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aktion tier weist auf Millionen von Tieren hin, die jedes Jahr auf unseren Straßen sterben

Anlässlich des am 22.09. stattfindenden Autofreien Tages möchte aktion tier an die zahllosen Tiere erinnern, die dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Betroffen sind vor allem Wildtiere.

So stirbt etwa alle zweieinhalb Minuten ein Reh, Wildschwein, Dam- oder Rothirsch auf unseren Straßen – mehr als 220.000 pro Jahr. 

Im Gegensatz zu Unfällen mit diesen Arten gibt es zu Kollisionen mit anderen Wildtieren wie Fuchs, Dachs, Eichhörnchen, Igel und Vögeln keine statistischen Erhebungen. „Wir schätzen, dass hier die Zahlen noch höher liegen und mehrere hunderttausend dieser kleineren Tiere jährlich Opfer des Straßenverkehrs werden“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Hinzu kommt, dass jedes tote Tier weitere Tiere anlockt. Insekten, die an die Scheiben der fahrenden Autos prallen, fallen zu Boden. Ein gefundenes Fressen zum Beispiel für Igel. Der überfahrene Igel zieht wiederum Aasfresser wie Füchse, Raub- und Rabenvögel an, die häufig vor den herannahenden Autos nicht flüchten können – eine schreckliche Todesspirale. „Es ist davon auszugehen, dass jedes überfahrene Kleintier den Tod von vier weiteren Tieren nach sich zieht“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer.

Grundsätzlich wäre es wünschenswert, dass Autofahrer im Straßenverkehr immer Rücksicht auf Tiere nehmen, ohne dabei jedoch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Hinsichtlich der vermehrten Wildunfälle im Herbst sollten Autofahrer in dieser Jahreszeit vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden in Waldgebieten besonders vorsichtig und langsam fahren. Quert ein Wildtier die Straße, sollte abgeblendet, gebremst und gehupt werden. Halten sich Aasfresser an einem überfahrenen Tier auf, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten, da diese Tiere vor Schreck über die Fahrbahn flüchten können. Auffliegende Vögel starten auch nicht senkrecht nach oben, sondern immer quer und im unglücklichsten Fall genau in Richtung des herankommenden Autos. Wer ein überfahrenes Tier auf der Autobahn oder Landstraße entdeckt, sollte, unter Angabe des genauen Standorts, grundsätzlich die Polizei benachrichtigen, damit der Kadaver schnell weggeschafft wird. Denn jedes tote Tier ist nicht nur eine Gefahrenquelle für die am Straßenverkehr teilnehmenden Menschen sondern auch für andere Tiere.

„Der beste Schutz für Tiere ist jedoch, das Auto öfter mal stehen zu lassen - nicht nur am europaweiten Autofreien Tag 2015“, so Ursula Bauer von aktion tier abschließend.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Diplom Biologin Ursula Bauer

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