aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2020-07-12T12:11:20+02:00 https://www.aktiontier.org/news-2626.atom Pediküre durch Fische nicht ungefährlich 2020-07-06T09:56:02+02:00 2020-07-06T11:47:43+02:00 Endlich steht der wohlverdiente Urlaub an! Da gönnen sich Touristen gerne mal etwas Besonderes. Vor allem in südlichen Urlaubsländern steht eine Fußpflege durch kleine Helferlein ganz oben auf der Liste. Die müden Füße werden in Wasserbecken, die mit kleinen Fischchen besetzt sind, getunkt und los geht die Wohlfühlbehandlung.

Zum Einsatz kommen hierfür Schwärme der Rötlichen Saugbarbe, lateinisch Garra rufa. Die putzigen Tierchen nagen und zupfen an den Füßen, bevorzugt knabbern sie an stark verhornten Bereichen. Das Ergebnis sollen weiche und damit gepflegte Füße sein.

Italienische Wissenschaftler prüften nun, wie gesund die Fische eigentlich sind und ob mit eventueller Keimbelastung der Tiere auch Gesundheitsrisiken für die Menschen verbunden sind. Das Ergebnis war überraschend: Die Forscher entdeckten eine Vielzahl gruselig klingender und krankmachender Keime in unterschiedlichen Aquarien. Selbst Individuen aus einem frisch desinfizierten Becken waren keimbelastet. Und wie befürchtet - die meisten dieser Bakterien können auch den Menschen krank machen!

„Hinzu kommt, dass die Haltungsbedingungen der Fische und die hygienischen Zustände in diesen Kosmetiksalons fast immer als mangelhaft einzustufen sind“, erläutert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Brisanz der Situation. Diese Umstände verschärfen die ohnehin kritische keimbelastete Ausgangslage zusätzlich. Sie führt dazu, dass die Fische gestresst und damit anfällig sind, was wiederum eine weitere Vermehrung der Krankheitserreger begünstigt.

„Tierfreunde sollten der Fische wegen und nicht zuletzt aus Eigenschutz auf diese zweifelhafte Art der Körperpflege verzichten“, rät die Veterinärin abschließend.

https://www.aktiontier.org/news-2621.atom Helfen Sie unseren Wildtieren jetzt mit Wasser! 2020-06-25T12:16:00+02:00 2020-06-25T13:17:47+02:00 Wasser ist lebenswichtig – auch für Tiere. Gerade jetzt, wo die Temperaturen wieder in Richtung 30 Grad klettern, können Sie mit einer Tränke im Garten oder auf dem Balkon vielen Lebewesen Gutes tun. Vor allem kleine Säugetiere und Vögel finden in unseren Städten immer weniger Möglichkeiten, ihren Durst zu löschen. Aber auch Insekten benötigen H2O. Wespen beispielsweise, die ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung decken, verwenden das frische Nass zur Herstellung und zur Kühlung ihrer Cellulose-Nester.

Wenn Vögel schwitzen und mit geöffnetem Schnabel wie Hunde hecheln, sehnen sie sich nach einem erfrischenden und reinigenden Bad. Dann wird selbst die kleinste Tränke als Planschbecken genutzt. Da Vögel häufig beim Baden koten, sollten alle Wassergefäße täglich gereinigt werden. Natürlich auch, um die Eier oder Larven von Stechmücken zu beseitigen, deren Entwicklung im Wasser stattfindet. Achten Sie daher bei der Wahl der Behältnisse auf möglichst glatte und leicht zu säubernde Innenflächen. Außerdem muss man an sehr heißen Tagen das Wasser eventuell mehrmals erneuern, denn eine lauwarme, verschmutzte Brühe ist eher schädlich als hilfreich.

Ob man sich am Ende für eine reich verzierte Deko-Schale, einen einfachen Blumenuntersetzer aus glasiertem Ton oder eine alte Bratpfanne entscheidet, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Hauptsache, das Material ist winterfest, denn Vögel und Eichhörnchen haben auch in der kalten Jahreszeit Durst.

Soll das Vogelbad, beziehungsweise die Tränke auf dem Boden stehen, ist ein Platz unter einem hohen Baum mit wenig Unterbewuchs oder mindestens zwei Meter von einem Gebüsch entfernt, günstig. So bemerken die durstigen Tiere schnell, wenn sich ein potenzieller Feind nähert. Alternativ kann man ein Wassergefäß auch katzensicher aufhängen oder an einem Stiel befestigen. Damit keine Insekten im Wasser ertrinken, sollten Steine oder kleine Zweige als Ausstiegshilfen platziert werden.

https://www.aktiontier.org/news-2616.atom Wie man sich auf Tierweiden richtig verhält 2020-06-18T12:16:00+02:00 2020-07-06T11:47:35+02:00 Kaum sind die Grenzen nach Österreich wieder geöffnet, wird publik, dass mehrere deutsche Urlauber auf einer Weide in Tirol von Mutterkühen angegriffen und zum Teil verletzt wurden. Die Wanderer hatten die umzäunte Fläche betreten, obwohl Warnhinweise über die potenzielle Gefahr informierten, die von den Weidetieren ausgeht.

