Logo Aktion-Tier

Lebende Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Berlin. Erfahrungsgemäß steigt kurz vor dem Fest die Nachfrage nach „lebenden Weihnachtsgeschenken“.

Besonders Kinder wünschen sich häufig tierische Hausgenossen und das Hündchen unterm Weihnachtsbaum scheint für viele Menschen immer noch die ultimative Geschenkidee zu sein. „Dem Wunsch eines Kindes nach einem Haustier unüberlegt nachzugeben oder gar völlig ahnungslosen Personen ein Tier als Präsent zu überreichen, geht in der Regel schief“, warnt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin.

Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der als Geschenk überreichten Tiere „alle Jahre wieder“ nach den Festtagen ausgesetzt oder im nächsten Tierheim abgegeben wird. Dies belegt die im Januar rapide ansteigende Zahl an Fund- und Abgabetieren. Die Entscheidung, ein Tier anzuschaffen, sollte grundsätzlich der künftige Tierhalter selbst beziehungsweise die Familie in Ruhe gemeinsam treffen. Die hektische Vorweihnachtszeit ist hier mit Sicherheit kein geeigneter Zeitpunkt. „Ob Hund oder Hamster – jedes Haustier hat als echtes Familienmitglied Anspruch auf tägliche Zuwendung, eine tiergerechte Unterbringung und liebevolle Pflege“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer.

In diesem Zusammenhang müssen Eltern davon ausgehen, dass Kinder nur bedingt den Anforderungen an eine artgerechte Tierhaltung entsprechen können und die Erwachsenen selbst in letzter Konsequenz die Pflege und Versorgung des Haustieres gewährleisten müssen. Die Möglichkeiten, sich einen Welpen für die Tochter, ein Kätzchen für die Freundin oder einen Wellensittich für die Oma zu besorgen sind schier unbegrenzt. Im Internet bieten häufig unseriöse Händler massenhaft Tiere an, die jedoch nicht selten zu jung und krank sind. Hohe Tierarztkosten, Kindertränen und die Gefahr, sich selbst durch den Kauf eines illegal importierten Tieres strafbar zu machen, sollten jeden Menschen davon abhalten, sich ein Tier wie ein Kleidungsstück im Internet zu bestellen.

Und wer glaubt, ein tierisches Weihnachtsgeschenk besonders günstig oder gar umsonst im Tierheim zu bekommen, wird zum Glück wenig Erfolg haben. „Nicht nur in unserem Tierheim von aktion tier- Meißen sondern auch in vielen anderen Tierheimen werden vor Weihnachten keine Tiere mehr vermittelt“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin.

Schenken Sie zum Fest lieber ein kuscheliges Stofftier oder ein informatives Buch über das gewünschte Tier. Im Rahmen eines Besuchs im Tierheim gemeinsam mit den Kindern können Sie sich anschließend erst einmal umfangreich über die Bedürfnisse des Wunschtieres beraten lassen, um vielleicht später dann ganz bewusst und gut vorbereitet einem Tier für immer ein gutes Zuhause bieten zu können.

Unser Flyer „Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke“ kann kostenlos über unsere Geschäftsstelle in Berlin angefordert oder im Internet unter: http://www.aktiontier.org heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Diplom Biologin Ursula Bauer

Jüdenstr. 6
13597 Berlin

Telefon:
+49 30 30 111 62 30
Fax:
+49 30 30 111 62 14
E-Mail:
berlin[at] remove-this.aktiontier.org
Website:
www.aktiontier.org_blank