieben. In den USA müssen in vielen Städten Haustiere, gegen Androhung einer Geldstrafe, bis zum vierten Lebensmonat kastriert sein.“

In der nordrhein-westfälischen Hauptstadt schätzt man, dass die Katzenpopulation auf etwa 50 000 Tiere angestiegen ist. Die Tierheime sehen sich mittlerweile nicht mehr in der Lage Katzen aufzunehmen. Für die somit immer mehr ansteigende Zahl herrenloser Katzen fühlten sich die Ordnungsämter der Städte aber nicht verantwortlich. Sie verlassen sich hier auf das Engagement vieler Tierfreunde, die sich um die Versorgung der streunenden Katzen kümmern und sie häufig auf eigene oder auf Kosten der Tierschutzvereine kastrieren lassen. Nur beides zusammen, nämlich die Verpflichtung der Katzenbesitzer zur Kastration der Freigänger-Katzen und das tierschützerische Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger das Gleiche für die herrenlosen Katzen zu tun, ist letztlich zielführend. Allein dadurch kann einer völlig unkontrollierten Katzenvermehrung entgegengewirkt werden. Dies deshalb, da jede unkastrierte Katze zwei- bis dreimal in Jahr jeweils sechs Junge bekommen kann.

Susan Smith bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt: „Jede kastrierte Katze bedeutet weniger Katzenelend“.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München,
Tel: 089 75 969 252 (judith.brettmeister[at] remove-this.aktiontier.org).

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