aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2021-05-16T12:59:08+02:00 https://www.aktiontier.org/news-2776.atom Privatzoo in Nauen war auch für Besucher gefährlich 2021-05-12T09:23:52+02:00 2021-05-12T10:15:46+02:00 Das Gelände des ehemaligen Privatzoos in Nauen ist auf Jahre verseucht. Im Boden befinden sich Keime, die für Menschen gefährlich sind. „Die etwa 60 Zootiere wurden unzureichend ernährt und lebten unter katastrophalen hygienischen Bedingungen“, sagt Ursula Bauer von aktion tier in Berlin. Eine Gesundheitskontrolle fand, wenn überhaupt, nur unzureichend statt, so dass sich diverse Krankheitserreger ungehindert ausbreiten konnten.

Nachdem aktion tier die Missstände im vergangenen Jahr aufgedeckt hatte, wurden zwei Waschbären und ein Pärchen Grüne Meerkatzen im Rahmen der behördlichen Auflösung des Zoos am 15. Januar 2021 der aktion tier-Wildtierstation in Sachsenhagen übergeben. „Hier zeigte sich, dass die Tiere nicht nur abgemagert und in einem schlechten Pflegezustand waren, sondern außerdem eine Reihe Erreger in sich trugen, die beim Menschen Krankheiten hervorrufen können“, sagt Dr. Florian Brandes, Tierarzt und Leiter der Station. Mit diesen humanpathogenen Keimen hätte sich im Prinzip jeder Besucher infizieren können, zumal ein unmittelbarer Kontakt zu den Tieren möglich war.

Bei den Waschbären wurde der Waschbär-Spulwurm (Baylisascaris procyonis) diagnostiziert. Wenn Menschen die Eier dieses Spulwurms aufnehmen, schlüpfen die Larven im Darm, wandern durch den Körper und können schwere Schädigungen von Nervensystem, Augen und Gehirn verursachen.

„Auch die beiden Affen litten an zwei auf den Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten, dem Bakterium Campylobacter und dem parasitären Peitschenwurm Trichuris trichiura“, berichtet Dr. Florian Brandes. Während der Peitschenwurm bei Menschen schwere abdominale Beschwerden auslösen kann, verursacht das Bakterium Campylobacter die häufigste von Tier zu Mensch und umgekehrt übertragbare Infektionskrankheit. Sie führt unter anderem zu Kopfschmerzen, Mattigkeit, Durchfall und Bauchschmerzen und kann zu Folgeerkrankungen wie Gelenkentzündungen führen.

Das zuständige Veterinäramt wurde darüber informiert, dass das ehemalige Zoogelände über einen langen Zeitraum für Tiere und Menschen ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellt. Wir hoffen, dass entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden, damit eine neuerliche Tierhaltung ausgeschlossen und auch der Zugang zu dem Areal nicht mehr möglich ist.

Zur Information empfehlen wir unser Themenvideo.

Mehr zu diesem Tierschutzfall erfahren Sie auf unserer Homepage.

Weitere Informationen bei:
Dr. Florian Brandes, aktion tier- Wildtierstation Sachsenhagen
Email: info@wildtierstation.de

https://www.aktiontier.org/news-2773.atom Wie findet man den richtigen Tierarzt/ Tierärztin? 2021-05-11T13:15:00+02:00 2021-05-11T17:42:39+02:00 Es ist so ähnlich wie beim Friseur oder Zahnarzt. Die Chemie muss stimmen. Zu seinem Tierarzt müssen und möchten Tierbesitzer Vertrauen haben. Sie wollen ihren Liebling einfühlsam behandelt wissen, in Coronazeiten, in denen Halter meist nicht mit in den Behandlungsraum dürfen, gleich doppelt und dreifach.

Kompetent soll er sein, der Veterinär, und soll sich Zeit nehmen. Darüber hinaus erwarten mündige Tierbesitzer, dass die Diagnose und die daran anschließenden Behandlung verständlich erklärt wird. Doch wie findet man eine Tierarztpraxis, die all diese Erwartungen erfüllt?

„Tierbesitzer, die noch nicht den Tierarzt ihres Vertrauens gefunden haben, hören sich am besten zunächst bei anderen Tierhaltern um, wer vor Ort einen guten Ruf hat oder sehen sich Bewertungsportale im Internet an“, empfiehlt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., Tierbesitzern, die auf der Suche nach dem Tierarzt ihres Vertrauens sind.

„Im nächsten Schritt würde ich einfach mal einen Termin zur allgemeinen Untersuchung empfehlen“, rät die Tierärztin. So kann sich der Tierbesitzer in Ruhe ein Bild von der Praxis und dem Ablauf in derselben machen, ohne dass eine stressige Krankheits- oder Notsituation vorliegt. Er kann prüfen, ob der Umgang mit seinem Schatz in Ruhe und liebevoll erfolgt und ob die Beratung seinen Vorstellungen entspricht. Der Tierarzt bekommt einen ersten Eindruck vom Tier und hat den Vierbeiner bereits im gesunden Zustand kennengelernt. „So kann der Arzt später auch besser unterscheiden, wie stark der Zustand vom normalen Gehabe des Hundes abweicht, wenn der Tierhalter dann später im Krankheitsfall vorstellig wird“, weist Frau Dr. Hölscher auf einen weiteren Pluspunkt des Termins ohne wirklichen Anlass hin.

