Pressemitteilung aktion tier - menschen für tiere e.V.

31.01.2017

Todesfalle Schwimmbad

Ausstieghilfen wie in diesem Pool können Tierleben retten. Foto: © privat
Ausstieghilfen wie in diesem Pool können Tierleben retten. Foto: © privat
 

Kaum einer besitzt selber eines, aber fast jeder kennt eins in der Umgebung – ein Außenschwimmbad. Diese Pools werden im Winter leider nur allzu häufig zur tödlichen Gefahr für Katzen, Füchse und andere Tiere.

„Damit die im Becken ausgelegte Folie gespannt bleibt, werden diese Schwimmbäder in der kalten Jahreszeit nur bis zu einer Füllhöhe von etwa einem Meter abgelassen“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Fällt hier ein Vierbeiner hinein solange das Wasser noch nicht oder nicht mehr gefroren ist, hat er keine Chance sich hochzuziehen und herauszuhangeln. Der Abstand nach oben bis zum Rand ist zu groß. Stehen kann er aber auch nicht. So schwimmen die armen Tiere bis zur Erschöpfung und ertrinken letzten Endes elendiglich im eiskalten Wasser.

„Diesen Todeskampf möchte man sich als Tierliebhaber lieber nicht vorstellen“, so die Veterinärin. „Schwimmbadbesitzer sollten deshalb unbedingt Ausstiegshilfen für Tiere in ihren Außenschwimmbädern anbringen, auch wenn sie selbst kein Tier halten“, appelliert sie an die Verantwortlichen. „Auch die Pooleigentümer wollen sicher keine verendeten Schmusetiger in ihren Anlagen finden“, glaubt sie.

Als Ausstiegshilfe eignen sich am Beckenrand befestigte lange Bretter, die bis auf den Grund des Schwimmbads reichen. Am unteren Ende müssen sie beschwert werden, damit sie keinen Auftrieb haben und fest verankert am Boden stehen. Zudem sollten diese Latten mit Querstegen und Handtüchern oder anderen Stoffen überzogen werden, damit sich die Tiere beim Hinaufklettern im Stoff festkrallen können und nicht auf der glatten Planke abrutschen. Große Schwimmbäder bestückt man sicherheitshalber mit mehreren Brettern, um den orientierungslos Verunglückten gut erreichbare Ausstiege anzubieten. Umso wichtiger, da die Unfälle meistens nachts im Dunkeln passieren.

„Leider mussten wir dieses Jahr besonders viele Todesfälle zur Kenntnis nehmen“, berichtet Frau Dr. Hölscher unglücklich. Hoffentlich gereicht diese Mitteilung zur Reduzierung der Unfallzahlen. Eine Bauanleitung finden Sie in unserem Downloadbereicht unter "DIY - Do it yourself".

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher
Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt@aktiontier.org

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