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Animal Hoarding Fall im thüringischen Rittersdorf - aktion tier findet Tierschädel und Knochen auf Messiegelände -

Berlin/Rittersdorf (Thüringen). Vor einigen Tagen haben aktion tier-Mitarbeiter am Rande eines Messie-Grundstücks bei Rittersdorf zwischen Sperrmüll und Abfall die Schädel von 2 Schafen und einem Pony sowie Skeletteile von insgesamt mindestens 5 Tieren gefunden.

„Es ist anzunehmen, dass die in der Vergangenheit auf dem Grundstück gestorbenen Tiere wie Abfall einfach über den Zaun geworfen wurden, wo sie dann verwest sind“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin.

Mitarbeiter von aktion tier hatten in diesem Winter auf dem vermüllten Gelände etwa 40 Tiere in diversen Schuppen und Ställen entdeckt. Dort sind unter anderem Schafe, Ziegen, Pferde, Ponys und Esel in viel zu kleinen und mit Tierkot verschmutzten Boxen teilweise in völliger Dunkelheit weder art- noch verhaltensgerecht untergebracht. Die Versorgung mit Futter und Wasser ist unzureichend, die Pflege mangelhaft. Der Tierschutzverein hat die in Rittersdorf ansässigen Tierhalter angezeigt. „Das zuständige Veterinäramt in Apolda ist unserer dringenden Bitte um die sofortige Beschlagnahmung aller Tiere mit anschließendem Tierhalteverbot bisher leider nicht nachgekommen“, bedauert Diplom-Biologin Ursula Bauer. Die Behördenvertreter wollen den Tierhaltern „noch eine Chance geben“. Man hätte Auflagen erteilt und hoffe, dadurch die Zustände zu verbessern. Mitgefühl mit den Haltern statt Mitleid mit den Tieren.

Woran die nun entdeckten Schafe und das Pony gestorben sind, lässt sich anhand der Knochen nicht mehr feststellen. „Wir vermuten infolge der mangelhaften Versorgungen und tierärztlichen Betreuung“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Die grausigen Knochenfunde sind weitere Beweise für die desolate Haltung und den insgesamt rohen Umgang der Besitzer mit ihren Tieren. „Staatsanwaltschaft und Veterinäramt wurden umgehend informiert und wir hoffen, hiermit einen weiteren Anstoß in Richtung Beschlagnahmung und Tierhalteverbot geliefert zu haben“, so Ursula Bauer abschließend.

Weitere Informationen bei:

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