aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2021-10-19T10:39:00+02:00 https://www.aktiontier.org/news-2797.atom Gesunde Diät fürs Pferd 2021-10-19T09:55:00+02:00 2021-10-19T10:35:30+02:00 Auch Pferde haben häufig mit Übergewicht zu kämpfen. Doch wie sorgt man als treu sorgender Besitzer dafür, dass beim vierbeinigen Schwergewichtler die überflüssigen Pfunde purzeln?

Wo doch bekannt ist, dass der Verdauungstrakt unserer Pferde so empfindlich ist? Außerdem sollen Pferde stets Raufutter zur freien Verfügung haben, schon allein der Beschäftigung aber auch der Darm- und Zahngesundheit wegen. Wie kann denn da das Abnehmen überhaupt funktionieren? Das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Halle liefert einen interessanten Ansatz und zeigt einen einfachen Ausweg aus dem Dilemma auf.

„Wird das zu verfütternde Heu im Vorfeld nur 15 Minuten gewässert, wird ihm ein großer Anteil der Kohlenhydrate entzogen“, fasst Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V., das Fazit der Untersuchung in einem Satz zusammen. Je länger die Heuportionen in der Wasserwanne verbleiben, desto höher ist der Anteil der ausgeschwemmten Nährstoffe. Der größte Effekt wird allerdings in der ersten Viertelstunde erzielt. Kurze Einwirkzeiten reichen also aus. „Übrig bleibt Diät-Heu“, so die Tierärztin. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass bei diesem Vorgang auch Mineralstoffe und Spurenelemente ausgewaschen werden, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung.

Tierbesitzer, die mit ihrem Pferd eine Wässerungsdiät erwägen, sollten also ein Augenmerk auf ausreichende Versorgung mit diesen Nahrungsbestandteilen haben, während sie ihrem Pferd diese Form der Diät zu Teil werden lassen. Dann steht einem erschlankten und gesunden Pferdekörper nichts im Wege.

https://www.aktiontier.org/news-2795.atom Tollwutfall bei illegal importiertem Welpen 2021-10-08T15:48:35+02:00 2021-10-08T16:15:00+02:00 Nahezu pünktlich zum "Welt-Tollwut-Tag" am 28. September erhielt der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen (LMTVet) zu Anfang des Monats die alarmierende Nachricht: „Es gibt einen Tollwutverdachtsfall!“.

Der betroffene Hundewelpe war illegal und ohne vorgeschriebenen Impfschutz aus dem Ausland importiert worden. Es folgte eine tierärztliche Behandlung, trotzdem verstarb der Welpe letzten Endes in einer Tierklinik. „Das ist der erste amtlich bestätigte Tollwutfall seit 2006 in Deutschland“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Brisanz des Falls. Dank der verpflichtenden Impfung unserer Haustiere bei Auslandsreisen gilt das terrestrische Tollwut-Virus in Deutschland als so gut wie eliminiert.

Im vorliegenden Fall fielen erste Schnelltests positiv aus. Schließlich bestätigte das Veterinäramt den Tollwutfall offiziell. Insgesamt 41 Personen, die mit dem Tier in Kontakt gekommen waren, mussten notgeimpft werden, darunter auch 30 Beschäftigte der Tierklinik, in welcher der Welpe verstorben war. Der Veterinärdienst geht davon aus, dass die Impfungen wirksam seien und niemand erkranken werde.

Tierärztin Hölscher warnt: „Dieser Fall zeigt, dass der illegale Welpen-Handel uns alle angeht. Hier leiden nicht nur die oft kranken Welpen, auch unsere Haustiere und wir Menschen werden dadurch gefährdet.“

https://www.aktiontier.org/news-2794.atom Katzenimpfstoffe bis auf Weiteres nicht lieferbar 2021-09-30T10:10:37+02:00 2021-09-30T11:50:14+02:00 Die Coronapandemie zieht weiter ihre Kreise. Es entstehen Lieferengpässe allerorten. Schon seit geraumer Zeit waren auch immer wieder zumindest temporär tiermedizinische Arzneimittel betroffen. Nun zeichnet sich allerdings eine Problematik von größerer Tragweite ab.

„Aktuell kann in Deutschland kein Hersteller Impfstoffe für Katzen gegen Katzenseuche und -schnupfen liefern“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., von der Misere. „Das ist umso schlimmer, weil in Kürze die ganzen tendenziell eher schwachen Herbstkätzchen geimpft werden müssten“, führt sie weiter aus. Was die eigentliche Ursache für diesen Liefernotstand ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. „Die Hersteller schieben sich gegenseitig die Schuld zu“, berichtet die Tierärztin von ihren Recherchen. Weil der jeweils andere ausverkauft sei, seien die eigenen Bestände leergekauft worden, so die Aussage der Produzenten.