Wanderwege in den Bergen führen oft über Weideflächen mit Rindern, Pferden oder Schafen. Dass Menschen angegriffen werden, kommt immer mal wieder vor und gerade Kühe, die ihre Kälbchen beschützen, können nervös auf „Eindringlinge“ reagieren. Verletzungen oder gar Todesfälle sind jedoch die große Ausnahme. Vor allem Stadtmenschen sind mit Rindern, Pferden oder Ziegen nicht vertraut und können deren Verhalten daher auch nicht richtig deuten. Außerdem stehen zum Beispiel die meisten Rinder über die Hälfte des Jahres im vollautomatisierten Stall ohne intensiven Menschenkontakt. Wanderer dürfen daher nicht erwarten, dass diese Tiere während des sommerlichen Weidegangs auf der Alm plötzlich zum Schmusetier mutieren.

Wir sollten uns daran erinnern, dass die ersten Wanderer Viehtriebwege benutzt haben. Die Almtiere waren also zuerst da und die Nutzung der Bergwiesen als Weide hat die Voraussetzung geschafft, dass Wanderer überhaupt in diese zauberhafte Welt vordringen können. Wir sind also nur zu Gast auf der Alm und sollten uns immer entsprechend verhalten.

Hier einige Tipps von aktion tier für ein besseres Miteinander auf der Alm

Grundsätzliches

  • Bleiben Sie auf den markierten Wanderwegen.
  • Wenn Sie als Gruppe unterwegs sind, gehen Sie geschlossen über die Weide.
  • Verhalten Sie sich ruhig und ermahnen Sie auch Ihre Kinder, nicht zu schreien oder herumzutoben.
  • Durchqueren Sie die Alm ruhig aber zügig.
  • Bitte achten Sie immer auf Hinweistafeln an den Ein- und Ausgängen und halten Sie sich genau daran.

Umgang mit den Weidetieren

  • Das Vieh hat immer den Vortritt. Weichen Sie aus, wenn Ihnen Tiere auf dem Weg entgegenkommen oder sich darauf abgelegt haben.
  • Gehen Sie an einer Herde vorbei, anstatt sie zu durchquere und vermeiden Sie, ein Tier vom Rest der Gruppe zu trennen.
  • Weidetiere niemals aufschrecken oder hinter ihnen herlaufen und auch nie schlagen oder stoßen.
  • Wenn sich Tiere nähern, weichen Sie zügig zurück und reden Sie leise und beruhigen vor sich hin.
  • Vieh möglichst „links liegen lassen“, nicht direkt ansehen, nicht ansprechen.
  • Hunde versetzen Weidetiere häufig in Alarmbereitschaft und sind daher immer an der Leine zu führen. Erst wenn die Weidetiere Anstalten machen, den Vierbeiner anzugreifen, sollte man ihn von der Leine lassen, damit er die Flucht ergreifen kann.
  • Die Alm ist kein Streichelzoo! Also bitte nicht füttern und auf keinen Fall anfassen – auch und schon gar nicht die süßen Kälbchen und Fohlen.

Ausführliche, weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

https://www.aktiontier.org/news-2612.atom Hobbyhühnerhalter dürfen ab jetzt selbst impfen 2020-06-16T10:22:00+02:00 2020-06-16T12:57:19+02:00 Die wichtigste Information zuerst. Auch hobbymäßige Hühnerhalter müssen ihr Geflügel gegen die anzeigepflichtige atypische Geflügelpest - auch Newcastle Disease genannt - impfen! Unterlassen sie dies, wird der Umstand als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit einem Bußgeld belegt.

Kommt es gar zu einem Ausbruch der Seuche, könnten sich auch Geflügelhalter, die nur wenige Tiere ihr Eigen nennen, mit hohen Regressansprüchen konfrontiert sehen, wenn sie der Impfpflicht nicht nachgekommen sind und ihnen ein Mitverschulden des Ausbruchs nachgewiesen werden kann. Derartige Forderungen können sich durchaus im 5- oder sogar 6-stelligen Rahmen bewegen!

Doch jetzt zur eigentlichen Neuerung: Bisher durfte nur ein Tierarzt die Impfung vornehmen. „Das hat es vor allem für Halter von wenigen Tieren kompliziert und teuer gemacht“, erläutert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Problematik. „Somit war immer ein Hausbesuch durch den Tierarzt fällig oder man musste mit der Hühnerschar unter dem Arm die örtliche Praxis aufsuchen“, skizziert sie das bis dato notwendige Prozedere.

