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Was du über Ostereier wissen solltest

Es ist ein sonniger Tag und du wachst langsam auf. Aus der Küche duftet es schon nach dem leckeren Frühstück. Deine Vorfreude steigt. Es ist Ostersonntag. Hurra! Heute werden bunte Eier gesucht. Ein großer Spaß für deine ganze Familie.

Für die einen bedeutet das viel Freude, für die anderen leider viel Leid. Warum?

Bunte Eier aus dem Supermarkt stammen nämlich meistens von Hühnern, die ein schlimmes, trauriges Leben hatten. Normalerweise verrät ein Stempel auf dem Ei, wie die Hühner gelebt haben. Bei den gefärbten Eiern sieht man den aber nicht. Die erste Zahl sagt dir, wie es dem Huhn beim Eierlegen geht. Hatten es viel Platz und tolles Essen, oder mussten das Huhn ganz eng im dunklen Käfigen ausharren?

Merke dir die Faustregel

„0, das sollst du tun!“ und „Kein Ei mit der 3, denn das ist Tierquälerei“.

Was steckt hinter der 3?

Eier mit einer 3, kommen von Hühnern aus der Käfighaltung. Sein ganzes Leben lang sitzt das Huhn traurig in einem Käfig, der kleiner als ein DIN A4 Blatt ist. Ein Huhn muss praktisch auf deinem Schulhefter Platz finden. Vor Freude in die Luft Springen, wird es da bestimmt nicht. Kann es leider auch nicht. Das Huhn kann sich weder drehen noch seine Flügel strecken. Du findest das fürchterlich? Wir auch! Diese Käfighaltung ist seit einigen Jahren in der EU verboten.

Nun ist es aber so, dass bei den gefärbten Eiern aus dem Supermarkt die bunte Farbe jeden Stempel überdeckt. Du weißt also nie, ob das Huhn, von dem das Ei kommt, für deinen Osterspaß leiden musste.

Osterspaß und bunte Eier kannst du aber auch ohne Tierleid haben. Wie wäre es, wenn du und deine Familie dieses Jahr einfach selbst eure Eier bunt färbt. Zusammen könnt ihr entscheiden, welche Haltungsform ihr unterstützt. Am besten eignen sich Eier mit dem Stempel 0 oder 1 aus der Bio- oder Freilandhaltung. Das Bemalen und Verzieren ist ein toller Zeitvertreib und steigert die Vorfreude auf das Fest.

Denk dran: Kein Ei mit der 3, denn das ist Tierquälerei. Also selber färben und keinem das Osterfest verderben.

Eier färben ist kinderleicht.

Es gibt zwei Arten Eier zu färben. Im Supermarkt kannst du bereits fertige Farbe für die Eier kaufen oder du machst die Farbe einfach selbst. Wie? Ganz einfach. Schau´ in eure Küche, welche Farben siehst du da? Vielleicht habt ihr grünen Spinat, orangene Karotten oder blaue Heidelbeeren?

Farbideen:

Orange: Karotten, Ringelblumenblüten
Gelb: Zwiebelschalen; Kurkuma
Rot: frische Rote Bete, schwarze Johannisbeeren
Grün: Spinat, Brennnesseln, Petersilie Blau: Blaubeersaft, frisches Rotkraut

Die Farbe ist bereits bei dir zu Hause. Du musst diese Naturfarbe nur noch ins Wasser bekommen. Dazu sollte das Gemüse, die Beeren oder Gewürze vorher zu einem Sud einkocht werden, so als würde man Suppe machen. Ist der Sud kalt, kannst du das Ei eintunken und beobachten. Toll, wie es langsam bunt wird! Jetzt kannst du es natürlich noch weiter bemalen und verzieren. Für eine leuchtende Farbe kannst du das fertige bunte Ei mit Pflanzenöl einschmieren.

Eier färben: Ein toller Spaß für die ganze Familie, der deine Vorfreude auf Ostern und die Eiersuche gewiss steigert.

Eins noch. Nicht vergessen das Ei vor dem Färben zu kochen, sonst gibt’s eine nasse Überraschung beim Finden.

Für alle die keine Eier essen: Ihr könnt auch Keramik-Eier färben oder wie wäre es mit geschälten Kartoffeln, die farbenfroh im Osternest landen? Das wäre doch mal witzig!