Bei den genannten Krankheiten handelt es sich um häufig auftretende Virusinfektionen bei Katzen, die einen rasanten Verlauf haben oder aber auch für lebenslange Infektionen verantwortlich sein können und dem Katzenkörper dauerhaft zu schaffen machen. Ein Ende des Liefernotstandes ist bis dato nicht in Sicht. Die Hersteller sprechen von möglichen Auslieferungen zum Jahreswechsel.

„Katzenbesitzer, deren Schmusetiger zum Impfen dran sind, sollten sich schnellstmöglich um einen Impftermin bemühen, solange noch Impfstoffe verfügbar sind“, empfiehlt die Tierärztin.

https://www.aktiontier.org/news-2790.atom Kein Spaß – Cannabis und Co. für Hund und Katze 2021-09-07T10:16:00+02:00 2021-09-07T09:26:57+02:00 Sei es aus Blödelei oder einfach nur aus Dummheit – immer wieder werden Haustiere in Tierarztpraxen nach dem Konsum von Rauschmitteln vorgestellt.

„Manchen Tieren werden von den Besitzern absichtlich Drogen verabreicht, um mal zu testen, wie das Haustier auf das Rauschmittel reagiert, die anderen fressen aus Versehen Haschisch oder anderes Zeug, das irgendwo rumliegt“, beschreibt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die verschiedenen Szenarien, wie Marihuana und Co. in den Tierkörper gelangen. Schon das Anpusten durch den Tierhalter mit THC-haltigem Rauch beim Inhalieren eines Joints führt bei Vierbeinern zu Symptomen einer Cannabisintoxikation.

„Vor allem Hunde haben im Vergleich zum Menschen eine höhere Anzahl Cannaboid-Rezeptoren im Gehirn, was vermutlich die höhere Empfindlichkeit gegenüber THC - dem Wirkstoff von Marihuana - erklärt“, so die Veterinärin. Die daraus resultierenden Symptome reichen von Erbrechen und Durchfall über Bewegungsstörungen bis hin zu unkontrollierten Panikanfällen oder auch Aggressionen. Bei entsprechender Dosis kann es zu komatösen Zuständen kommen. Nur Todesfälle treten in aller Regel eher nicht auf.

Ist das Toxin erst im Körper, kann nur symptomatisch behandelt werden. Liegt der orale Konsum ein bis zwei Stunden zurück, gibt der Tierarzt ein Medikament, das Erbrechen auslöst und den Tierkörper damit vom Gift befreit. Wenn die Aufnahme der toxischen Substanzen weiter in der Vergangenheit stattfand, hilft Aktivkohle, wodurch möglichst wenig Stoff aus dem Darm in den Körper gelangt. Lipid-Infusionen binden die Gifte und führen zu schnellerer Ausscheidung. Nach 30 Stunden hat etwa die Hälfte der Substanzen den Körper verlassen.

„Wenn Menschen Drogen konsumieren, ist das deren Entscheidung. Sie seinem Tier einzuflößen ist ein Unding. Schließlich hat der Vierbeiner keine Ahnung, was vor sich geht, wenn der Rausch einsetzt. So etwas ist nicht lustig, sondern einfach nur gemein und unverantwortlich“, kritisiert Frau Dr. Hölscher scharf.

Beobachten Tierfreunde derartige Vorfälle in ihrem Umfeld, und lassen sich die Verantwortlichen von ihrem Tun nicht durch gutes Zureden abbringen, können Beobachter - auch anonym - beim Veterinäramt Anzeige erstatten.

https://www.aktiontier.org/news-2789.atom Wenn die Trennungsangst kommt 2021-09-01T08:28:00+02:00 2021-09-01T11:42:13+02:00 Der Alltag hat uns eingeholt, fast alle gehen wieder zur Arbeit, die Ferien sind vielerorts vorbei. Tagsüber bleiben Haustiere nun wieder öfter allein daheim zurück. Für die während des Lockdowns neu angeschafften Junghunde ist es überhaupt das erste Mal, dass sie allein zu Hause bleiben müssen.

Kein Wunder, dass viele Vierbeiner damit massive Probleme haben. Aus Angst, zurückgelassen zu werden, bellen sie ununterbrochen oder zerlegen sogar das Mobiliar. Diese Situation gefällt weder Tier noch Mensch. Doch wie bekommt man die Trennungsangst in den Griff?

„Der Hund ist von Hause aus ein Rudeltier. Alleinsein bedeutet Stress für ihn“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Grundzüge der Problematik. Je eher der Tierhalter beginnt, bei Trennungsangst entgegenzusteuern, umso besser. Die Veterinärin beschreibt, was Tierhalter nun tun können: „Im ersten Schritt sollte der Besitzer eine Webcam installieren. So kann er genau einschätzen, wann und in welchem Rahmen der Hund panisch wird“.