Das Intervall variiert je nach Impfschema, kann aber alle 6 Wochen betragen, also in sehr kurzen Abständen fällig sein. Damit ist jetzt Schluss. Zukünftig darf der Geflügelbesitzer den Impfstoff über den Tierarzt beziehen und ihn seinen Tieren selbst beispielsweise über das Trinkwasser verabreichen. „Voraussetzung ist allerdings, dass der Tierarzt den Bestand kennt, regelmäßig besucht und darüber hinaus dem Tierhalter genau erklärt, wie der Impfstoff zu verwenden ist“, erklärt die Veterinärin.

Bleibt zu hoffen, dass die Vereinfachung des Impfvorgangs dazu beiträgt, dass möglichst viele Tiere geschützt sind und somit Seuchenzüge wenigstens bei Hühnern keine Chance haben.

https://www.aktiontier.org/news-2602.atom Hände weg von Ästlingen! 2020-06-10T10:50:00+02:00 2020-06-10T11:42:48+02:00 Als Ästlinge werden Jungvögel bezeichnet, die so weit entwickelt und vollständig befiedert sind, dass sie das Nest verlassen können, um unter anderem das Fliegen und die eigenständige Futtersuche zu erlernen. Dabei werden sie von ihren Eltern begleitet und auch eine Zeitlang noch gefüttert. Vor allem junge Amseln, Elstern und Krähen, aber auch Spatzen und Meisen sind derzeit unterwegs. Oft können die Kleinen schon ein wenig fliegen oder hüpfen flink durch die Gegend.

Man findet sie überall, wo Vögel sind. Also nicht nur in Gärten, Parks und in der freien Landschaft, sondern auch mitten in der Stadt an zum Teil stark befahrenen Straßen. Da hockt dann so ein kleines Meisenkind am Bordstein und lässt sich meistens sogar einfach in die Hand nehmen. Ruhig sitzenbleiben und hoffen, dass man sie nicht sieht, ist ein typisches Ästlings-Verhalten. Die meisten Menschen denken, dass das Vögelchen bestimmt aus dem Nest gefallen ist und dringend Hilfe benötigt. Nimmt man sich jedoch ein wenig Zeit und beobachtet aus der Entfernung, wird man feststellen, dass irgendwann die Vogeleltern kommen, um ihren Nachwuchs zu füttern und zu führen. Das kann unter Umständen Stunden dauern, denn die Altvögel sind mit der Futtersuche schwer beschäftigt.

Wird solch ein Vogeljunges aus Unwissenheit mitgenommen, macht man es zur Waise. Und da die wenigen fachkundigen Institutionen, welche die zeitraubende und am Ende auch nur semioptimale Betreuung übernehmen könnten, komplett ausgelastet sind, wird man sich bald die Frage stellen müssen: wohin mit diesem unnötigerweise mitgenommenen Jungtier?

Bitte ersparen Sie sich selbst und den Ästlingen sinnlose Aktionen und retten Sie wirklich nur aus dem Nest gefallene, sehr junge und meist wenig befiederte Küken sowie offensichtlich verletzte Tiere. Auf der Straße sitzende Jungvögel kann man zum Beispiel vorsichtig in ein Gebüsch am Rand bringen. Keine Sorge – Vögel stören sich nicht an menschlichem Geruch. Aber bitte bringen Sie das Jungtier nicht zu weit weg. Die Altvögel müssen noch die Bettelrufe des Kleinen hören können. In jedem Fall lohnt sich vor einer vielleicht wenig hilfreichen Aktion der Anruf bei aktion tier oder einem anderen vogelkundlichen Verein.

Eine Ausnahme bilden hierbei übrigens Mauersegler, die immer Hilfe benötigen, wenn sie am Boden sitzen. Sie sind entweder total entkräftet, verletzt oder noch nicht flugfähig. Aufgrund ihrer speziellen Lebensweise fast ausschließlich in der Luft, gibt es bei dieser Vogelart auch keine Ästlings-Phase, denn Mauersegler können nicht auf Zweigen und Ästen sitzen und auch nur schwer auf dem Boden laufen.

https://www.aktiontier.org/news-2598.atom Außergewöhnliches Fell, aber oft unheilbar krank 2020-06-05T10:14:51+02:00 2020-06-09T21:49:10+02:00 Wer sehnt sich nicht danach, sich von anderen positiv abzuheben? "Schöner" zu sein als die Masse? Dieser Trend hat auch unsere Haustiere beziehungsweise deren Besitzer erreicht. Begehrt sind beispielsweise blauschwarz schimmernde Dobermänner oder silbrig glänzende Labradore. Doch leider bezahlen diese Schönheiten oft einen völlig unangemessenen Preis für ihre Andersartigkeit.

