aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2020-12-01T13:56:57+01:00 https://www.aktiontier.org/news-2726.atom Wegwerf-Weihnachtsbaum? Nein danke! 2020-12-01T13:46:58+01:00 2020-12-01T13:51:28+01:00 Der Naturbaum zu Weinachten liegt nach wie vor voll im Trend. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland fast 30 Millionen Koniferen gekauft. Tendenz steigend, da viele Haushalte inzwischen auch noch einen zusätzlichen Christbaum auf dem Balkon oder im Garten aufstellen möchten.

Im Moment starten die Händler wieder ihr Saisongeschäft und bieten gefühlt an jeder Ecke die abgeschlagenen Bäume an. Kurz nach den Feiertagen fliegt das Grünzeug dann aber schnell wieder raus. Der Anblick der teilweise noch mit Lametta behangenen, achtlos zwischen Hundehaufen geworfenen Bäumchen macht traurig.

Schließlich handelt es sich um Lebewesen, die nur aufgezogen wurden, um uns eini-ge Tage als Dekoelemente zu dienen. Dass Nadelbäume, die viele hundert Jahre alt werden können, im zarten Säuglingsalter von durchschnittlich 10 Jahren abgeholzt werden, erinnert an Kälber oder Lämmer, denen man auch nur rund 2% ihrer eigentlichen Lebenserwartung zugesteht, bevor sie geschlachtet werden. Beim kommerziellen Weihnachtsbaumgeschäft bleiben außerdem immer Hunderte Bäume übrig, sind also völlig umsonst gefällt worden.

Unsere Koniferen fürs Fest stammen zu 90% aus Deutschland, wo sie meistens in separaten Kulturen extra angebaut werden. In der Wachstumszeit werden Pflanzen-schutz- und Düngemittel ausgebracht, was die Natur innerhalb der Plantagen belastet. Für die ökologisch wertlosen Monokulturen wird, mit steigender Nachfrage, auch immer mehr Grünland umgebrochen, was negative Auswirkungen auf Grundwasser und Artenreichtum haben soll.

Wie wäre es, in diesem Jahr einmal über Alternativen nachzudenken? Es gibt zum Beispiel im Internet unzählige Kreatividee, wie aus Metall, Holz oder anderen Mate-rialien ein lustiger, einzigartiger Weihnachtsbaum gebastelt werden kann. „Halbecht“ geht auch, indem man in einen auf einem Baumständer befestigten Holzstab Löcher bohrt und echte Tannenzweige hineinsteckt.

Ein lebender Baum mit Wurzelballen zum Wiederverwenden scheint auf den ersten Blick ideal, ist aber auch nicht die optimale Lösung, da nach dem Fest ein geeigneter Standort zum Auspflanzen gefunden werden muss. Oft überstehen die Pflanzen auch den Wechsel von drinnen nach draußen und umgekehrt nicht.

Oder ein natürlich aussehender Plastik-Weihnachtsbaum, der alle Jahre wieder hervorgeholt werden kann? Leider ist die Ökobilanz eines Polyethylen- Gewächses ziemlich schlecht, da unter anderem bei der Herstellung über 48 kg CO2 entstehen. Hinzu kommen nochmal die Umweltwirkungen bei der Entsorgung. Wenn man den Plastikbaum allerdings 17-20 Jahre nutzt, hat er die Ökobilanz eines Naturbaums erreicht.

https://www.aktiontier.org/news-2717.atom Bis dass der Tod uns scheidet… 2020-11-27T09:02:48+01:00 2020-11-27T09:36:07+01:00 …und was dann? Tierbesitzer sollten sich im Vorfeld darum kümmern, was mit ihrem Liebling geschieht, wenn sie selbst nicht mehr für ihre Tiere sorgen können. Hierfür müssen sie eine sogenannte Vorsorgevollmacht erstellen.

„Zunächst gilt es, eine Person oder eine Organisation ausfindig zu machen, der man vertraut“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. über den ersten Schritt. „Hat man den Menschen seiner Wahl gefunden oder auch einen Verein aufgetan, dem man seinen Liebling im Ernstfall anvertrauen möchte, ist es ratsam, ein Schriftstück zu verfassen, in dem man festlegt, wer konkret das Tier übernimmt“, so die Veterinärin. Außerdem werden hier besondere Bedürfnisse und Eigenarten des Vierbeiners niedergeschrieben, um zu gewährleisten, dass der Übernehmende optimale Pflege leisten kann. Gut ist es darüber hinaus, eine Krankenakte beizulegen, aus der der behandelnde Tierarzt und Vorerkrankungen hervorgehen, so dass dem Versorger alle nötigen Informationen das Tier betreffend zur Verfügung stehen.