Um gesundheitliche Beeinträchtigungen definitiv auszuschließen, sollte der Halter seinen Hund einem Tierarzt vorstellen. Denn eine grundlegende Voraussetzung für das Ertragen der Einsamkeit ist die körperliche Gesundheit. Schon Kleinigkeiten wie eine leichte Ohrenentzündung verursachen Stress und erschweren damit das Alleinsein.

„Darüber hinaus sollte der Hund die Wohnung immer als Ort der Sicherheit und Geborgenheit erfahren“, betont Frau Dr. Hölscher. Hier sollte der Besitzer folglich auf allzu strenge Erziehungsmethoden verzichten. Sowieso sind alle dem Hund erteilten Strafen im Zusammenhang mit Trennungsangst völlig kontraproduktiv. Sie verstärken das Problem nur, denn sie vermehren die Unsicherheit des Tieres.

Stattdessen gilt: üben, üben, üben. Der Hund wird gesund und in wohliger Umgebung allein gelassen. Für wie lange? Zu Beginn Sekunden, nicht länger! Nur ganz allmählich – immer unter Überwachung der Kamera – wird das Intervall ausgeweitet, sofern die vorangegangenen Trainingseinheiten erfolgreich waren. Dieses Training kann mehrere Wochen andauern. „In schwerwiegenden Fällen können temporär begleitend zur Übungsphase auch angstlösende Psychopharmaka zum Einsatz kommen, das sollte aber keinesfalls ein Dauerzustand sein“, betont die Tierärztin. Denn mit Geduld und Training können auch große Ängste ganz ohne Medikamente überwunden werden.

Wer Unterstützung im Training benötigt, kann sich gern an eine:n Hundetrainer:in seines Vertrauens wenden.

https://www.aktiontier.org/news-2788.atom Erste Hilfe bei Insektenstichen 2021-07-28T15:23:46+02:00 2021-07-28T16:23:13+02:00 Katzen streifen neugierig durch das sommerliche Blütenmeer, Hunde tollen ausgelassen auf den Wiesen umher. Doch plötzlich halten sie inne, winseln oder schreien gar wie am Spieß. Der besorgte Tierhalter weiß nicht, was los ist und schon gar nicht, was er jetzt tun soll.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V., berichtet aus der Praxis: „In diesen Tagen werden Hunde und Katzen häufig von Bienen, Hummeln oder Wespen gestochen". Das arme Opfer ist im ersten Moment völlig wesensverändert und läuft unruhig und desorientiert umher. „Das Tier kann den Schmerz nicht zuordnen und ist deshalb total von der Rolle“, begründet die Veterinärin das anfallartige Verhalten der Vierbeiner.

Oft sind Kopf und Pfoten unserer Schnüffelnasen betroffen. Kurze Zeit nach dem Einstich treten massive Schwellungen auf. „Vor allem im Gesicht kann das schlimm aussehen. Der Halter erkennt seinen Liebling kaum wieder. Erwischt es die Pfoten, laufen Hund und Katze von jetzt auf gleich auf drei Beinen“, beschreibt die Tierärztin in diesen Fällen das Gangbild.

„So dramatisch es zunächst aussieht, Insektenstiche heilen so gut wie immer problemlos ab“, beruhigt Frau Dr. Hölscher besorgte Tierbesitzer. „Meist reicht es, die Stelle zu kühlen“, gibt sie mit als Rat auf den Weg. Einzig bei Stichen innerhalb des Maules oder der Speiseröhre oder auch  wenn das Tier allergisch auf Stiche reagiert, kann es Ernst werden, und der Halter sollte schnellstmöglich eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Weiß der Besitzer bereits im Vorfeld, dass sein Tier unter einer Insektenstich-Allergie leidet, sollte er auf den Spaziergängen eine Notfallspritze mit sich führen. Diese kann er sich zur Sicherheit bei seinem Tierarzt besorgen, der ihm im Vorhinein auch erklärt, wie diese zu verabreichen ist. So kann der Tierhalter im Ernstfall entsprechend eingreifen und gegensteuern, um das Schlimmste zu verhindern.

https://www.aktiontier.org/news-2787.atom Wenn der Zahn abbricht – Notfall oder Bagatelle? 2021-07-12T09:36:03+02:00 2021-07-12T11:39:09+02:00 Vor allem beim Toben ist es schnell passiert. Ein ordentlicher Rumpler zweier Hunde beim wilden Spiel, und der Schreck ist groß. Denn kaum zur Ruhe gekommen, wird der Besitzer auf einmal gewahr, ein Zahn ist abgebrochen! Doch auch Fensterstürze bei Katzen oder andere Unfälle sind häufig der Grund für abgebrochene Zähne. Jetzt ist guter Rat teuer. Hastet man sofort zum nächsten Tierarzt oder besteht gar kein Handlungsbedarf?

