Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.
Durch Fadenmäher verletzter Igel. © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
Durch Fadenmäher verletzter Igel. © aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
 

07.03.2016

Gartenmaschinen - Lebensgefahr für Igel

Aufgrund des milden Wetters wurde in diesem Jahr sowohl in Grünanlagen als auch in privaten Gärten sehr zeitig mit den Frühjahrsarbeiten begonnen. Häufig kommen dabei Gartenmaschinen wie Tellersensen, Fadenmäher und Rasentrimmer zum Einsatz.

„Viele Igelstationen und auch das aktion tier-Igelzentrum Niedersachsen haben in den vergangenen Wochen vermehrt Igel aufgenommen, die durch derartige Maschinen schwere Verletzungen davongetragen haben“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Denn diese Elektrogeräte werden häufig benutzt, um hohes Gras unter Hecken und Sträuchern zu kürzen oder herunterhängende Äste in Bodennähe zu beschneiden: Geschützte Stellen, an denen Igel gerne ihre Nester bauen, und in denen sie im Moment noch Winterschlaf halten. Gegen die modernen Gartengeräte haben Igel keine Chance. Und zwar das ganze Jahr hindurch. Denn auch außerhalb der Winterpause verkriechen sich die nachtaktiven Igel tagsüber zum Schlafen gerne in Hecken oder unter Sträuchern.

Daher bittet aktion tier um eine äußerst behutsame Vorgehensweise. Am besten sieht man vor Beginn der Arbeiten erst einmal nach, ob sich unter dichteren Gehölzbeständen ein Igelnest befindet. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung gehören Igel zu den besonders geschützten Tierarten. Es ist unter anderem verboten, Igeln nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Auch die Fortpflanzungs- und Ruhestätten von Igeln dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Findet man ein Igelnest, muss dieser Bereich daher unbedingt von den Arbeiten ausgeschlossen werden. „Wenn es irgend möglich ist sollten zumindest private Gartenbesitzer auf den Einsatz von Maschinen verzichten und besser Hecken mit der klassischen Heckenschere und den Rasen mit dem Handrasenmäher schneiden“, so Diplom-Biologin Ursula Bauer. Das ist zwar mühsam und langsamer, hat aber den Vorteil, dass man schnell reagieren kann, wenn man bei der Arbeit auf ein Nest stößt oder einem Tiere über den Weg laufen.

Wurde trotz aller Vorsicht ein Igelnest versehentlich zerstört, ist es für den Bewohner unbrauchbar geworden. Der Igel wird herumirren und, da er im Moment noch keine Nahrung findet, verhungern. Daher muss man ihn in eine Igelstation bringen, wo er den Rest seiner Winterschlafzeit in Ruhe verbringen kann. „Verletzte Igel gehören umgehend zu einem fachkundigen Tierarzt, in eine auf Wildtiere spezialisierte Tierklinik oder in eine Igelstation“, so Ursula Bauer von aktion tier abschließend.

Weitere Informationen zu unseren heimischen Igeln finden Sie auf der Webseite des aktion tier IGELZENTRUMS unter www.aktiontier-igelzentrum.org.

Weitere Informationen bei:
Diplom Biologin Ursula Bauer
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Telefon: +49 30 30103831
Fax: +49 30 30103834
E-Mail: berlin@aktiontier.org
Url: www.aktiontier.org

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