Die Kosten für eine derartige Untersuchung ohne weitere Behandlungen liegen unter 50 € und geben neben der Information über den aktuellen Gesundheitszustand des Tieres darüber hinaus ein gutes Gefühl, für den Notfall den richtigen Tierarzt gefunden zu haben.

https://www.aktiontier.org/news-2774.atom "Ausgangssperre" für Hühner weitgehend aufgehoben 2021-05-03T12:44:12+02:00 2021-05-03T12:53:53+02:00 Wenigstens das Federvieh darf aufatmen. Auch für Huhn, Pute und Co. waren die letzten Monate kein Zuckerschlecken. Sie durften ihre Stallungen nicht verlassen, denn auch ihr Bestand war von einer Seuche bedroht. Es handelt sich um die Vogelgrippe, auch bekannt als Geflügelpest.

„Diese Krankheit ist aus zwei Gründen sehr ernst zu nehmen“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Zum einen kann sie für die Vögel tödlich enden, zum anderen birgt sie die Gefahr, dass einzelne Virusvarianten auf den Menschen übertragen werden,“ führt sie aus. Die Verbreitung der Viren erfolgt durch Wildvögel, die über die Hühnerhaltungen fliegen und hier Kot absetzen. Durch diese Ausscheidungen kann sich das in menschlicher Obhut gehaltene Geflügel infizieren. Dadurch, dass die Tiere nicht mehr ins Freie durften, sollte die Ausbreitung verhindert werden. Sowohl kommerzielle als auch private Geflügelhalten mussten in den letzten Monaten ihre Tiere deshalb ausschließlich in Ställen halten – alles andere als ein Spaß für Tier und Halter.

„Erfreulicherweise sind die Fallzahlen in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen“, äußert sich die Tierärztin erleichtert. Aus diesem Grund wurde jetzt in den meisten Regionen Deutschlands die Aufstallungspflicht zurückgenommen, und die Hühner dürfen endlich wieder nach draußen. Ob der eigene Landkreis bereits von der Befreiung betroffen ist, finden Geflügelhalter auf den jeweiligen Internetseiten ihrer Region.

https://www.aktiontier.org/news-2772.atom Vorsicht beim Frühjahrsputz, dem Igel zuliebe! 2021-04-21T12:54:00+02:00 2021-04-21T12:54:44+02:00 Derzeit wachen die ersten Igel in Deutschland aus ihrem Winterschlaf auf. „Wann die Igel genau aus ihrem Winterschlafquartier kommen, hängt von der Außentemperatur ab!“, erklärt Karolin Schütte, Tierärztin im aktion tier Igelzentrum Niedersachsen. Bei länger andauernden Außentemperaturen von um die 10°C werden die Igel langsam wieder munter.

„Das Aufwachen aus dem Winterschlaf kostet viel Energie!“, erklärt die Igelexpertin. Es wäre daher fatal, wenn man durch übereifrige Gartenarbeit die Igel vorzeitig aus dem Winterschlaf weckt oder ihnen sogar das Winterschlafnest zerstört. Deswegen bitten aktion tier e.V. und sein Igelzentrum in Niedersachsen dringend darum, von Gartenarbeiten wie beispielsweise dem Laubharken abzusehen, bis der Frühling wirklich Einzug gehalten hat und alle Igel wieder munter sind. Zudem gehört der Igel zu den besonders geschützten Arten, und es ist nach §44 des Bundesnaturschutzgesetzes verboten, ihre Ruhestätten zu zerstören.

Bereits Anfang dieses Jahres wurden einige geschwächte und abgemagerte Tiere in das aktion tier Igelzentrum Niedersachsen gebracht. Vermutlich haben die Tiere durch die schwankenden Temperaturen den Winterschlaf schlechter überstanden. Denn Igel werden bei größeren Temperaturdifferenzen häufiger wach und verlieren durch den kräftezehrenden Aufwachprozess zusätzlich an Gewicht.

"Durch den Winterschlaf sind die Fettreserven der Igel ziemlich aufgebraucht!", berichtet Karolin Schütte. "Die Igel haben dann bis zu 30% des Herbst-Körpergewichtes verloren.“ Für eine kurze Zeit kann man diese geschwächten Tiere im Frühjahr mit einer kleinen Futterstelle (Mischung aus Igeltrockenfutter und hochwertigem Katzenfutter) sowie einer Wasserschale unterstützen.

„Die wenigsten Igel brauchen menschliche Hilfe. Wenn Sie aber einen krank aussehenden oder verletzten Igel antreffen, braucht dieser wahrscheinlich Unterstützung!“, ergänzt die Tierärztin. In einem solchen Notfall wenden Sie sich bitte an Igelexperten wie die des aktion tier Igelzentrums Niedersachsen.

https://www.aktiontier.org/news-2026.atom Pollenflug macht vielen Hunden schwer zu schaffen 2021-04-19T11:36:00+02:00 2021-04-19T11:39:22+02:00 Allergiker können ein Lied davon singen. Kaum blühen die ersten Sträucher, schwellen die Lider zu, die Nase läuft. Vor lauter Juckreiz würden sie sich am liebsten die Augen auskratzen. Was nicht alle wissen, auch vielen Tieren geht es nicht besser.