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., weiß Rat: "Eine Zahnfraktur ist kein Notfall, doch auf die lange Bank geschoben werden sollte eine weitere Abklärung nicht!“ Hier gilt es vor allem zu beurteilen, ob der Wurzelkanal eröffnet ist. Diesen erkennt man an einem kleinen Löchlein mittig auf der Bruchkante. Versierte Besitzer ruhiger Hunde können versuchen, dies in Eigenregie zu beurteilen. „Dazu muss man vorsichtig eine Nadel in die Vertiefung einführen. Gelingt dies, ist das schlecht, denn dann ist der Kanal offen und der Zahn muss in den kommenden Tagen tierärztlich versorgt werden“, so die Veterinärin. Bei zappeligen Tieren sollte diese Überprüfung lieber von einer fachkundigen Person wie einem Tierarzt vorgenommen werden.

Doch besser, es kommt erst gar nicht so weit. „Eine wirkliche Prophylaxe kann der Tierbesitzer nicht betreiben“, bedauert Frau Dr. Hölscher, „doch ein absolutes Tabu ist das Werfen von Steinen!“ Fängt der Hund diese im Flug, kommt es überdurchschnittlich oft zu Zahnfrakturen, die dann auch meist durch Überkronung oder Entfernung des Zahnes versorgt werden müssen.

https://www.aktiontier.org/news-2786.atom Kinder lernen mit Pinguin im Tierheim! 2021-06-30T13:34:00+02:00 2021-07-12T09:34:13+02:00 Gestern war es endlich soweit. Das neue Tierschutzzimmer im aktion tier Tierheim Zossen wurde nach wochenlangem basteln und werkeln feierlich eröffnet.

Das lebensgroße Pinguin-Maskottchen Pingi begrüßte gestern morgen gemeinsam mit der Tierheimleiterin Myriam Laser und der aktion tier Tierschutzpädagogin Xenia Tregub die Kinder des Horts Wünsdorf in aktion tier Tierheim Zossen. Pingi spielte und lachte zusammen mit den Kindern, schließlich gab es etwas zu feiern: Die Eröffnung des Tierschutzzimmers im Tierheim.

Die Kinder waren ganz aufgeregt. Mit Konfetti in den Händen und einer großen Schere schritten die Kinder zur Tat. Nachdem Martha das rote Geschenkbank mit Schleife zertrennt hat, machte der Jubel der Kinder es offiziell: Das Tierschutzzimmer ist hiermit eröffnet und steht ab sofort allen Kinder- und Jugendgruppen aus Bildungseinrichtungen zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Das erste Mal alles auf Herz und Nieren prüfen durften die 12 Hortkinder. Direkt nach der Eröffnung stürmten alle Kinder ins Zimmer. Die Augen glitten von links nach rechts. Wo soll man da nur anfangen? Zu entdecken gibt es einiges. Neben Lerntafeln, Büchern und zahlreichen Unikaten aus aktion tier Kampagnen erfreuten sich die Kinder besonders über den Tastkasten. Auch die Tonmaschine, wo man Tiere anhand von Lauten erraten muss, war sehr beliebt. Schlussendlich wuselten alle Kindern aufgeregt durch das Zimmer, denn interaktiv mit allen Sinnen lernt es sich am besten.

Bereits wenige Minuten nach der Eröffnung haben die Kinder mit der Tierschutzpädagogin Xenia Tregub über Themen wie animal hoarding, Tiere in der Landwirtschaft, Plastik in den Ozeanen, Insekten im tierfreundlichen Garten und Gefahren für Wildtiere gesprochen. „Ich wollte das Zimmer so einrichten, dass man mit den Kindern ganz natürlich ins Gespräch kommt und Tier-, Umwelt- und Naturschutzthemen kinderleicht greifbar sind. Das Zimmer selbst und jeder einzelne Gegenstand sind bewusst gewählt und interaktive Lehrmaterialien. Ich bin so froh, dass alles genauso funktioniert, wie ich es mir erdacht habe!“, berichtet Tregub zufrieden. Begeistert waren nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsene. „Ich hab´ Gänsehaut. So viel Kreativität in einem Raum. Ich rufe die Eltern an, dass wir mit den Kindern hier übernachten.“, scherzte die Erzieherin Katja Moritz. „Hier können die Kinder ja so viel entdecken. Die Plastikquallen an der Decke, die begrünte Wand: Einfach nur wow!“, schwärmte sie weiter.

https://www.aktiontier.org/news-2785.atom Wildvogel in der Wohnung – was soll ich tun? 2021-06-23T13:56:59+02:00 2021-06-23T14:20:11+02:00 Gerade in der heißen Sommerzeit, wo alle Fenster und Türen geöffnet werden, um die Wohnung ein wenig zu kühlen, kommt es öfter vor, dass kleine Wildvögel wie Spatzen, Meisen oder Schwalben versehentlich hineinfliegen.

