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Weniger ist mehr – auch bei der Tierhaltung!

Berlin. Vor allem Katzen werden häufig in zu hoher Anzahl gehalten. Allein lebende Personen mit 10 Tieren und mehr sind keine Seltenheit.

„Selbst wenn aktuell noch alles gut zu sein scheint, läuten bei uns angesichts solch großer Tierbestände die Alarmglocken“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. Liegt die Verantwortung für die Versorgung und Pflege vieler Tiere allein bei einer Einzelperson, können sehr schnell Probleme entstehen. Eine Krankheit, ein Unfall, ein Krankenhausaufenthalt oder der Umzug in ein Pflegeheim – wer kümmert sich dann um die Tiere?

aktion tier hat erst vor einigen Tagen 8 Katzen aus dem Haus einer alleinstehenden Frau bei Bannewitz geholt, die einen Schlaganfall erlitten hatte, ins Krankenhaus musste und anschließend in einem Heim untergebracht wird. Die Tochter hatte uns um Hilfe gebeten, da niemand aus der Familie die Tiere aufnehmen konnte. Schon vor diesem Notfall war die Frau nicht in der Lage gewesen, die Tiere medizinisch versorgen zu lassen. Die Katzen waren weder kastriert noch geimpft, teilweise unterernährt und litten unter massivem Floh- und Ohrmilbenbefall. Die Kosten für die Aufnahme, tierärztliche Versorgung und Unterbringung bis zur Vermittlung von rund 3.000 Euro trägt aktion tier, da weder die Katzenhalterin noch die Angehörigen dazu in der Lage sind.

Wieder einmal hat nicht der Tierhalter sondern der Tierschutz die Zeche gezahlt und die Folgen menschlicher Unvernunft getragen. „Es gibt leider weder ein Gesetz noch eine Verordnung in welcher festgelegt ist, wie viele Tiere jemand halten darf, daher muss man hier an die Vernunft der Menschen appellieren“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. „Mehr als 2 Katzen oder 1 Hund pro allein lebende Person sollten nicht überschritten werden“, so die Biologin weiter. Bei der Tierhaltung steht Qualität immer über Quantität. Wenige Tiere können besser versorgt und gepflegt werden und im Notfall ist deren Unterbringung einfacher und kostengünstiger. Less is more - auch in der Tierhaltung.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Diplom Biologin Ursula Bauer

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