„Etwa jeder zehnte Hund reagiert allergisch auf Pollenflug“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V. Dabei ist die Bandbreite des Ausmaßes der Symptomatik groß. Der eine hat nur leicht gerötete Bindehäute, der andere zeigt schlimmen Augen- und Nasenausfluss und leidet dabei unter starkem Juckreiz. „Tritt die Symptomatik moderat auf, bedarf es keiner Therapie“, so die Tierärztin. „Tiere, die hingegen stark betroffen sind, brauchen Hilfe! Sie durchlaufen nämlich ähnliche Höllenqualen wie zweibeinige Allergiker“, führt sie aus.

Einiges kann der Besitzer dabei selber ausrichten. „Erleichterung bringt immer, die Menge des allergieauslösenden Stoffes zu reduzieren“, erklärt Frau Dr. Hölscher. Deshalb soll der Tierbesitzer die Augenpartie mit einem sauberen, feuchten Waschlappen und klarem Wasser reinigen. Kamillentee oder Ähnliches ist in diesem Zusammenhang nicht empfehlenswert, da dieser zwar desinfizierende Wirkung hat, aber die Schleimhäute zusätzlich reizt.

Hunde mit langem Fell dürfen am ganzen Körper abgewaschen werden, um die in den Haaren festhängenden Pollen heraus zu spülen. Natürlich nur, sofern die Umgebungstemperatur eine Ganzkörperwaschung zulässt. Unterbleibt das Ausspülen, werden die Allergene im Fell mit in Wohnung und Körbchen getragen und das Tier leidet nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb der vier Wände. Zudem können für den Waschgang spezielle Tiershampoos für Allergiker zum Einsatz kommen, um den Effekt auszuweiten. Das Scheren des Hundes kann die Maßnahmen ergänzen.

„In extrem heftigen Fällen hilft aber leider nur der Gang zum Tierarzt“, so die Veterinärin. Der kann Augensalben, Tabletten oder auch Spritzen verabreichen, die die Symptomatik lindern bzw. ausmerzen. Auf diese Weise kann dann auch der allergische Vierbeiner den Frühling unbeschwert genießen.

https://www.aktiontier.org/news-1634.atom Bärlauch giftig für Hunde und Pferde 2021-04-07T09:10:00+02:00 2021-04-07T16:23:18+02:00 Der Frühling naht, überall blüht es. Ab und an zieht ein betörender Duft durch die Wälder. Leicht knoblauchartig, aber bei Weitem nicht so penetrant. Kenner wissen, es handelt sich um Bärlauch. Herrlich zu verarbeiten in Suppen und vielen anderen Gerichten. Lecker und gesund, doch leider gilt das nicht für jeden.

"Bärlauch ist für Hunde und Pferde giftig“, warnt Tierärztin Frau Dr. Tina Hölscher von aktion tier e.V. „Es zerstört die roten Blutkörperchen und führt damit zu Blutarmut“, erklärt sie die Wirkung des Giftstoffes Methylcystein-Sulfoxid im Bärlauch.

Erste Symptome einer derartigen Vergiftung sind Schleimhautreizungen, die jedoch beim Tier kaum zu diagnostizieren sind, da es seine Beschwerden leider nicht mitteilen kann. Meist bemerkt der Besitzer erst, wenn Durchfall und Erbrechen hinzukommen, dass mit seinem Liebling etwas nicht stimmt. Ein echtes Gegengift gibt es nicht. Der behandelnde Tierarzt kann versuchen, den Kreislauf des Tieres mit Infusionen zu stabilisieren. Im schlimmsten Fall wird eine Bluttransfusion erforderlich, die die kaputten roten Blutkörperchen ersetzt.

Schwer zu beantworten ist auch die Frage, wie viel Bärlauch für den Hund oder das Pferd tödlich ist. Die sogenannte letale Dosis ist immer vom Gewicht des Tieres und der im Bärlauch enthaltenen Giftstoffmenge abhängig. Beides variiert stark.

„Daher sind Hunde- und Pferdebesitzer gut beraten, ihrem Tier am besten einfach gar keinen Bärlauch zu füttern, dann sind sie auf der sicheren Seite“, rät die Veterinärin. „Auch auf Koppeln muss der Bärlauch samt Knolle aus der Erde entfernt werden“, empfiehlt sie darüber hinaus.

Ebenfalls giftig für Hund und Pferd sind im Übrigen auch alle mit dem Bärlauch verwandten Pflanzenarten. Hierzu gehören Knoblauch, Zwiebeln und sogar Schnittlauch!

https://www.aktiontier.org/news-2769.atom Bitte Plastiknetze von Meisenknödeln einsammeln! 2021-03-31T10:44:00+02:00 2021-03-31T15:02:30+02:00 Während der Kälteperioden im vergangenen Winter wollten viele Menschen den Wildvögeln draußen mit Futter helfen. „Anstatt lose Meisenknödel umwelt- und tierfreundlich zum Beispiel mit einer Hanfschnur zu befestigen, wurden leider wieder massenweise Plastiknetze mit Vogelfutter in Parks und Grünanlagen, aber auch in der freien Natur in Bäume und Sträucher gehängt“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin.