„Wenn die Tiere merken, dass sie eingesperrt sind, geraten sie oft in Panik und versuchen verzweifelt, wieder ins Freie zu gelangen“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Dabei können sie gegen Einrichtungsgegenstände oder geschlossene Fenster fliegen und sich verletzen. Daher sollte man den eingesperrten Vogel niemals jagen. Das macht ihm unnötig Angst. Wenn es schnell und ohne Probleme gelingt, das Tier sanft einzufangen, kann man es einfach wieder nach draußen setzen. Bitte nicht in die Luft werfen, sondern lieber die Hand öffnen und dem Vogel Zeit geben, sich zu orientieren.

Sitzt der Vogel matt am Boden und „hechelt“ bei geöffnetem Schnabel, ist das Stresslevel schon recht hoch. „In diesem Stadium kann er einen lebensbedrohlichen Schock erleiden, wenn man ihn nicht in Ruhe lässt“, warnt Biologin Ursula Bauer. Vögel folgen immer dem Licht, daher sollten in dem Raum, in dem sich der Vogel befindet, alle Fenster und Türen bis auf einen Ausgang geschlossen und Glasscheiben zum Beispiel mit Rollos oder Vorhängen abgedunkelt werden. Der verbliebene Fluchtweg sollte weit offenstehen. Dann zieht man sich in einen anderen Raum zurück und lässt dem Piepmatz Zeit, sich zu beruhigen und den Weg in die Freiheit zu finden.

https://www.aktiontier.org/news-2784.atom Die Katze lässt das Mausen nicht... 2021-06-18T08:43:04+02:00 2021-06-18T13:33:20+02:00 Katzenbesitzer sind Tierliebhaber. Daher blutet ihnen das Herz, wenn ihr Liebling Tag für Tag Geschenke mit nach Hause bringt. Von der Kröte über die verletzte Maus bis hin zum jungen Eichhörnchen, nichts ist vor der flinken Samtpfote wirklich sicher. Besonders beliebt sind derzeit Jungvögel, deren Leben in diesem Fall schon bei den ersten ungeschickten Flugversuchen ein jähes Ende im Katzenmaul findet.

Doch „was tun“, sprach Zeus, um diesem Gräuel ein Ende zu setzen? Die Katzen einsperren, sagen die einen. Ein Ding der Unmöglichkeit, sagen die, die sich mit Freigängerkatzen auskennen. Doch gibt es nicht noch andere Mittel und Wege, die flinken Jäger davon abzuhalten, Beute zu machen?

„Ein Forscherteam aus England hat verschiedene Methoden, die Katzen jeweils davon abbringen sollten, Vögel und Kleinsäuger zu jagen, untersucht“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Es wurden insgesamt 355 Katzen aus 219 Haushalten beobachtet. Einer Gruppe wurde Futter mit besonders hohem Fleischanteil angeboten, um zu testen, ob diese Maßnahme den Appetit auf Beutetiere mindert. Mit der zweiten Gruppe spielte das Team besonders viel, um ihren Jagdtrieb zu befriedigen. Der dritte Katzenanteil erfuhr Unterhaltung in Form von intelligenten Leckerli-Versteck-Spielen, um die Langeweile zu reduzieren. Und den übrigen Tieren legten die Untersuchenden Glöckchen und auffällige Halskragen an, um potenzielle Opfer zu warnen. Die Ergebnisse fielen durchwachsen aus, wobei erwähnt werden muss, dass unklar ist, wie viele Beutetiere bei den Streifzügen der Katzen insgesamt erlegt wurden. Bewerten konnte man nur, was die Vierbeiner tatsächlich nach Hause brachten.

