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Verbotene Souvenirs

Berlin/München. Fast jeder Urlauber möchte sich eine kleine Erinnerung an die schönste Zeit des Jahres mitnehmen.

„Bei der Auswahl des Andenkens sollte man jedoch sehr vorsichtig sein, denn die Einfuhr vieler Tier- und Pflanzenarten sowie daraus hergestellter Produkte nach Deutschland ist entweder verboten oder an strenge Auflagen geknüpft“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin.

Nicht nur Leopardenfelle, Nashornprodukte und Elfenbein sind verboten – auch weniger spektakuläre Mitbringsel können gegen den Artenschutz verstoßen.
Eine Schnitzerei aus seltenem Holz, Orchideen, Kakteen, getrocknete Seepferdchen oder sogar am Strand gesammelte Muscheln und Schneckengehäuse können Probleme bei der Rückkehr nach Deutschland bereiten.

Mehr als 20.000 geschützte Tier- und Pflanzenarten entdecken Zollfahnder pro Jahr allein in Gepäckstücken am Frankfurter Flughafen.
Auch lebende Tiere werden häufig zum Kauf angeboten. Vor allem Vögel, Reptilien und Schildkröteneier sind beliebte Urlaubsmitbringsel. Laien können vor Ort in der Regel nicht beurteilen, ob es sich um geschützte Arten handelt. So findet der Zoll jedes Jahr zahllose vom Aussterben bedrohte Tiere in Koffern und Reisetaschen. Viele der geschmuggelten Schildkröten, Papageien und Schlangen überleben den Transport nicht. Außerdem kurbelt der Kauf von lebenden Tieren im Urlaubsland den lokalen Markt an. Immer mehr Exoten werden in freier Natur gefangen, was zu einer weiteren Gefährdung der ohnehin bedrohten Bestände führt.

„Wer bewusst oder unbewusst Produkte von Tieren oder Pflanzen mitbringt, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind, macht sich strafbar“, so Ursula Bauer von aktion tier. Ihre Einfuhr ist, wenn überhaupt, nur mit umfangreichen artenschutzrechtlichen Genehmigungen erlaubt. Entdeckt der Zoll bei der Wiedereinreise illegale Souvenirs ohne Genehmigung drohen Konsequenzen. Die Erinnerungsstücke werden beschlagnahmt und ein Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, welches in der Regel ein Bußgeld von mehreren hundert Euro pro verbotenem Mitbringsel nach sich zieht. Werden lebende Tiere oder Tierprodukte gefunden, die zu den streng geschützten Arten gehören, drohen den Urlaubern sogar bis zu fünf Jahre Haft oder Geldbußen von bis zu 50.000 Euro.

aktion tier empfiehlt:

  • Kaufen Sie niemals lebende Tiere im Urlaub – auch nicht aus Mitleid;
  • Kaufen Sie keine Erzeugnisse aus artgeschützten Tieren und Pflanzen;
  • Erkundigen Sie sich vor Ihrem Urlaub beim zuständigen Zollamt oder dem Bundesamt für Naturschutz nach geschützte Arten in Ihrem Urlaubsland;
  • Mit dem Kauf von alternativen Souvenirs wie Töpfer- und Korbwaren, Schmuck aus Glasperlen und Kokosnuss schützen Sie die Natur und unterstützen den lokalen Markt

Ein Flyer mit vielen Tipps zum Tier- und Artenschutz im Urlaub kann kostenlos über die aktion tier-Geschäftsstelle in Berlin angefordert werden.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Diplom Biologin Ursula Bauer

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

Telefon:
+49 30 30103831
Fax:
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