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Hautveränderungen genau beobachten

Berlin/München. Es fängt ganz harmlos an. Beim Kuscheln entdeckt Herrchen oder Frauchen einen kleinen Knubbel beim vierbeinigen Liebling.

In den nächsten Tagen tastet der fürsorgliche Tierhalter die Zubildung immer mal wieder ab und fragt sich, ob die Veränderung etwas Schlimmes zu bedeuteten hat? „Da ist leider die ganze Bandbreite drin“, bedauert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., hierzu keine definitive Aussage machen zu können. „Eine derartige Umfangsvermehrung kann völlig harmlos oder auch ein bösartiger Hautkrebs sein“, führt sie die möglichen Varianten aus.

In jedem Fall sollte ein Tierarzt die Knotenbildung beurteilen. Anhand des Tastbefundes, der äußeren Erscheinung, der Wachstumsgeschwindigkeit, der Lokalisation und der Tierrasse muss er entscheiden, ob abgewartet werden kann. Sprechen ein oder mehrere Kriterien für ein eher ernstes Krankheitsgeschehen, empfiehlt es sich, eine Gewebeprobe oder gleich den Knoten im Ganzen zu entnehmen. Denn erst eine so genannte histologische Untersuchung, also eine Überprüfung der Zellen unter dem Mikroskop, lässt eine sichere Beurteilung des entnommenen Gewebes zu.

„Hält der Tierarzt den Befund der Histologie in der Hand, gibt es keine zwei Meinungen mehr“, begründet die Veterinärin die Sinnhaftigkeit der Vorgehensweise. Jetzt kann zweifelsfrei Gutes von Bösem abgegrenzt und entsprechend vorgegangen werden. Werden bösartige Hauttumore frühzeitig erkannt und entfernt, sind die Heilungsaussichten deutlich günstiger.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil:
+49 177 2451198
E-Mail:
tierarzt[at] remove-this.aktiontier.org