„Die besten Resultate lieferte die Erhöhung des Fleischanteils im Futter“, berichtet die Tierärztin. Die Katzen dieser Gruppe schleppten etwa ein Drittel weniger Beutetiere in die heimischen vier Wände. Die Jagdspiele verringerten den Maus-Geschenke-Anteil wenigstens um ein Viertel, Vögel wurden in dieser Gruppe aber leider immer noch Opfer der Katzen. Die mit Intelligenzspielen beschäftigten Tiere steigerten ihren Jagderfolg sogar noch um ein Drittel, dieses Vorgehen war also sogar kontraproduktiv! Glöckchen verursachten so gut wie keine Veränderung, nur die sehr großen Halskragen verringerten den Jagderfolg um 42 %, doch schränkten letztere die Katzen auch so sehr ein, dass die Kragen-Variante dauerhaft nicht als praktikabel eingestuft werden kann. „Summa summarum kann gefolgert werden, dass die Gabe von Futter mit hohem Fleischanteil den besten    wenn auch nicht durchschlagenden Erfolg hatte“, fasst Dr. Hölscher zusammen. Damit lieferte diese Vorgehensweise den größten Beitrag zum Naturschutz, wobei auch hier noch Forschungsbedarf besteht.

Informationen rund um die gesunde Fütterung von Hunden und Katzen und wie man hochwertiges Tierfutter erkennt, finden Sie hier.

https://www.aktiontier.org/news-2779.atom Tierfreundlich gärtnern ohne Maschinen: aktion tier hat neue Aufklärungskampagne gestartet 2021-06-04T13:18:02+02:00 2021-06-04T13:51:17+02:00 Gestern hat aktion tier seine neue Aufklärungskampagne `Tierfreundlich gärtnern ohne Maschinen` in Berlin auf dem Wittenbergplatz vorgestellt. Wie immer war unser mit Plakaten und Objekten ausgestalteter Anhänger ein echter Eyecatcher.

Auch die mitgebrachten traditionellen Gartengeräte machten neugierig und einige Passanten ließen es sich nicht nehmen, den Spindelmäher auszuprobieren und die alte Sense in die Hand zu nehmen. Auch die Gelegenheit zum Gespräch mit den aktion tier- Mitarbeitern wurde rege genutzt und die Nachfrage nach den Kampagnenflyern war groß.

Hintergrund der Kampagne

Viele Menschen nutzen zum Beispiel Laubbläser, Freischneider, Häcksler, Kettensägen und Rasenmäher, da die Gartenarbeit damit leicht und schnell erledigt werden kann. Beim näheren Hinschauen summieren sich allerdings die Nachteile. So sind viele Gartenmaschinen laut und die Benziner stoßen auch noch gesundheitsschädliche Abgase aus. Außerdem wird für Herstellung und Betrieb der meist nur temporär genutzten Gartentechnik viel Energie benötigt. Auch sind die Geräte in der Regel weder langlebig noch recycelbar und auch nicht reparaturfreundlich.

Für Tiere sind Gartenmaschinen lebensgefährlich, sie haben gegen Motoren keine Chance. Wo mit rasender Geschwindigkeit gesaugt, geblasen, gehäckselt, geschnitten und gemäht wird, gibt es kaum Überlebende. Laubsauger, Laubbläser und Geräte mit Häckselfunktion sind besonders tierfeindlich, da durch ihren Einsatz Millionen Kleintiere getötet werden. Auch die voll im Trend liegenden Mähroboter sind für alle kleinen Tiere, die sich langsam am Boden fortbewegen, eine Gefahr. Selbst kleine Igel können durch die scharfen Roboterklingen verletzt werden.

Wer ohne Blutbad und noch dazu umweltfreundlich gärtnern will, sollte auf Maschinen verzichten und öfter zu den traditionellen Gartengeräten greifen. Handwerkzeuge wie Spindelmäher, Heckenschere, Sense oder Rechen sind leise, umweltschonend, platzsparend und tierfreundlich, da man beim langsamen Arbeiten Tiere besser bemerkt und schützen kann. Qualitativ hochwertige Handgeräte sind außerdem nachhaltig, da sie nicht aus Kunststoff bestehen, repariert werden können und bei entsprechender Pflege ein Leben lang halten.

Durch den Verzicht auf Maschinen kann man erleben, wie der Garten aufatmet und wieder lebendig wird. Wer weniger intensiv mit Handgeräten gärtnert, leistet einen wertvollen Beitrag zum Umwelt-, Natur- und Artenschutz.

Weitere Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.aktiontier.org/kampagnen/tierfreundlich-gaertnern-ohne-maschinen/.

https://www.aktiontier.org/news-2777.atom Zuckerersatzstoff giftig für Hunde 2021-05-31T10:07:16+02:00 2021-05-31T15:03:43+02:00 Dass Schokolade und Weintrauben für Hunde giftig sind, ist ein alter Hut. Was einigen Tierbesitzern neu sein dürfte, ist die Tatsache, dass der Zuckeraustauschstoff Xylit – auch Xylitol genannt – hochgiftig für Hunde ist.

