Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.
Tierbesitzer sollten die Gefahr eines Hitzeschlags nicht auf die leichte Schulter nehmen. Foto: Unsplash. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)
Tierbesitzer sollten die Gefahr eines Hitzeschlags nicht auf die leichte Schulter nehmen. Foto: Unsplash. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)
 

24.08.2016

Erste Hilfe bei Hitzeschlag

Nur kurz soll der Hund im Auto warten. Die Fenster sind sogar ein wenig heruntergekurbelt. Doch schnell wird das Fahrzeug zum Backofen. Der Tierkörper des wartenden Hundes überhitzt. Er erleidet einen Hitzeschlag.

Es herrscht echte Lebensgefahr für den eingesperrten Hund. „Das geht so schnell, so schnell kann man gar nicht gucken“, warnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., vor der Hitzefalle Auto. Doch auch anstrengende Unternehmungen im Freien, wie ausgedehnte Wanderungen oder wildes Spiel, können einen Hitzeschlag verursachen. Neben Hunden reagieren auch Meerschweinchen und Kaninchen extrem sensibel auf heiße Temperaturen. So können auch sie schnell Opfer ihrer schlecht ausgeprägten Thermoregulation werden.

Erste Symptome eines Hitzschlags sind hochfrequentes Atmen, Erbrechen, Durchfall und Fieber. Das Zahnfleisch leuchtet dunkelrot. Das Tier steht dann kurz vor einem Kollaps. „Jetzt ist schnelles Handeln gefragt“, mahnt die Veterinärin. Am besten sollten die Patienten mit kühlen, nassen Handtüchern bedeckt oder mit nicht zu kaltem Wasser abgeduscht werden. Kühlpacks unter den Achseln und im Zwischenschenkelbereich helfen die Körperinnentemperatur zu senken. Wenn möglich ist ein Tierarzt aufzusuchen. Der kann mit Infusionen und der Gabe von reinem Sauerstoff dem Tier Linderung verschaffen. Leider werden bei weitem nicht alle Tiere wieder gesund. Ein Großteil verstirbt an den Folgeschäden der Überhitzung. So können bei den hohen Temperaturen besonders die Nieren, Lunge und die Leber irreversibel geschädigt werden.

„Tierbesitzer sollten die Gefahr eines Hitzeschlags nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Dr. Hölscher abschließend. Unsere Vierbeiner können in diesem Zusammenhang weit weniger ab, als wir allgemein vermuten.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher
Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

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