Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.
Wird ein mit dem Fuchsbandwurm infiziertes Mäuschen Opfer einer Katze oder eines Hundes, steckt der kleine Nager unser Haustier an. Foto: © Ursula Bauer
Wird ein mit dem Fuchsbandwurm infiziertes Mäuschen Opfer einer Katze oder eines Hundes, steckt der kleine Nager unser Haustier an. Foto: © Ursula Bauer
 

15.06.2016

Fuchsbandwurm: Gefährlich für Tier und Mensch

Eine aktuelle Studie belegt: in einigen Regionen Deutschlands ist jeder fünfte Fuchs Träger und damit Ausscheider des kleinen Fuchsbandwurms.

Der heißt so, weil er lediglich 3 Millimeter groß ist. Umso dramatischer aber seine Auswirkung. Der Fuchsbandwurm gilt als der gefährlichste Parasit Mitteleuropas. Doch warum ist dieser Wurm auch für Menschen so bedrohlich, obwohl die doch gar keinen Kontakt mit Füchsen haben?

„Füchse scheiden mit dem Kot unverdaute Pflanzenteile und gleichzeitig Bandwurmeier aus. Beides wird wiederum von Mäusen gefressen“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., den Anfang der Infektionskette. Wird dann ein auf diese Weise infiziertes Mäuschen Opfer einer Katze oder eines Hundes, steckt der kleine Nager unser Haustier an. „So kommt der Fuchsbandwurm in unsere Wohnungen“, führt die Tierärztin aus. Durch das enge Zusammenleben von Mensch und Tier ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf den Zweibeiner groß.

Der Verzehr von Wildfrüchten, Kräutern, Gemüse oder Salat kann ein weiterer Infektionsweg sein. „Alles, was vom Fuchs berührt worden sein kann, sollte gründlich gewaschen oder besser noch auf über 60°C erhitzt werden, bevor es gegessen wird“, rät die Veterinärin. Dann erst ist die Gefahr gebannt. Die Beeren einzufrieren bringt im Übrigen nichts. Der Erreger verträgt problemlos Temperaturen unter dem Gefrierpunkt über viele Wochen.

Erste Symptome eines Fuchsbandwurmbefalls stellen sich manchmal erst Jahre nach der Infektion ein. Meist beginnt es mit Schmerzen oder Druckgefühl im Oberbauch. Später kommen Mattigkeit und Gewichtsverlust hinzu. Auch Blutarmut oder Gelbsucht können Krankheitsanzeichen sein. Ohne Behandlung endet die Infektion tödlich.

„Die beste Vorbeugung gegen den Fuchsbandwurm ist das regelmäßige Entwurmen des Haustieres oder aber in Abständen von drei Monaten den Kot seines Lieblings untersuchen zu lassen“, zeigt Frau Dr. Hölscher zwei mögliche Wege zur Prophylaxe auf. Vor allem Tierbesitzer, deren Haustiere regelmäßig Kontakt mit Nagetieren haben oder die sich häufig in Gebieten aufhalten in denen Füchse verkehren, sollten an diese Maßnahmen denken. Somit schützen sie ihr Haustier und in einem Atemzug alle Familienmitglieder, die mit im Haushalt leben, vor den gefährlichen Parasiten.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher
Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

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