aktion tier – News
Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.

07.09.2021

Kein Spaß – Cannabis und Co. für Hund und Katze

Sei es aus Blödelei oder einfach nur aus Dummheit – immer wieder werden Haustiere in Tierarztpraxen nach dem Konsum von Rauschmitteln vorgestellt.

„Manchen Tieren werden von den Besitzern absichtlich Drogen verabreicht, um mal zu testen, wie das Haustier auf das Rauschmittel reagiert, die anderen fressen aus Versehen Haschisch oder anderes Zeug, das irgendwo rumliegt“, beschreibt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die verschiedenen Szenarien, wie Marihuana und Co. in den Tierkörper gelangen. Schon das Anpusten durch den Tierhalter mit THC-haltigem Rauch beim Inhalieren eines Joints führt bei Vierbeinern zu Symptomen einer Cannabisintoxikation.

„Vor allem Hunde haben im Vergleich zum Menschen eine höhere Anzahl Cannaboid-Rezeptoren im Gehirn, was vermutlich die höhere Empfindlichkeit gegenüber THC - dem Wirkstoff von Marihuana - erklärt“, so die Veterinärin. Die daraus resultierenden Symptome reichen von Erbrechen und Durchfall über Bewegungsstörungen bis hin zu unkontrollierten Panikanfällen oder auch Aggressionen. Bei entsprechender Dosis kann es zu komatösen Zuständen kommen. Nur Todesfälle treten in aller Regel eher nicht auf.

Ist das Toxin erst im Körper, kann nur symptomatisch behandelt werden. Liegt der orale Konsum ein bis zwei Stunden zurück, gibt der Tierarzt ein Medikament, das Erbrechen auslöst und den Tierkörper damit vom Gift befreit. Wenn die Aufnahme der toxischen Substanzen weiter in der Vergangenheit stattfand, hilft Aktivkohle, wodurch möglichst wenig Stoff aus dem Darm in den Körper gelangt. Lipid-Infusionen binden die Gifte und führen zu schnellerer Ausscheidung. Nach 30 Stunden hat etwa die Hälfte der Substanzen den Körper verlassen.

„Wenn Menschen Drogen konsumieren, ist das deren Entscheidung. Sie seinem Tier einzuflößen ist ein Unding. Schließlich hat der Vierbeiner keine Ahnung, was vor sich geht, wenn der Rausch einsetzt. So etwas ist nicht lustig, sondern einfach nur gemein und unverantwortlich“, kritisiert Frau Dr. Hölscher scharf.

Beobachten Tierfreunde derartige Vorfälle in ihrem Umfeld, und lassen sich die Verantwortlichen von ihrem Tun nicht durch gutes Zureden abbringen, können Beobachter - auch anonym - beim Veterinäramt Anzeige erstatten.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

WebFacebookYoutubeInstagramBlog

Impressum
aktion tier - menschen für tiere e.V
Jüdenstr. 6
13597 Berlin
Deutschland


Telefon:

+49 30 30 111 62 30
E-Mail: berlin@aktiontier.org
Internet: www.aktiontier.org


Sollten Sie unsere Mitteilungen nicht mehr erhalten wollen, so klicken Sie hier um Ihre Daten zu löschen.
Herzlichen Dank!