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Meißen stoppt ungarische Welpenhändler

Berlin. Am vergangenen Samstag haben Mitarbeiter von aktion tier- Meißen ungarischen Welpenhändlern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

An der Autobahnraststätte „Dresdner Tor“ wollten die beiden Männer 2 Vizsla-Welpen (Ungarische Vorstehhunde) verkaufen. Ein Fernsehsender hatte den Kauf eingefädelt und aktion tier-Meißen um fachkundigen Bestand gebeten. Weitere 2 Vizsla-Welpen sowie 2 kleine Französische Bulldoggen befanden sich im Kofferraum der Welpenhändler. Auch diese Tiere wollten die Männer bei ihrer Fahrt durch Deutschland für 380-500 Euro pro Welpe verkaufen.

„Vor Ort stellte sich dann heraus, dass die Hunde nicht das für den legalen Transport nach Deutschland erforderliche Alter aufwiesen“, erzählt Mario Assmann von aktion tier-Meißen. Europäische Impfausweise waren zwar vorhanden und die Tiere waren auch alle gechippt. Aber in den Ausweisen der 4 Vizsla-Welpen fehlten die für die Einfuhr nach Deutschland vorgeschriebene Tollwutimpfung. Die Pässe der Französischen Bulldoggen stammten merkwürdigerweise aus den Niederlanden, die tierärztlichen Einträge jedoch aus Ungarn. Diverse Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen also, die uns veranlassten, sofort die Polizei zu rufen. Diese nahm den Vorgang und die Personalien der Hundehändler auf. Wir konnten alle Welpen sicherstellen und in unser Tierheim nach Meißen bringen, wo sie in der Quarantänestation untergebracht wurden und tierärztlich versorgt werden.

„Ihr Gesundheitszustand ist bedenklich, sie riechen unangenehm, haben Nasen- und Augenausfluss sowie Durchfall“, sagt Tierpflegerin Anne Pionke von aktion tier-Meißen.

Wie sich herausstellte, stammen die Tiere von einer ungarischen Züchterin, die seit Jahren regelmäßig ihre Welpen über das Internetforum „Quoka“ anbietet. Hundefreunde bestellen die Welpen und man trifft sich dann zur Übergabe auf einer Deutschen Raststätte. „Was viele Menschen immer noch nicht wissen: häufig sind die Impfausweise gefälscht, die Tiere illegal nach Deutschland importiert und die meist viel zu jungen Welpen krank“, betont Mario Assmann von aktion tier-Meißen. Auch unsere ungarische Züchterin hatte erst vor kurzem eine kranke Vizsla-Hündin an ein Paar aus Dresden verkauft. Der Welpe war nach 2 Tage erkrankt und 5 Tage später in einer Tierklinik an Staupe und Parvovirose gestorben.

„Das lukrative Geschäft mit osteuropäischen Welpen blüht nach wie vor, da immer noch Menschen der Meinung sind, sich einen Hund wie ein Kleidungsstück im Internet bestellen zu müssen“, bedauert Mario Assmann. aktion tier rät daher dringend von dieser Art des Hundekaufs ab, dem viele Hundert Welpen jährlich zum Opfer fallen. Gehen Sie zu einem seriösen deutschen Züchter oder ins Tierheim. Dort warten viele gesunde Hunde auf ein liebevolles Zuhause.

Weitere Informationen bei:

aktion tier Meissen
Katrin Assmann

Dieraer Weg 85
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aktion tier e.V.
Diplom Biologin Ursula Bauer

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