Sie leiden unter einer Erkrankung, die CDA (Colour Dilution Alopecia) oder auch Blue Dog Syndrom genannt wird. „Bei betroffenen Tieren ist die Pigmentierung der Haare gestört“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V. Hierdurch verändert sich die Fellfarbe. Die einzelnen Haare sind dabei schwächer und brechen schneller ab. Es kommt zum Fellverlust, in der Fachsprache Alopezie genannt.

Das Gemeine daran: Als Welpe sehen die Tiere wunderschön aus. Dann kommt das böse Erwachen. Erste kahle Stellen entstehen meist ab der Pubertät oder noch später. Hinzu können vermehrte Schuppenbildung und Entzündungen der Haut kommen. „Oft müssen diese mit Antibiotika behandelt werden, um sie in Schach zu halten“, berichtet die Tierärztin aus der Praxis. „Dann bessert sich das Krankheitsbild durch die Medikamente zwar kurzzeitig, eine echte Heilung gibt es aber nicht!“, erläutert sie bedauernd. Die Tiere sind lebenslang gezeichnet. Eine Ausnahme bildet hierbei der Weimaraner. Sein grausilbernes Fell ist in aller Regel auch im Alter dicht und weist keine Krankheitsanzeichen auf. Warum das so ist, ist noch nicht abschließend geklärt.

Verantwortungsvolle Züchter unterziehen ihre Zuchttiere einem Gentest vor der Verpaarung. Eine einfache Blutprobe reicht als Untersuchungsmaterial. So können sie sicherstellen, nur Elterntiere auszuwählen, deren Nachkommen keine Fehlfarben - so werden die Fellveränderungen nämlich von Fachleuten genannt – zeigen.

Echte Tierliebhaber nehmen besser Abstand vom Kauf eines Hundes, der mit einer derartigen Fellfarbe ausgestattet ist. Und geht die Tierliebe noch eine bisschen weiter, verzichtet man gänzlich auf den Gang zum Züchter und besucht auf der Ausschau nach einem Vierbeiner lieber die Tierheime in der Umgebung.

https://www.aktiontier.org/news-2579.atom Kippflügel bei Wasservögeln – krank durch Brot 2020-05-19T13:51:02+02:00 2020-05-19T13:54:52+02:00 Gerade im Frühsommer sieht man am Wasser immer mal wieder eine Gans, Ente oder einen Schwan mit seltsam abgespreiztem Flügel. Hierbei handelt es sich nicht, wie viele denken, um eine Verletzung, sondern um eine ernährungsbedingte Fehlentwicklung der Flügel. Diese sogenannten Kippflügel entstehen bei jungen Vögeln durch Mangelernährung während der Wachstumsphase. Sie können ein- oder beidseitig auftreten. Die Vögel sind dann aufgrund der Behinderung meistens flugunfähig.

Unnatürliches, zu energie- oder proteinreiches Futter, dem wichtige Vitamine und Mineralstoffe fehlen, kann zu diesen Fehlbildungen führen. Brot und Backwaren, die teilweise in Massen an Wassertiere verfüttert werden, sind hier die Verursacher Nummer eins. Durch das abnorm energiereiche Futter wachsen die Schwungfedern der Jungvögel sehr schnell. Sie entwickeln ein Gewicht, dass vom knöchernen Handgelenk des Flügels noch nicht getragen werden kann. Dieses wird erst im Laufe der Jungvogel-Entwicklung durch Mineralisierung stark und stabil und kommt mit dem unnatürlich schnellen Federwachstum nicht mit. Das Gewicht der Federn lässt schließlich die ganze Hand nach außen kippen, wodurch sich das Handgelenk verdreht.

Wenn der Vogel jung und das verformte Handgelenk noch nicht mineralisiert ist, kann die Fehlstellung eventuell noch durch das Einbinden des Flügels korrigiert werden. Bei Wildvögeln hat das allerdings den Nachteil, dass das Tier aus seiner Familie herausgefangen und eine Zeitlang in Gefangenschaft leben muss. Das kann gerade bei Gänsen und Enten zu einer Fehlprägung führen, die eine spätere Auswilderung erschwert oder unmöglich macht.

Um die Entstehung dieser Vogelkrankheit zu verhindern bitten wir dringend, auf das Füttern zu verzichten. Die Gesundheit der Tiere sollte immer wichtiger sein als der persönliche Spaß.

https://www.aktiontier.org/news-2574.atom Jungvögel können wegen Hundehaar sterben 2020-05-07T13:20:42+02:00 2020-05-07T13:42:51+02:00 „Wo soll da der Zusammenhang bestehen?“, fragt man sich unwillkürlich, liest man den Titel dieser Veröffentlichung. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden hat eine gefährliche Verbindung zwischen dem Fell von Haustieren, die gegen Ektoparasiten behandelt wurden, und der Sterblichkeit von Nestlingen aufgedeckt.