Nun baumeln überall in der Stadt die leeren Säckchen im Wind oder liegen, halb zerrissen, am Boden. Das ist schlecht für die Umwelt und lebensgefährlich für Tiere, die sich darin verfangen können. Abgeschnürte Gliedmaßen durch herumliegende Fäden und Netze kommen vor allem bei Tauben oft vor, die gerne am Boden nach Futter suchen. Das ist für die Vögel äußerst schmerzhaft und führt meist zum Verlust von Zehen und Füßen oder sogar zum Tod.

Außerdem bauen unsere Wildvögel im Moment ihre Nester und sammeln dafür alles ein, was irgendwie "fäderig" ist. Auch Teile der Plastiknetze werden verbaut. Die Küken können sich dann darin verfangen und strangulieren.

aktion tier- Mitarbeiter haben bei einem nur 10-minütigen Test am Westhafenkanal in Berlin insgesamt 11 dieser Netze gefunden und entsorgt. „Es wäre schön, wenn die Berlinerinnen und Berliner mithelfen und beim Spazierengehen nicht nur diese bunten Todbringer, sondern auch anderen gefährlichen Abfall einsammeln würden“, bittet Biologin Ursula Bauer. Wenn jeder mithilft, ist Berlin schnell wieder sauberer und weniger gefährlich für Tiere.

https://www.aktiontier.org/news-2766.atom Die Kottransplantation: ungewöhnlich, aber einfach und effektiv 2021-03-29T09:46:00+02:00 2021-03-29T14:51:27+02:00 Viele Tierhalter können ein Lied davon singen: Immer wieder hat der Hund aufs Neue Durchfall. Was wurde nicht schon alles untersucht, was hat man nicht schon für ein Geld ausgegeben. Und was ist das Resultat? Ein aufs andere Mal kuhfladenartige Kothaufen, das Einsammeln derselben zum Sauberhalten der Grünflächen erweist sich als nahezu unmöglich. Es ist zum Haare raufen.

„Jetzt gibt es Licht am Horizont für chronische Durchfallpatienten“, freut sich Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Brandaktuelle Studien belegen, dass besonders Patienten mit regelmäßig wiederkehrenden Darmproblemen auf simple Weise geholfen werden kann. „Im Idealfall wird im ersten Schritt ein sogenannter Dysbiose-Index ermittelt. Er liefert eine Aussage über die Zusammensetzung der vorhandenen physiologischen Darmkeime. Dazu benötigt der Tierarzt schlicht eine einzelne Kotprobe, die gefroren in ein spezielles Labor geschickt wird“, erläutert die Tierärztin die Vorgehensweise.

Erfolgt von dort die Bestätigung einer Verschiebung der Flora, steht die Transplantation an. Hierfür bedarf es weder einer Narkose noch einer Sedation. Der Tierarzt und seine Helfer brauchen lediglich eine große Spritze und einen dazu passenden Schlauch, mehr nicht. Der Kot eines gesunden Spendertieres wird mit etwas Flüssigkeit aufbereitet und mittels des Schlauches in den Enddarm des Darmpatienten eingefüllt. „Das war´s dann auch schon“, betont die Tierärztin die Einfachheit der Methode. "Die gesunden Darmbakterien des Spender-Tieres breiten sich im Darm des kranken Tieres aus. So kann die Darmflora schon in kurzer Zeit wieder aufgebaut werden."

Tierhalter, die Sorgenkinder mit dieser Problematik ihr Eigen nennen, können sich an ihre Tierärzte wenden und sich nach einer Kottransplantation erkundigen. Weitere Informationen erhalten Sie darüber hinaus auch unter: www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen/innere_medizin/leistungen/gastroenterologie/gastrospezialsprechstunde/index.html

https://www.aktiontier.org/news-2765.atom Eichhörnchennester auf Balkonen 2021-03-11T14:12:49+01:00 2021-03-11T14:36:16+01:00 Normalerweise bauen Eichhörnchen ihre Nester, die sogenannten Kobel, ziemlich weit oben in die Astgabeln von Bäumen. In unseren Städten gibt es jedoch immer weniger geeignete Gehölze. Viele fallen Bauprojekten zum Opfer, da vor allem Wohnraum knapp ist.

„Hinzu kommen die negativen Auswirkungen der zunehmend extremen Witterung mit Hitze, Trockenheit und teils starkem Frost“, sagt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Weniger Stadtbäume sind nicht nur schlecht für das Klima und die Luftqualität, sondern stellen auch tierische Baumbewohner wie Eichhörnchen vor Probleme.

Notgedrungen nutzen diese zunehmend höher gelegene Balkone als Neststandort. „Die geschickten Nagetiere können an Hauswänden rauf- und runterklettern, sodass ein Kobel im Blumenkasten oder zwischen dem Kissenstapel im Grunde eine gute Lösung sein könnte“, findet Tanya Lenn von der aktion tier-Eichhörnchen-Hilfe. Wenn da nicht die Menschen wären. Manche haben Angst, wenn ihnen ein Wildtier zu nahe kommt, andere möchten ihren Balkon einfach für sich allein haben.