„Xylit führt bei Hunden innerhalb von 30 bis 60 Minuten zu massivem Unterzucker“, warnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Im Gegensatz zum Menschen führt dieser Stoff beim Hund zu einem rasanten Anstieg des Hormons Insulin, was wiederum den Spiegel des echten Zuckers im Blut des Hundes senkt“, führt sie aus. Abhängig von der aufgenommenen Dosis resultieren daraus Krämpfe, Leberversagen, Koma und im schlechtesten Fall sogar der Tod des Hundes. Je nach Xylit-Gehalt können beispielsweise schon ein bis drei zuckerfreie Kaugummis für einen mittelgroßen Hund tödlich sein.

Ab 0.1 g Xylitol/kg Körpergewicht sollten tierärztliche Maßnahmen zur Entgiftung eingeleitet werden. Bezeichnet wird dies als Dekontamination. „Zu gut Deutsch heißt das, es muss verhindert werden, dass der Zuckerersatzstoff aus dem Darm in den Hundekörper gelangt“, erklärt die Veterinärin. „Zum einen sollte der Hund schnellstmöglich eine Spritze bekommen, die Übelkeit auslöst und den Vierbeiner dazu bringt zu erbrechen“, beschreibt sie den ersten dringlichsten Schritt. Auf diese Weise wird das Tier eine möglichst große Menge des zuvor aufgenommenen Giftstoffs wieder los. Im Anschluss kann Aktivkohle gegeben werden, dass die weitere Resorption aus dem Darm verhindern soll. Ob diese Maßnahme tatsächlich zielführend ist, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Landläufig wird Xylit auch Birkenzucker genannt. Das hört sich zwar deutlich gesünder an, ist es aber nicht. Es handelt sich chemisch um dieselbe Struktur.

Katzen reagieren auf den Zuckeraustauschstoff übrigens unempfindlich. Sie zeigen erst bei deutlich höheren Dosen, deren Aufnahme unwahrscheinlich ist, Vergiftungserscheinungen.

„Besser es kommt gar nicht erst soweit und der Tierbesitzer passt auf, dass sein Liebling den mit Xylitol gesüßten Kuchen erst gar nicht erwischt", schließt die Veterinärin ab.

https://www.aktiontier.org/news-2776.atom Privatzoo in Nauen war auch für Besucher gefährlich 2021-05-12T09:23:52+02:00 2021-05-12T10:15:46+02:00 Das Gelände des ehemaligen Privatzoos in Nauen ist auf Jahre verseucht. Im Boden befinden sich Keime, die für Menschen gefährlich sind. „Die etwa 60 Zootiere wurden unzureichend ernährt und lebten unter katastrophalen hygienischen Bedingungen“, sagt Ursula Bauer von aktion tier in Berlin. Eine Gesundheitskontrolle fand, wenn überhaupt, nur unzureichend statt, so dass sich diverse Krankheitserreger ungehindert ausbreiten konnten.

Nachdem aktion tier die Missstände im vergangenen Jahr aufgedeckt hatte, wurden zwei Waschbären und ein Pärchen Grüne Meerkatzen im Rahmen der behördlichen Auflösung des Zoos am 15. Januar 2021 der aktion tier-Wildtierstation in Sachsenhagen übergeben. „Hier zeigte sich, dass die Tiere nicht nur abgemagert und in einem schlechten Pflegezustand waren, sondern außerdem eine Reihe Erreger in sich trugen, die beim Menschen Krankheiten hervorrufen können“, sagt Dr. Florian Brandes, Tierarzt und Leiter der Station. Mit diesen humanpathogenen Keimen hätte sich im Prinzip jeder Besucher infizieren können, zumal ein unmittelbarer Kontakt zu den Tieren möglich war.

Bei den Waschbären wurde der Waschbär-Spulwurm (Baylisascaris procyonis) diagnostiziert. Wenn Menschen die Eier dieses Spulwurms aufnehmen, schlüpfen die Larven im Darm, wandern durch den Körper und können schwere Schädigungen von Nervensystem, Augen und Gehirn verursachen.

„Auch die beiden Affen litten an zwei auf den Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten, dem Bakterium Campylobacter und dem parasitären Peitschenwurm Trichuris trichiura“, berichtet Dr. Florian Brandes. Während der Peitschenwurm bei Menschen schwere abdominale Beschwerden auslösen kann, verursacht das Bakterium Campylobacter die häufigste von Tier zu Mensch und umgekehrt übertragbare Infektionskrankheit. Sie führt unter anderem zu Kopfschmerzen, Mattigkeit, Durchfall und Bauchschmerzen und kann zu Folgeerkrankungen wie Gelenkentzündungen führen.

Das zuständige Veterinäramt wurde darüber informiert, dass das ehemalige Zoogelände über einen langen Zeitraum für Tiere und Menschen ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellt. Wir hoffen, dass entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden, damit eine neuerliche Tierhaltung ausgeschlossen und auch der Zugang zu dem Areal nicht mehr möglich ist.

