Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.
Katzen beißen manchmal ohne große Vorwarnung. Dabei meinen sie es gar nicht unbedingt böse: es ist ihre Art zu sagen 'Lass mich in Ruhe!'. Foto: PDPics. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)
Katzen beißen manchmal ohne große Vorwarnung. Dabei meinen sie es gar nicht unbedingt böse: es ist ihre Art zu sagen 'Lass mich in Ruhe!'. Foto: PDPics. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)
 

08.04.2016

Lebensgefahr durch Katzenbiss

Es ist schnell passiert. Einmal den Stubentiger ungeschickt hochgehoben oder länger gestreichelt als ihm lieb war und er langt zu. Katzen beißen manchmal ohne große Vorwarnung und ganz plötzlich. Dabei meinen sie es gar nicht unbedingt böse. Sprechen können sie eben nicht. Deshalb ist das ihre Art zu sagen: „Lass mich in Ruhe!“

Der Biss selber sieht dann oft zunächst ganz harmlos aus. Nach gründlicher Desinfektion sollte man meinen, kann nichts passieren. Weit gefehlt, das dicke Ende – hier im wahrsten Sinne des Wortes – kommt ziemlich schnell. Das Areal um die Bissstelle herum schwillt innerhalb von Stunden an, verfärbt sich rot oder bläulich und beginnt zu pochen.

„Jetzt muss sofort ein Arzt aufgesucht werden“, rät Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., eindringlich. Eine prinzipiell harmlose Bissverletzung kann sich innerhalb von Stunden zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln.

In Tierärztekreisen ist das Phänomen bekannt. Die Katze beherbergt einen besonders unbekömmlichen Bakteriencocktail in ihrer Maulhöhle. Treibt sie beim Beißen ihre langen, spitzen Zähne in menschliche Weichteile, gelangen die Krankheitserreger tief hinein in den humanen Organismus. Dort finden sie optimale Wachstumsbedingen vor. Feucht, warm und sauerstoffarm - ein Schlaraffenland für Bakterien. Die Keime vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit - Alarmstufe rot!

„Die Bissstelle muss chirurgisch eröffnet und das betroffene Köperteil, meist der Arm, mit einem Gips ruhiggestellt werden“, beschreibt Frau Dr. Hölscher die ersten Notfallmaßnahmen. So verhindern die Ärzte, dass sich die Erreger durch die Bewegung weiter im Körper ausbreiten. Durch die Öffnung des Einbisses kann Sekret aus der Wunde abfließen und die Bakteriensuppe staut sich nicht in der Tiefe. Mindestens genauso wichtig ist die Gabe eines Antibiotikums am besten direkt in die Vene. „Wird hier nicht richtig gehandelt, kann dies zum Verlust von Gliedmaßen oder sogar zu Todesfällen führen“, warnt die Veterinärin.

Das Wissen um die Gefährlichkeit von Katzenbissen ist also die halbe Miete. Ganz verhindern können wird man sie wohl nicht.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher
Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt@aktiontier.org

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ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

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