Stammt das Nest von einem trächtigen Muttertier oder befinden sich sogar schon Junge darin, dann zieht die ganze Familie nach ungefähr sechs Wochen aus. Während dieser Zeit sollte es auf dem Balkon möglichst ruhig zugehen. Wird der Kobel dann ganz sicher nicht mehr genutzt, kann er entfernt und der Balkonkasten hergerichtet werden. „Im Gegensatz zu früher, wo weibliche Eichhörnchen pro Jahr 2 Würfe zwischen Februar und Ende Juli hatten, sind heutzutage Geburten zwischen Anfang Januar bis Anfang September möglich“, sagt Eichhörnchenexpertin Tanya Lenn.

Handelt es sich um ein normales Schlaf- und Ruhenest, könnte sich, je nach Toleranzgrenze auf beiden Seiten, ein längeres Miteinander anbahnen. Obwohl Eichhörnchen als sogenannte Kulturfolger gerne in der Nähe des Menschen leben, kann es sie dennoch stören, wenn die menschlichen Mieter nach dem Winter wieder gerne und oft ihren Balkon nutzen. Empfindliche Tiere werden dann früher oder später einfach wegbleiben.

„Das Zusammenleben klappt am besten, wenn der Mensch sein Balkonhörnchen als großes Glück betrachtet und bereit ist, Rücksicht zu nehmen“, rät Dipl.-Biologin Ursula Bauer. Ist das Tier zum Beispiel auf Nahrungssuche, kann man nach Herzenslust werkeln und lärmen. Hält es sich dagegen im Kobel auf, sollte es ungestört schlafen können. Belohnt wird man auf jeden Fall mit der einmaligen Gelegenheit, ein unglaublich niedliches Wildtier hautnah zu erleben. Ohne Eintritt und ganz ohne Gitterstäbe.

https://www.aktiontier.org/news-2759.atom Welpen-Sozialisierung trotz geschlossener Hundeschulen! 2021-03-04T12:58:00+01:00 2021-03-04T14:37:36+01:00 Die Pandemie zeigt erstaunliche Auswüchse, zum Beispiel eine regelrechte Flut junger Hunde. Bei den Züchtern heißt es oft: „ausverkauft“. Doch woran bei der Anschaffung aktuell kaum einer denkt: Der Welpe ist auf einmal da, aber viele Hundeschulen sind geschlossen.

Ausgerechnet jetzt stehen viele Neuhundebesitzer vor dem Dilemma, ihren Liebling gut erziehen zu wollen, doch die richtige Anleitung fehlt. Dies ist umso dramatischer, als hier vor allem die ersten Lebenswochen des Hundes entscheidend für sein ganzes weiteres Hundeleben sind.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“, fasst Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Problematik zusammen. „Die ersten Lebensmonate bezeichnet man als Prägungs- und Sozialisierungsphase beim Hund. In dieser soll das Tier alles Wesentliche lernen, was es später können soll, das lässt sich kaum mehr in Gänze nachholen!“, erklärt sie die Wichtigkeit dieser Zeitspanne. Wird jetzt wegen des Lockdowns die Sozialisierung der Vierbeiner übergangen, könnte dies in Zukunft fatale Folgen haben. Werden hier Fehler gemacht, wird das tierische Familienmitglied möglicherweise schnell zur Last. Im schlechtesten Fall endet es im Tierheim.

„Vor allem frischgebackene Tierbesitzer sollten sich unbedingt Unterstützung holen, denn vieles macht man intuitiv einfach falsch“, rät die Veterinärin eindringlich. „Entweder sollten sie Einzelstunden bei einem Trainer buchen oder aber sich an erfahrene Hundebesitzer wenden, um sich Tipps geben zu lassen“, so ihre Empfehlung. Im Hier und Jetzt Zeit und Geld zu investieren ist deutlich effektiver, als im Nachgang zu versuchen, die Fehler auszumerzen.

https://www.aktiontier.org/news-2760.atom Gefundenen Eichhörnchenbabys sinnvoll helfen 2021-03-01T11:25:00+01:00 2021-03-04T14:03:54+01:00 Im Moment stehen in den übervollen Eichhörnchen-Stationen mal wieder die Telefone nicht still. Sehr oft werden hilflose Jungtiere gemeldet, die in Gärten oder beim Spazierengehen gefunden wurden. Der Grund sind meistens zerstörte Nester.

„Daher sollte man beim Arbeiten auf dem Balkon und im Garten sowie bei Baumfällarbeiten immer auf die sogenannten Kobel achten und diese beschützten“, sagt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Behausungen von Eichhörnchen können aber auch durch Stürme oder Vögel wie Krähen beschädigt werden.