„Eigentlich hatten die Forscher im Sinn aufzuzeigen, wie bedrohlich Pestizide gegen die Buchsbaummotte, besser bekannt als der Zünsler, für junge Vögel sind“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., von der ursprünglichen Intension der Studie. Dabei stießen sie allerdings zu ihrem Erstaunen auf eine gänzlich andere Ursache für das Sterben der kleinen noch unbefiederten Freunde.

Zunächst wurden tote Nestlinge in der Pathologie untersucht, um den Grund für ihr Versterben herauszufinden. „Dabei wiesen die Forscher weniger Mittel gegen den Zünsler als vielmehr Wirkstoffe nach, die bei Haustieren angewendet werden, um sie vor Zecken und Flöhen zu schützen“, erklärt die Tierärztin. Doch wie kommen diese Stoffe in den Vogel? Im nächsten Schritt erfolgte die Analyse des Nistmaterials. Und siehe da: es bestand zum Teil aus ausgebürsteten Tierhaaren, die mit eben diesen Ektoparasitika belastet waren. Durch die nackte, nicht befiederte Haut der Jungvögel gelangten diese in den Organismus und führten zum Tod der Kleinen.

Was folgern wir nun daraus? „Tierhalter, die ihre Hunde im Freien auf Parkbänken bürsten und die ihre Tiere, wie es ja auch im Prinzip absolut empfehlenswert ist, mit diversen Präparaten gegen Flöhe und Zecken schützen, sollten die Fellreste unbedingt einsammeln und so entsorgen, dass Wildtiere sie nicht als Material zum Nestbau verwenden können!“, bittet Frau Dr. Hölscher. So können Hundebesitzer zum Schutz der heimischen Wildtiere beitragen und werden nicht unwissentlich zum Todesboten der Jungvögel.

https://www.aktiontier.org/news-2570.atom Wasservögel bitte nicht füttern! 2020-04-24T14:52:33+02:00 2020-04-24T16:03:16+02:00 Dass Menschen den Kontakt zu Wildtieren suchen ist verständlich. Und wie ginge das besser als über die Nahrung. Daher zieht es viele mit Brot in der Tasche zu den Enten, Schwänen und Gänsen ans Wasser. Das Schnattervolk zu Füttern macht vor allem Kindern großen Spaß. Vieles spricht jedoch dagegen, und zu Recht haben bereits diverse Städte und Gemeinden ein striktes Fütterungsverbot verhängt.

„Die teilweise regelrecht mit Brot und Küchenabfällen gemästeten Tiere vernachlässigen durch das Überangebot an ungesunder Nahrung die beschwerlichere Suche nach natürlichem Futter“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer von aktion tier. Vor allem bei Jungvögeln führt die einseitige Ernährung mit Brot zum Beispiel zu Wachstumsstörungen, die zu Flugunfähigkeit führen können.

Oft wird sogar verschimmeltes Brot hingeworfen – mit teilweise tödlichen Folgen. Wildvögel sind schließlich keine Müllschlucker, die Abfall verdauen können. Regelmäßige Fütterungen ziehen außerdem weitere Wasservögel an. „Durch die daraus resultierende Übervölkerung kann es gerade bei kleinen Teichen und Seen aufgrund des vermehrten Vogelkots zu einer Verschlechterung der Wasserqualität und zu einem erhöhten Krankheitsrisiko für alle Teichlebewesen kommen“, warnt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer.

Letztendlich wird auch immer nur ein Teil des Futters gefressen. Der Rest sinkt auf den Gewässergrund, zersetzt sich unter hohem Sauerstoffverbrauch und führt zu einer Überdüngung. Algen und Bakterien vermehren sich, das Wasser beginnt zu stinken, der Teich „kippt um“. Die darin lebenden Fische sterben genauso wie viele andere Wasserlebewesen, und auch für die Schwäne, Enten, Blesshühner und Gänse ist ein derart verunreinigter Lebensraum lebensgefährlich.

Ob gefüttert werden darf oder nicht, entscheidet jede Gemeinde für sich. Wo es verboten ist, kann die Zuwiderhandlung mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro belegt werden. Unabhängig von einem Verbot bitten wir jedoch aus Tier- und Naturschutzgründen, nicht zu füttern, sondern lieber nur die Tiere zu beobachten. Brot im Gewässer schadet am Ende allen Lebewesen.

https://www.aktiontier.org/news-2565.atom Tipps und News für Katzenhalter in Corona-Zeiten 2020-04-17T14:42:22+02:00 2020-04-22T12:13:32+02:00 Im Moment kursieren vielerlei Halbwahrheiten und Gerüchte rund um die Übertragbarkeit des neuen Coronavirus auf und durch Katzen. Nun hat sich ein veterinärmedizinisches Expertengremium dazu geäußert und Leitlinien erlassen, worauf Katzenhalter im Umgang mit ihrem Liebling in Zeiten der Pandemie achten sollten.

