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"Ausgangssperre" für Hühner weitgehend aufgehoben

Wenigstens das Federvieh darf aufatmen. Auch für Huhn, Pute und Co. waren die letzten Monate kein Zuckerschlecken. Sie durften ihre Stallungen nicht verlassen, denn auch ihr Bestand war von einer Seuche bedroht. Es handelt sich um die Vogelgrippe, auch bekannt als Geflügelpest.

„Diese Krankheit ist aus zwei Gründen sehr ernst zu nehmen“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Zum einen kann sie für die Vögel tödlich enden, zum anderen birgt sie die Gefahr, dass einzelne Virusvarianten auf den Menschen übertragen werden,“ führt sie aus. Die Verbreitung der Viren erfolgt durch Wildvögel, die über die Hühnerhaltungen fliegen und hier Kot absetzen. Durch diese Ausscheidungen kann sich das in menschlicher Obhut gehaltene Geflügel infizieren. Dadurch, dass die Tiere nicht mehr ins Freie durften, sollte die Ausbreitung verhindert werden. Sowohl kommerzielle als auch private Geflügelhalten mussten in den letzten Monaten ihre Tiere deshalb ausschließlich in Ställen halten – alles andere als ein Spaß für Tier und Halter.

„Erfreulicherweise sind die Fallzahlen in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen“, äußert sich die Tierärztin erleichtert. Aus diesem Grund wurde jetzt in den meisten Regionen Deutschlands die Aufstallungspflicht zurückgenommen, und die Hühner dürfen endlich wieder nach draußen. Ob der eigene Landkreis bereits von der Befreiung betroffen ist, finden Geflügelhalter auf den jeweiligen Internetseiten ihrer Region.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil:
+49 177 2451198
E-Mail:
tierarzt[at] remove-this.aktiontier.org