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Bundesweites Verbot von Exotenbörsen

Berlin. aktion tier führte im Jahr 2010 die Kampagne „Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer – artgerecht ist nur die Freiheit“ durch.

Begleitend hierzu sammelten wir Unterschriften für ein bundesweites Verbot von Exotenbörsen. „Wir freuen uns sehr über die rege Beteiligung an der Unterschriftenaktion und über die insgesamt 2.177 Unterschriften der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Ann Kari Sieme von aktion tier-Berlin.

Am Dienstag, den 11.12.2012 hat der Parlamentarische Staatsekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Herr Peter Bleser, die Unterschriftenlisten im Bundesministerium in Berlin entgegen genommen.

In Deutschland werden jedes Jahr Tausende Exoten auf sogenannten Exotenbörsen verkauft. In kleine Plastikboxen eingesperrt und übereinander gestapelt, werden die durch den Transport schon geschwächten Tiere wie Ramschware auf dem Wühltisch zum Teil für Schnäppchenpreise feilgeboten. Die empfindsamen Wildtiere leiden unter der Enge ihrer provisorischen Behältnisse ohne Rückzugsmöglichkeit und der Jahrmarkt-Atmosphäre mit Lärm, grellem Licht und unbekannten Gerüchen. Exotenbörsen, die ursprünglich dem Austausch von Nachzuchten zwischen spezialisierten Haltern dienten, sind zu kommerziellen Großveranstaltungen geworden.

Peter Bleser, der als gelernter Landwirt schon sein Leben lang mit Tieren arbeitet, begrüßt, dass aktion tier sich für die Verbesserung des Tierschutzes im Heimtierbereich einsetzt. Was die berichteten teilweise schlimmen Zustände auf Exotenbörsen anbelangt, weist er auf das fortgeschrittene Verfahren zur Änderung des Tierschutzgesetzes hin. Nach den dort vorgesehenen neuen Regelungen dürfen künftig nur Personen mit einem Sachkundenachweis Tierbörsen einschließlich Exotenbörsen durchführen. „Sollte diese Neuregelung nicht zu spürbaren Verbesserungen führen, werden weitere Maßnahmen zu prüfen sein", betonte der Staatssekretär Bleser.

„Durch unsere gesammelten Unterschriften hoffen wir, auf politischer Ebene einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Abschaffung von Exotenbörsen geleistet zu haben“, so Ann Kari Sieme von aktion tier-Berlin abschließend.

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