Doch zunächst die Fakten: Es ist bisher kein Fall bekannt, in dem eine Katze einen Menschen infiziert hat. Katzen können im Einzelfall allerdings selbst am neuen Virus erkranken und zeigen dann - soweit bisher beobachtet werden konnte - keine oder nur milde Symptome. Auch Infektionen von Tier zu Tier konnten bisher nicht nachgewiesen werden.

Aus diesen Umständen ziehen oben genannte Fachleute folgende Schlüsse und sprechen in diesem Zusammenhang daraus resultierende Empfehlungen aus:

An Corona erkrankte Personen sollten nicht eng mit ihren Haustieren kuscheln. So soll vermieden werden, dass der Mensch das Tier infiziert. Außerdem wird Corona-Patienten geraten, sich vor dem Befüllen des Fressnapfes oder der Reinigung der Katzentoilette gründlich die Hände zu waschen, um eine Übertragung auf ihren Stubentiger zu vermeiden. Gemeinsames Schlafen im Bett oder auf dem Sofa ist aus gegebenem Anlass aktuell nicht empfehlenswert. Der wichtigste Punkt, der allerdings nur unter tierischem Protest umzusetzen sein wird: Katzen von Corona-Patienten sollte kein Freigang gestattet werden. Denn theoretisch wäre denkbar, dass sie als mechanischer Vektor, also als Überträger von Viren, die im Fell hängen, fungieren und so zur Ausbreitung der Erkrankung beitragen.

„In der Summe ist festzustellen, dass Katzen nach bisherigem Kenntnisstand keine Rolle im Seuchengeschehen bilden oder wenn überhaupt, dann nur eine sehr untergeordnete“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Hunde sind sogar noch besser dran. Das Virus scheint ihnen zumindest bis zum heutigen Tag gar nichts anhaben zu können.

https://www.aktiontier.org/news-2563.atom Panda-Sex dank Corona? 2020-04-09T15:47:32+02:00 2020-04-09T16:17:29+02:00 Gute Nachrichten in Zeiten der Krise. Denn alles im Leben hat zwei Seiten. So auch das gefürchtete Coronavirus. Den Pandas Ying Ying und Lee Lee in einem Zoo in der Nähe von Hongkong scheint es zumindest indirekt sehr gut zu tun. Dadurch, dass Zoobesucher das Gelände momentan nicht betreten dürfen, genießen sie eine Ruhe, die ihnen ansonsten nicht zuteilwird.

Seit 2007 leben sie dort zusammen und zeigen zum Leidwesen der dortigen Verantwortlichen so gut wie kein sexuelles Interesse aneinander. 2010 gab es einen Paarungsversuch, seither konnte keinerlei Aktivität die Fortpflanzung betreffend zwischen den Tieren verzeichnet werden.

„Das hat sich jetzt geändert“, freut sich Tierärztin Dr. Tina Hölscher von aktion tier e.V.. Die Mitarbeiter des Ocean Park veröffentlichten eindeutige Bilder, die die beiden Pandabären in nicht ganz jugendfreien Positionen zeigten. Es besteht also berechtigte Hoffnung, dass Nachwuchs unterwegs sein könnte. „Dies ist besonders bei Pandas eine Sensation“, unterstreicht die Veterinärin die Wichtigkeit des Paarungsaktes. Pandas gehören zum den stark bedrohten Tierarten und ihre Nachzucht in Gefangenschaft hat Seltenheitswert. „Auch wenn wir Tierschützer grundsätzlich kein großer Freund der Zootierhaltung sind, für manche Tierarten ist es die einzige Chance zu überleben“, so Frau Dr. Hölscher.

Ob nun die Coronapandemie tatsächlich der Grund für die Frühlingsgefühle der Bären ist, kann nicht zweifelsfrei belegt werden. Doch die Vermutung liegt schon nahe, nach Jahren der sexuellen Flaute. So hat, getreu nach dem Motto Yin und Yang, wohl alles Schlechte sein Gutes – sogar Corona.

https://www.aktiontier.org/news-2542.atom Corona- Krise: Bitte nicht aus Langeweile ein Haustier kaufen! 2020-04-02T14:47:30+02:00 2020-04-02T15:09:32+02:00 Die Ausgangs- und Kontaktsperren aufgrund der Coronapandemie machen vielen Menschen zu schaffen. Das ewige Zuhausebleiben nervt, es ist langweilig ohne Freunde, die Decke fällt einem auf den Kopf. Vor allem Singles und Familien mit Kindern können da leicht auf die Idee kommen, sich ein Haustier zu besorgen.