Wer ein hilfsbedürftiges, aber augenscheinlich unverletztes Eichhörnchenjunges findet, sollte möglichst direkt am Fundort und günstigerweise am Stammfuß eines Baumes ein rundes Ersatznest aus einem Stück Stoff formen. Eine mit nicht zu heißem Wasser gefüllte Wärmflasche sorgt bei kühler Witterung für die lebensnotwendige Wärme. „Jetzt heißt es warten, denn sehr oft sucht die Eichhörnchenmutter ihren Nachwuchs und nimmt ihn mit in einen anderen Kobel“, weiß Dipl. Biologin Ursula Bauer. Hörnchen legen immer mehrere Nester gleichzeitig an und sind daher nicht obdachlos, wenn eine der Behausungen wegfällt. Wird das Junge nicht weggeholt, muss man sich um die Erstversorgung kümmern. Das gleiche gilt für verletzte Tiere. Nur sehr junge, nackte Hörnchenbabys mit geschlossenen Augen und Ohren sollte man schnell in Expertenhände geben. Keine Sorge: Man kann die Tiere problemlos anfassen. Eichhörnchen haben weder Tollwut noch auf den Menschen übertragbare Krankheiten!

Die Erste-Hilfe für behaarte Jungtiere ist gar nicht so schwer und auch von Laien gut zu schaffen. Zu Hause wird der Pflegling in einer verschließbaren Box (oder einem Karton) in weiche Hand- oder Vliestücher eingepackt und zugedeckt. Auch hier ist eine Wärmflasche ganz unten in der Box sehr wichtig. Mit einer dünnen Spritze ohne Nadel kann man dem Tier dann tröpfchenweise eine Mischung aus Fencheltee, Traubenzucker (oder Honig) und einer Prise Salz verabreichen. Nachdem es durch „Kitzeln“ mit einem Taschentuch zum Urinieren gebracht wurde, möchte es wieder schlafen. Die ganze Prozedur kann man sich in einem anschaulichen Video auf der Homepage der aktion tier Eichhörnchenhilfe Berlin/Brandenburg unter http://www.eichhoernchenhilfe-berlin.de/notfall ansehen.

Ist die Erstversorgung erledigt, sollte Kontakt zu einem Eichhörnchenverein aufgenommen werden, um zu besprechen, ob man das Tier unter Anleitung eine Zeit lang pflegt oder ob besser nach einer Abgabemöglichkeit gesucht wird. Die Eichhörnchen-Auffangstationen in Deutschland sind häufig überfüllt, und deren meist ehrenamtliche Helfer arbeiten oft am Limit. Daher darf man nicht erwarten, dass jemand das entdeckte Hörnchenbaby sofort abholt.

„Es wäre schön, wenn jeder, der ein hilfsbedürftiges Eichhörnchen findet, bereit ist, sich an dessen Rettung und Pflege aktiv zu beteiligen“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin und ergänzt: „Das Tier nur telefonisch einem Verein zu melden und alles Weitere anderen zu überlassen, ist keine Hilfe“.

Informationen bekommt man auf zahlreichen Eichhörnchenseiten im Internet. Die Vereine bieten auch telefonische Beratung und Unterstützung beim Großziehen eines Jungtieres an. Unter https://www.eichhörnchen-in-not.de gibt es hilfreiche Kontaktdaten von Auffangstationen im gesamten Bundesgebiet.

https://www.aktiontier.org/news-2755.atom Tierarztbesuch ohne Stress für Tier und Besitzer 2021-02-22T13:50:00+01:00 2021-02-22T14:05:58+01:00 Die Wochen der häuslichen Quarantäne zeigen erstaunliche Nebeneffekte. Viele Menschen haben sich in den letzten Monaten entschlossen, ein Haustier anzuschaffen. Unweigerlich steht dann auch in Kürze der erste Tierarztbesuch an.

Der ist für alle Beteiligten mit Aufregung verbunden. Doch wohl geplant und unter Beherzigung einiger Kniffe und Tricks geht die Geschichte entspannt und ohne Traumata über die Bühne. Im besten Fall endet es damit, dass das Tier im Anschluss gerne zum Tierarzt geht.

Zunächst gilt es, dem Schützling während des Besuches insgesamt kommode Verhältnisse zu schaffen. Das beinhaltet, dass dem Vierbeiner vorher Gelegenheit gegeben wird, Kot und Urin abzusetzen. Hunde sollten durch einen vorangegangenen Spaziergang ausreichend ausgelastet sein. Tiere, die Probleme haben, Auto zu fahren, werden im Vorfeld nur mäßig gefüttert, um Erbrechen und Übelkeit auf der Fahrt zu vermeiden. Katzen können in den Tagen vor dem Tierarzttermin in der im Wohnbereich aufgestellten Transportbox gefüttert werden. Somit ist das Transportmittel für den Schmusetiger positiv besetzt und kein furchteinflößender Gegenstand mehr. Schon in den Wochen vor dem Besuch kann der Besitzer das Öffnen des Mauls oder das Anheben der Ohrmuschel üben, so dass diese Handgriffe keine Ängste beim Tier auslösen, sondern ihm bereits bekannt sind.

