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Ausstiegshilfen für Tiere in Friedhofs- Wasserbecken

Tanya Lenn von der aktion tier-Eichhörnchenhilfe legt einen dicken Ast als Ausstiegshilfe in das Wasserbecken. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer

Da im Rahmen der Grabpflege vor allem im Sommer viel gegossen werden muss, gibt es auf jedem Friedhof meist mehrere Wasserentnahmestellen. Alle Anlagen, wo Wasser in Becken steht, sind für Tiere potentiell gefährlich. Beispielweise Steinbecken mit oder ohne Wasserhahn, in denen sich Leitungs- oder Regenwasser sammelt. Sind die Wände hoch und glatt, gibt es kein Entkommen. Durstige Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und Insekten, die hineingefallen sind, kommen nicht mehr heraus und ertrinken. Die Zahl der Opfer kann niemand genau beziffern aber Friedhofsmitarbeiter und Besucher berichten, dass regelmäßig tote Tiere in den Becken im Wasser treiben.

Tanya Lenn von der aktion tier- Eichhörnchenhilfe kümmert ich seit Langem um diese Gefahrenquellen. Heute hat sie eine aktion tier-Mitarbeiterin zum Friedhof Baumschulenweg in Berlin begleitet. Schnell entdeckte Frau Lenn zwei alte Steinbecken, in denen das Wasser stand. In jedes wurde ein mitgebrachter dicker Ast gelegt, an dem die Tiere herausklettern können. Die Rinde der Äste sollte möglichst rau sein, an glatten Oberflächen besteht die Gefahr des Abrutschens. Diese simple Ausstiegshilfe wird in Zukunft vielen Tieren das Leben retten. Um die Friedhofsbewohner über den Zweck der Äste zu informieren, hat Frau Lenn außerdem entsprechende Hinweisschilder angebracht.