Ein Kaninchen wäre jetzt doch eine schöne Beschäftigung für die Kids. Oder eine Kuschelkatze gegen die Einsamkeit. Vielleicht wäre auch ein Papagei schön, mit dem man richtig reden könnte. Die Beschaffung ist einfach, schließlich haben Zoogeschäfte häufig noch geöffnet, und im Internet ist man nur einen Mouseclick vom Wunschtier entfernt.

„Schlechte Idee“, findet Ursula Bauer, Biologin von aktion tier. „Natürlich hat man im Moment viel Zeit, sich um ein Tier zu kümmern, aber damit wird irgendwann Schluss sein und der neue Mitbewohner hat das Nachsehen.“ Wenn alle wieder zur Arbeit gehen, am Abend Freunde treffen oder Sport machen, sitzt die neue Katze dann traurig allein zu Hause und wartet darauf, dass jemand kommt. Was während der Ausnahmezeit mit Hingabe erledigt wurde wie beispielsweise Hamstergehege säubern oder abwechslungsreiches Grünzeug für die Kaninchen schnippeln, kann im normalen Alltag schnell zur Last werden.

In ungewissen Zeiten wie diesen sollte auch der finanzielle Aspekt berücksichtigt werden. Hunde beispielsweise kosten je nach Größe und Rasse durchschnittlich 100 Euro im Monat. Katzen sind nur wenig günstiger, und selbst bei Meerschweinchen muss mit ca. 50 Euro pro Monat gerechnet werden, da man diese Tiere ja immer nur paarweise halten sollte. Wer kann sich das noch leisten, wenn plötzlich die Kündigung ist Haus flattert?

„Von unüberlegten Tieranschaffungen ist grundsätzlich dringend abzuraten, aber ganz besonders riskant sind Käufe via Internet“, warnt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Denn häufig werden kranke, zu junge oder aufgrund der vorherigen Haltung traumatisierte Tiere angeboten, die anonym verkauft werden, um der rechtlichen Verfolgung zu entgehen. An erster Stelle tut man sich selbst einen Gefallen, wenn man diese oft illegale Geschäftemacherei mit Lebewesen im Internet nicht unterstützt. Oder möchten Sie am Ende mit einem hochproblematischen, todkranken Tier zu Hause sitzen?

https://www.aktiontier.org/news-2527.atom Tipp zur Hundeerziehung: Erziehungstool "Deoroller" 2020-03-11T15:21:15+01:00 2020-03-11T16:38:47+01:00 Das „A und O“ einer funktionierenden Beziehung zwischen Hund und Mensch ist die Bindung, die zwischen den beiden Parteien existiert. Ist der Hund auf sein Herrchen oder Frauchen fixiert und folgt ihm sozusagen blind, gibt es kaum Schwierigkeiten. Doch wie erlangt man die volle Aufmerksamkeit seines Vierbeiners, ohne dafür Kopfstände machen zu müssen?

Ein einfaches Hilfsmittel kann Hundebesitzer unterstützen, die bisher Mühe hatten, ihren Liebling zur Folgsamkeit zu erziehen. Das dafür benötigte Werkzeug ist kostengünstig und zudem auch noch leicht selbst herzustellen. Was will man mehr?

„Man besorge sich im Internet einen Deoroller, der nachfüllbar ist“, beginnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., mit der wichtigsten Komponente. In Zeiten der Plastikvermeidung stellt es kein Problem dar, sich ein derartiges Roller-Fläschchen zu beschaffen. „Dieses befülle man zum Teil mit pürierter Babynahrung aus dem Handel, zum Beispiel mit Huhn oder Lachs ab dem vierten Lebensmonat“, beschreibt die Tierärztin das weitere Vorgehen.

Man sollte deshalb der Nahrung für sehr kleine Kinder den Vorzug geben, da der Nahrungsbrei für diese Altersklasse so matschig zubereitet ist, dass er sich für das Deoroller-Vorhaben gut eignet. Denn jetzt werden je nach Größe des Rollers ein bis zwei Esslöffel Babybrei hineingegeben und der Rest mit Wasser aufgefüllt. Dann wird das Rollerbehältnis fest verschraubt und ordentlich geschüttelt – fertig ist das Erziehungstool.