Am Tag X ist es ratsam, ausreichend Zeit einzuplanen. Sowohl die Anfahrt als auch das Parken und der Gang in die Praxisräume sollen ruhig und ohne Hektik von statten gehen. Wenn möglich, stellt man den Vierbeiner beim ersten Termin lediglich zu einer Untersuchung vor. Auf diese Weise verbindet das Tier den Tierarzt, die Helfer und die Räumlichkeiten nicht sofort mit den Unannehmlichkeiten einer Spritze oder Ähnlichem. Im besten Fall kann mit dem Tierarzt ein Termin ohne langen Aufenthalt im Wartebereich mit anderen Tieren vereinbart werden. Das minimiert den Stress zusätzlich. Die erste Untersuchung sollte spielerisch und ohne drastische Zwangsmaßnahmen erfolgen, begleitet von Streicheleinheiten und der Gabe von Belohnungen in Form von Leckerli.

„Hinterlässt dieser erste Tierarztbesuch beim Tier einen positiven Eindruck, wird es auch in Zukunft bereitwillig zum Tierarzt gehen“, betont Frau Dr. Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Wichtigkeit dieser Vorgehensweise. „Bei einem kooperativen Tier eröffnen sich dem behandelnden Tierarzt ganz andere Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie, als bei einem Tier, das sich widersetzt, sehr ängstlich oder gar aggressiv ist“, erklärt sie die positive Konsequenz einer geglückten Erstvorstellung.

Die Devise heißt also: Ein gut geplanter erster Tierarztbesuch kann tatsächlich ein elementarer Baustein eines gesunden Tierlebens sein.

https://www.aktiontier.org/news-2758.atom Meisenknödel ohne Plastiknetze verwenden! 2021-02-15T14:01:40+01:00 2021-02-15T16:27:11+01:00 Wenn es knackig kalt ist, sorgen sich viele Menschen um das Wohlergehen der Wildvögel, die draußen im eisigen Wind nach Nahrung suchen müssen. Die sogenannten Meisenknödel anzubieten, ist da eine gute Idee. Denn das meist mit Kernen und Getreideflocken vermischte Rinder-, Schweine- oder Kokosfett liefert Energie, die unsere gefiederten Freunde jetzt verstärkt brauchen, um ihre Körper warm zu halten.

Leider findet man im Handel vorrangig Futterkugeln oder auch Erdnüsse in grünen oder gelben Plastiknetzen und so werden sie dann auch im Garten, in Parks, auf Friedhöfen und im Wald aufgehängt. Diese Netze haben viele Nachteile. „Vögel können sich beim Fressen mit ihren Krallen verfangen und im schlimmsten Fall sterben“, warnt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin.

Außerdem verwittern und verrotten die leeren Kunststoffnetze nicht, die später überall herumhängen. Sie vermüllen die Natur und verwandeln sich allmählich in Mikroplastik, welches inzwischen überall und sogar in unseren Körpern nachgewiesen wurde. Außerdem stellen am Boden liegende Netze eine große Gefahr vor allem für kleine Wildtiere wie Mäuse dar, welche sich darin verwickeln können. Des Weiteren führen um Beine und Füße gewundene Plastikfäden bei Vögeln zu schmerzhaften Abschnürungen. Derart behinderte Tiere haben kaum Überlebenschancen, da sie bei der Futtersuche extrem benachteiligt sind. Auch Küken können Probleme bekommen, wenn die Vogeleltern die Plastiknetze oder Teile davon beim Nestbau verwendet haben.

Plastikmüll sollte vermieden werden – auch beim Vogelfutter. Zumal das Futter in den Netzen meistens auch noch in Folie und Styropor verpackt ist. Es gibt zahlreiche, umweltfreundliche Alternativen, ganz ohne Abfall. Man kann lose Futterkugeln auf einen Tisch, ein Brett oder einen Baumstumpf legen, an einer Hanfschnur aufhängen oder in ein spezielles Haltersystem geben. „Wie bei der eigenen Nahrung sollte man auch beim Vogelfutter immer auf Qualität achten“, rät Diplom-Biologin Ursula Bauer. Alte, ranzige Nüsse oder verschimmeltes Futter können tödliche Folgen haben. Empfehlenswert sind vor allem Knödel aus hochwertigem Fett, die nicht nur Kerne und Samen, sondern auch getrocknete Früchte und Insekten enthalten.

„Wenn Sie das nächste Mal nach draußen gehen und leere Plastiksäckchen in Sträuchern hängen sehen, dann nehmen Sie diese bitte mit und entsorgen sie in der gelben Tonne oder im gelben Sack“, sagt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Damit kann man einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und Tierleid verhindern.

https://www.aktiontier.org/news-2754.atom Helfen Sie unseren Gartenvögeln jetzt mit Nistkästen 2021-02-11T13:27:30+01:00 2021-02-11T14:17:59+01:00 Unsere gefiederten Nachbarn gehen sehr früh im Jahr auf die Suche nach geeigneten Nistmöglichkeiten. Obwohl man im Grunde das ganze Jahr über Nistkästen aufhängen kann, bietet sich das zeitige Frühjahr besonders an, um die Tiere beim Brutgeschäft zu unterstützen.

„Vor allem die in Höhlen nistenden Vogelarten wie Blau- und Kohlmeise, Star, Kleiber und Gartenrotschwanz finden kaum noch geeignete Plätze zum Nisten“, sagt Ursula Bauer von aktion tier und ergänzt: „Alte und morsche Bäume mit natürlich entstandenen oder von Spechten gemeißelten Hohlräumen sind kaum verfügbar, da sie in der Regel schnell gefällt werden“.

