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05. August 2015

Hunde im Auto sicher transportieren

Wer seinen Hund im Auto mitnimmt, muss ihn zumindest in Deutschland gemäß der hiesigen Straßenverkehrsordnung wie eine Ladung sichern. Er darf den Fahrer nicht behindern oder ablenken und muss so untergebracht sein, dass bei einem Unfall oder einer Vollbremsung niemand gefährdet wird.

„Diese gesetzliche Regelung dient aber auch dem Schutz des Tieres, welches ohne entsprechende Sicherung bei einer starken Bremsung durch den Innenraum geschleudert und tödlich verletzt werden kann“, betont Ursula Bauer von aktion tier.

Die Sicherung der „pelzigen Ladung“ kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. aktion tier empfiehlt, Hunde grundsätzlich entweder auf der Rückbank oder im Laderaum eines Kombis zu befördern. Gängige Kofferräume sind gerade für größere Rassen viel zu eng und nicht tiergerecht. Hunde auf der Rückbank können mit einem speziellen Gurtsystem, welches mit dem Verschluss des Autogurts verbunden ist, in einer für sie angenehmen Position fixiert werden. Beim Transport im Kombi-Laderaum soll der Hund entweder in einer Box sitzen oder es muss ein Netz oder Trenngitter zwischen Kofferraum und Fahrerraum installiert sein. Besser als ein Netz ist ein fest eingebautes, stabiles Trenngitter, welches auch bei einem stärkeren Aufprall verhindert, dass der Hund nach vorne geschleudert wird. Mehr Sicherheit für den Hund bietet allerdings eine Box. Empfehlenswert ist eine stabile, ausreichend große und möglichst im Laderaum festgeschraubte Metallbox, die nicht samt Hund im Auto herumfliegen kann.

Wer seinen Hund im Fahrzeug nicht sichert, begeht einen Verstoß gegen §23 Straßenverkehrsordnung und kann mit einer Geldbuße von 35 Euro belegt werden. Außerdem muss der Fahrer bei einem Unfall mit Versicherungsproblemen rechnen. „Wir halten diese Regelung für sinnvoll, denn der zwar verbotene aber immer noch allgemein praktizierte ungesicherte Transport von Hunden im Auto ist nicht nur für die Insassen des Fahrzeugs, sondern auch für den Vierbeiner potenziell lebensgefährlich“, so Ursula Bauer abschließend.

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Diplom Biologin Ursula Bauer

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