„Nun noch ein paar Mal Probelecken seitens des Hundes, und der bis dato stets abgelenkte Windfang hängt ab jetzt an den Lippen bzw. der Manteltasche seines Besitzers“, prognostiziert die Veterinärin. Schließlich weiß das Tier, dass sich hier eine besonders gute Leckerei verbirgt. Dafür tut es alles. Nach jeder Ansage, die der Hund folgerichtig ausgeführt hat, darf er nun am Rollerball, der ab jetzt dauerhaft mitgeführt wird, lecken.

Auf diese Weise können positive Verhaltensweisen mit wenig Kalorien schnell und nachhaltig belohnt werden und die Aufmerksamkeit des Hundes ist dem Tierhalter in Zukunft sicher.

https://www.aktiontier.org/news-2523.atom Blutige Merinowolle 2020-03-03T17:15:03+01:00 2020-03-04T16:26:43+01:00 Merinowolle hatte bis dato eigentlich ein gutes Image. Was kaum einer weiß: an ihr haften häufig Gräueltaten. Die Wolle produzierenden Schafe werden dem sogenannten Mulesling unterzogen. Ohne Narkose entfernen ihnen die Produzenten mit Instrumenten, die am ehesten noch alten Gartenscheren ähneln, ganze Hautlappen.

„Etwa 25 Millionen Schafe werden in Australien jährlich dieser Prozedur unterzogen“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Während ihnen die Haut weggeschnitten wird, bekommen sie weder ein Betäubungs- noch ein Schmerzmittel verabreicht“, klärt sie auf.

Hintergrund für dieses martialische Treiben sind Hautfalten im Bereich des Hinterleibs der überzüchteten Merinoschafe. Fliegen legen in diese Falten Eier ab, und es kommt zu schweren Entzündungen, was mit Tierverlusten und auch Gewinneinbußen einhergeht. Doch anstatt auf faltenfreie Züchtung zu setzen oder Insektenschutzmittel zu verwenden, wählen die Merinoproduzenten einen kostengünstigeren Weg: Die betroffenen Hautareale werden bei vollem Bewusstsein der Schafe herausgeschnitten. Darunter kommt das blanke Muskelfleisch zum Vorschein. Für den Akt an sich werden die Tiere auf dafür vorgesehene Vorrichtungen festgeschnallt, freiwillig halten sie natürlich nicht still. Verheilt der verletzte Bereich und eine Narbenbildung setzt ein, ist die Haut im Anschluss quasi gestrafft.

In Neuseeland ist Mulesling seit 2018 verboten. Australien sieht derzeit noch keinen Anlass für ein flächendeckendes Verbot. Tierliebhaber achten deshalb darauf, wo ihr Wollpullover herstammt, wenn es denn Merino sein muss. Einige Hersteller werben mit der Verwendung von Mulesling freier Wolle. Sie sollten beim Kauf bevorzugt werden.

https://www.aktiontier.org/news-2522.atom Haaranalyse nicht aussagekräftig 2020-02-28T08:46:33+01:00 2020-02-28T09:30:14+01:00 Eine aktuelle Studie aus Leipzig befasst sich mit der Aussagekraft von Haaruntersuchungen bei Pferden. Derartiges wird momentan vielfach von mehr oder weniger seriösen Einrichtungen im Netz angeboten.

Die Analyse von Schweif-, Mähnen- oder auch Körperhaaren soll Auskunft darüber geben, ob ein Pferd ausreichend mit diversen Mineralstoffen versorgt wird und es somit eine optimale Fütterung erfährt, oder ob Defizite in der Nährstoffversorgung bestehen, die ausgeglichen werden sollten.

Doch die Forscher lassen kein gutes Haar an den angebotenen Analysemethoden. „Zum einen wachsen die unterschiedlichen Haartypen unterschiedlich schnell. Auch die Rassezugehörigkeit bedingt die Wachstumsgeschwindigkeit. Dies wird in den angebotenen Untersuchungsmethoden nicht berücksichtigt. Deshalb ist zum Beispiel kein Rückschluss auf den konkret zu untersuchenden Fütterungszeitraum möglich“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., ein Manko der auf dem Markt verfügbaren Analyseverfahren. Zudem ist nicht klar, in welchem Maße sich ein Mangel im Haarkleid zeigt. „Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass sich eine Unterversorgung 1:1 im Haar widerspiegelt“, warnt die Veterinärin vor falschen Bewertungen durch Haaruntersuchungen. „Dazu ist der Stoffwechsel eines Säugetieres zu komplex!“, führt sie aus.

Es fehlen zur Beurteilung schlicht eindeutige Forschungsergebnisse. Solange die nicht vorliegen, sollten Pferdebesitzer die Finger von Haaranalysen lassen. Die Ergebnisse führen sie nur in die Irre und sind zudem meist teuer. Im schlimmsten Fall gaukeln sie dem Tierhalter vor, er ernähre seinen Liebling bedarfsgerecht und in Wahrheit ist das Gegenteil ist der Fall.