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Abhilfe bei Mundgeruch von Hund und Katze

Unsere Haustiere sind ein Quell der Freude. Eigentlich fast immer, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Beispielsweise kann einem der Spaß am Tier kurzfristig vergehen, wenn der Liebling gemütlich nebenan auf dem Sofa sitzt und dabei herzhaft gähnt. Denn kurz darauf erreicht die menschliche Nase ein feuchtwarmer Schwall übelriechender Ausdünstung. Selbst dem größten Tierliebhaber stockt in diesem Moment regelrecht der eigene Atem. Denn der Gestank, der manch einem Hunde- oder Katzenmaul entströmt, ist unerträglich. Doch woher kommen die übelriechenden Düfte, und was kann man dagegen tun?

„Mundgeruch bei unseren Haustieren kann verschiedene Ursachen haben“, berichtet Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Da auch ernste Erkrankungen hinter dem fauligen Geruch stecken können, sollte der Tierbesitzer der Sache immer auf den Grund gehen“, rät die Veterinärin. Harmlos sind Düfte, die lediglich vom Tierfutter ausgehen. In diesen Fällen riecht die Atemluft aber auch tatsächlich nach dem soeben vom Tier verspeisten Futtermittel. Diese Duftnote ist zwar für das menschliche Riechorgan nicht sonderlich lecker, unterscheidet sich aber dennoch von Gerüchen, die durch Krankheiten bedingt sind.

Ernster wird es nämlich, wenn der tierische Atem säuerlich riecht. Dann wird das Futter möglicherweise nicht gut vertragen. Hier kann ein Futterwechsel Abhilfe schaffen. Die Umstellung auf andere Nahrung sollte allerdings nie abrupt, sondern über einen Zeitraum von etwa einer Woche Schritt für Schritt erfolgen, in dem täglich immer etwas mehr von dem neuen und weniger vom ursprünglichen Futter gegeben wird. Riecht die Atemluft faulig, wird es unter Umständen richtig gefährlich und darüber hinaus oft schmerzhaft für den Hausgenossen. „Hinter eitrigem Atem stecken fast immer Entzündungen des Zahnfleischs oder des Zahnhalteapparates“, warnt Dr. Hölscher. In diesem Fall muss ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann der Besitzer schon im Vorfeld tätig werden: „Was manch einer lächerlich findet, aber dem Tier immer zugutekommt, ist das Putzen der Zähne von klein an“, empfiehlt die Tierärztin allen Tierhaltern. Hiermit können schlimme Zahnerkrankungen hinausgezögert oder im besten Fall ganz verhindert werden. Da auch unsere Haustiere immer älter werden, kommt der Gesunderhaltung des Gebisses auch bei ihnen eine ganz neue Bedeutung zu. „Tolerieren die Tiere das Putzen nicht, kann der Tierhalter das Zahnfleisch wenigstens mit Chlorhexidin-Gel betupfen. Das macht fast jeder Vierbeiner mit und hilft sehr gut gegen Entzündungen und damit auch gegen den unangenehmen Mundgeruch“, rät sie abschließend. Somit können Zwei- und Vierbeiner auch bis ins hohe Alter hinein ohne üblen Beigeschmack innig miteinander kuscheln.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil:
+49 177 2451198
E-Mail:
tierarzt[at] remove-this.aktiontier.org