Zur Information empfehlen wir unser Themenvideo.

Mehr zu diesem Tierschutzfall erfahren Sie auf unserer Homepage.

Weitere Informationen bei:
Dr. Florian Brandes, aktion tier- Wildtierstation Sachsenhagen
Email: info@wildtierstation.de

https://www.aktiontier.org/news-2773.atom Wie findet man den richtigen Tierarzt/ Tierärztin? 2021-05-11T13:15:00+02:00 2021-05-11T17:42:39+02:00 Es ist so ähnlich wie beim Friseur oder Zahnarzt. Die Chemie muss stimmen. Zu seinem Tierarzt müssen und möchten Tierbesitzer Vertrauen haben. Sie wollen ihren Liebling einfühlsam behandelt wissen, in Coronazeiten, in denen Halter meist nicht mit in den Behandlungsraum dürfen, gleich doppelt und dreifach.

Kompetent soll er sein, der Veterinär, und soll sich Zeit nehmen. Darüber hinaus erwarten mündige Tierbesitzer, dass die Diagnose und die daran anschließenden Behandlung verständlich erklärt wird. Doch wie findet man eine Tierarztpraxis, die all diese Erwartungen erfüllt?

„Tierbesitzer, die noch nicht den Tierarzt ihres Vertrauens gefunden haben, hören sich am besten zunächst bei anderen Tierhaltern um, wer vor Ort einen guten Ruf hat oder sehen sich Bewertungsportale im Internet an“, empfiehlt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., Tierbesitzern, die auf der Suche nach dem Tierarzt ihres Vertrauens sind.

„Im nächsten Schritt würde ich einfach mal einen Termin zur allgemeinen Untersuchung empfehlen“, rät die Tierärztin. So kann sich der Tierbesitzer in Ruhe ein Bild von der Praxis und dem Ablauf in derselben machen, ohne dass eine stressige Krankheits- oder Notsituation vorliegt. Er kann prüfen, ob der Umgang mit seinem Schatz in Ruhe und liebevoll erfolgt und ob die Beratung seinen Vorstellungen entspricht. Der Tierarzt bekommt einen ersten Eindruck vom Tier und hat den Vierbeiner bereits im gesunden Zustand kennengelernt. „So kann der Arzt später auch besser unterscheiden, wie stark der Zustand vom normalen Gehabe des Hundes abweicht, wenn der Tierhalter dann später im Krankheitsfall vorstellig wird“, weist Frau Dr. Hölscher auf einen weiteren Pluspunkt des Termins ohne wirklichen Anlass hin.

Die Kosten für eine derartige Untersuchung ohne weitere Behandlungen liegen unter 50 € und geben neben der Information über den aktuellen Gesundheitszustand des Tieres darüber hinaus ein gutes Gefühl, für den Notfall den richtigen Tierarzt gefunden zu haben.

https://www.aktiontier.org/news-2774.atom "Ausgangssperre" für Hühner weitgehend aufgehoben 2021-05-03T12:44:12+02:00 2021-05-03T12:53:53+02:00 Wenigstens das Federvieh darf aufatmen. Auch für Huhn, Pute und Co. waren die letzten Monate kein Zuckerschlecken. Sie durften ihre Stallungen nicht verlassen, denn auch ihr Bestand war von einer Seuche bedroht. Es handelt sich um die Vogelgrippe, auch bekannt als Geflügelpest.

„Diese Krankheit ist aus zwei Gründen sehr ernst zu nehmen“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Zum einen kann sie für die Vögel tödlich enden, zum anderen birgt sie die Gefahr, dass einzelne Virusvarianten auf den Menschen übertragen werden,“ führt sie aus. Die Verbreitung der Viren erfolgt durch Wildvögel, die über die Hühnerhaltungen fliegen und hier Kot absetzen. Durch diese Ausscheidungen kann sich das in menschlicher Obhut gehaltene Geflügel infizieren. Dadurch, dass die Tiere nicht mehr ins Freie durften, sollte die Ausbreitung verhindert werden. Sowohl kommerzielle als auch private Geflügelhalten mussten in den letzten Monaten ihre Tiere deshalb ausschließlich in Ställen halten – alles andere als ein Spaß für Tier und Halter.

„Erfreulicherweise sind die Fallzahlen in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen“, äußert sich die Tierärztin erleichtert. Aus diesem Grund wurde jetzt in den meisten Regionen Deutschlands die Aufstallungspflicht zurückgenommen, und die Hühner dürfen endlich wieder nach draußen. Ob der eigene Landkreis bereits von der Befreiung betroffen ist, finden Geflügelhalter auf den jeweiligen Internetseiten ihrer Region.