Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.

Foto: © Jessica Munck
 

18.06.2019

FIP: Hoffnung am Horizont

Die drei Buchstaben FIP sind ein Gräuel für Katzenhalter. Stehen sie doch für eine bis dato unheilbare Infektionskrankheit, die im Prinzip jede Katze treffen kann, die Feline Infektiöse Peritonitis. Diese Erkrankung ist heimtückisch.

Zu Beginn steht ein Infekt mit einem gewöhnlichen Durchfallerreger. Es handelt sich hierbei um ein Coronavirus. Dieses Virus sorgt für weiche Stühle und ist im Prinzip nicht besonders gefährlich. Meist limitiert sich der Infekt von selbst, und der Kot wird nach kurzer Zeit wieder in fester Form ausgeschieden. Doch auch nach Genesung bleibt die Katze Träger des Coronavirus. Und nun kommt das Gemeine: Mit diesem latent vorhandenen Virus lebt die Katze wie mit einem Damoklesschwert. Es kann in Stresssituationen (Umzug etc.) mutieren und damit die bisher unheilbare FIP auslösen. Innerhalb kurzer Zeit entzünden sich alle Organe, und das Tier verendet jämmerlich oder wird vorher vom Tierarzt erlöst.

Doch endlich gibt es Hoffnung am Horizont: Ein Forscherteam in den USA hat einen Weg gefunden, die Vermehrung des FIP-Virus zu unterdrücken. „Von 31 an FIP erkrankten Katzen konnte das Tierärzteteam immerhin 25 Tiere retten und als geheilt entlassen“, freut sich Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Es folgen nun weitere Untersuchungen, um die optimale Dosierung des neuen Medikamentes herauszufinden. Auch ist bisher nicht klar, was die Behandlung kosten wird. Bis zur Marktreife wird noch etwas Zeit ins Land gehen.

„Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange warten bis das Präparat erhältlich ist“, wünscht sich Frau Dr. Hölscher. „Nichts ist schlimmer, als einem Tierbesitzer sagen zu müssen, dass man zwar weiß, was seinem Tier fehlt, es aber trotzdem nicht behandeln kann und es sterben wird!“, fügt sie betrübt hinzu. Doch da FIP zum Leidwesen der Katzenliebhaber sehr häufig auftritt, müsste die Pharmaindustrie ein großes Interesse daran haben, in Kürze ein entsprechendes Medikament auf den Markt zu bringen, da sie mit diesem auf große Gewinne hoffen darf. Das spricht dafür, dass die Markteinführung vermutlich mit großer Energie vorangetrieben werden wird. In diesem Fall zum Glück – betroffene Tiere hätten damit dann endlich berechtigte Hoffnung auf Heilung.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt@aktiontier.org

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