Die unterschiedlichen Vogelarten bevorzugen meist auch unterschiedliche Typen von Nistkästen. Daher sollte man genau beobachten, welche Vögel in der Umgebung leben und dann erst das Passende besorgen. Oft muss auch der Durchmesser des Einfluglochs zur Körpergröße passen. Nistkästen mit sehr kleinem Einflugloch zwischen 25 und 28 mm werden beispielsweise von kleinen Meisenarten wie Blau-, Hauben- und Tannenmeise bevorzugt. Kleiber, Kohlmeise und Spatz suchen dagegen Nistkästen mit größeren Eingängen zwischen 32 und 35 mm Durchmesser aus. Es gibt auch Vogelarten wie beispielsweise Hausrotschwanz, Bachstelze, Zaunkönig und Amsel, die mit höhlenartig geschlossenen Nisthilfen nicht viel anfangen können und nur sogenannte Halbhöhlen mit großem, offenem Eingangsbereich beziehen.

„Ein Nistkasten sollte immer geöffnet werden können, denn aus hygienischen Gründen muss im September das alte Nest entfernt und das Innere gründlich gereinigt werden“, sagt Dipl. Biologin Ursula Bauer. Die sauberen, wieder aufgehängten Kästen dienen anschließend Vögeln und kleinen Säugetieren als Übernachtungsmöglichkeit oder Winterquartier. Kleine Stahlblenden um das Eingangsloch schützen zum Beispiel vor Spechten und Eichhörnchen, die Vogelküken gelegentlich auf ihrem Speiseplan haben.

Die Zahl der Nistkästen sollte dem vorhandenen Raum und dessen Ausstattung entsprechen. Je vielfältiger und naturnaher der Garten oder die Umgebung sind, desto mehr Vögel können sich und ihre Brut ernähren. Für gesellige Arten wie Star und Spatz kann man mehrere Kästen dicht nebeneinander platzieren. Sogar auf einem Balkon. Die meisten Arten mögen jedoch ein wenig Privatsphäre und verteidigen ihr Territorium. Da sollte man besser einen Abstand von 5-10 Metern zwischen den Kästen lassen.

Im Prinzip spielt es keine Rolle, ob die Nisthilfen an Bäumen, Hauswänden oder auf Balkonen angebracht werden. Wenn man beim Aufhängen einige Regeln beachtet, werden sie bestimmt ein voller Erfolg:

  • Zum Schutz vor Fressfeinden und Störungen sollten die Kästen in mindestens 2 Meter Höhe angehängt werden.
  • Das Einflugloch sollte nach Osten oder Südosten zeigen, damit die Brut weder starkem Regen noch extremer Sonne ausgesetzt ist. Hängt der Nistkasten geschützt z.B. unter einem Dachgiebel, spielt die Ausrichtung keine Rolle.
  • Der Bereich vor dem Einflugloch sollte frei sein, damit die Vögel bequem und sicher ein- und ausfliegen können.
  • Zum Befestigen an Stämmen unbedingt Nägel aus Aluminium verwenden. Eisen- oder Kupfernägel können rosten und mit dem Rost Keime und Pilze in den Baum einleiten.
https://www.aktiontier.org/news-2753.atom So kann man Schneeklumpen an den Pfoten vermeiden 2021-02-08T11:12:11+01:00 2021-02-08T12:09:07+01:00 Vor allem Hundebesitzer von Vierbeinern mit längerem, lockigem Fell an den Beinen können ein Lied davon singen. So schön der Schnee auch ist, jeder noch so kurze Spaziergang wird zur Qual. Nach wenigen Schritten bilden sich bereits die ersten Eisklumpen um die Behaarung an Unterbauch und Beinen. Zwischen den Zehen haften harte Schneeballen.

Nach einiger Zeit mag unser Liebling keinen Schritt mehr vor den anderen setzen, so sehr zerren die Eis-Konglomerate an den Haaren. Alle Nase lang muss Herrchen oder Frauchen sich bücken und mit Müh und Not sowie Gezerre die gröbsten Klumpen notdürftig entfernen. Das geplagte Hundewesen hilft eifrig mit und schluckt dabei womöglich noch die Hälfte der Schneeballen herunter. Harte Eisklumpen, am besten gepaart mit Streusplitt, sind pures Gift für die Magenschleimhaut. Doch was tun, sprach Zeus, um dieses Elend zu verhindern?

„Die Lösung ist ganz einfach“, plaudert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., aus der Trickkiste. „Ein wahres Wundermittel in diesem Zusammenhang ist gewöhnliches Haaröl aus dem Drogeriemarkt“, berichtet sie aus der Praxis. Wenn dieses im Vorfeld nur sparsam auf Beine und Pfoten aufgetragen wird, hat der Schnee keine Chance anzuhaften. So macht der winterliche Spaziergang auch den Kleinsten Spaß, und sie gleichen beim nach Hause kommen auch wirklich noch einem Hund und keiner Schneekugel.