„Nicht vergessen werden sollte, dass gute Pflege auch Geld kostet. Wer kann, regelt testamentarisch also auch, welcher Geldbetrag dem Tier zugutekommen soll“, empfiehlt Dr. Hölscher. Da das Tier rechtlich im Erbfall als Sache gilt und nicht selbst erben kann, wird dieser Betrag dem Übernehmer des Tieres zugesprochen, der dann die Betreuung des Vierbeiners aus diesem Topf finanzieren kann. Bei der Abschätzung welcher Betrag hierfür angesetzt werden sollte, spielen der Umfang des Pflegeaufwandes, Lebensalter des Tieres und etwaige Tierarztkosten die Hauptrolle.

Zu guter Letzt unterzeichnen beide - sowohl der Tierhalter als auch der potenziell Übernehmende – das Dokument. Eine Ausfertigung des Schriftstückes stellt man dem Übernehmenden zur Verfügung, ein Duplikat, ebenfalls handschriftlich unterzeichnet, legt man dem eigenen Testament bei. Hat man diese unangenehme Sache hinter sich gebracht, kann man sorgenfrei in die Zukunft blicken, denn auch im Krankheits- oder gar Sterbefall die eigene Person betreffend ist der Schatz gut versorgt.

https://www.aktiontier.org/news-2706.atom Kampf dem Floh 2020-11-11T09:17:00+01:00 2020-11-11T10:02:57+01:00 Früher oder später erwischt es jeden Hund oder auch jede Katze mit Freigang – ein Floh nistet sich im Fell ein und vermehrt sich. Innerhalb kurzer Zeit kratzt sich das Tier nahezu im Minutentakt, und schon bald wird der Besitzer den ersten Parasiten sehen. Ein knapp zwei Millimeter kleines, längliches, braunes Wesen krabbelt zwischen den Haaren des Vierbeiners auf der Haut entlang.

Es zu packen gelingt nicht. So schnell es da ist, so fix ist es wieder verschwunden. Manchmal entdeckt der Besitzer auch nicht den Parasiten an sich, sondern nur dessen Kot in Form von kleinen, schwarzen Krümeln. „Ist man sich nicht sicher, ob es sich hierbei nur um Dreck aus der Umgebung oder doch um Flohkot handelt, gibt es einen einfachen Trick“, weiß Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Man befeuchtet ein Taschentuch mit etwas Wasser, gibt die Krümel dort hinein und drückt das Papier leicht zusammen“, verrät sie die Vorgehensweise zur Analyse. Bildet sich ein roter Saum um die Krümel, handelt es sich um die Ausscheidungen eines Flohs. Durch die Feuchtigkeit und das Quetschen tritt das zuvor aufgesaugte Blut aus den schwärzlichen Brocken aus.

Von selbst wird das Haustier die Lästlinge nun nicht mehr los. Im Gegenteil - wartet man nun ab, breitet sich die Plage erst richtig aus. Doch kein Grund zur Panik. Beim Tierarzt gibt es Mittel, die den Flohbefall schnell und nachhaltig bekämpfen. Damit aber nicht genug. Was die wenigsten Tierbesitzer wissen: Im Anschluss an eine erfolgreiche Flohbekämpfung sollte immer auch eine Entwurmung des Patienten durchgeführt werden! „Flöhe übertragen den Gurkenkernbandwurm“, erläutert die Veterinärin die Notwendigkeit der Behandlung gegen Würmer nach einer Besiedelung durch Flöhe. Denn zwackt es den Vierbeiner, benagt er die juckenden Stellen mit dem Maul. Dabei verschluckt er häufig Flöhe, die wiederum Bandwurmfinnen in sich tragen. Auf diese Weise infizieren sich Hund und Katze mit dem Wurm. Auch der Mensch kann sich mit dem Bandwurm anstecken.

Gefährdet sind in diesem Zusammenhang vor allem Kleinkinder, die alles, wessen sie habhaft werden können, in den Mund stecken. „Also erst den Floh, dann den Wurm eliminieren, dann herrscht wieder Ruhe im Karton“, schließt die Tierärztin ihre Empfehlung ab.

https://www.aktiontier.org/news-2701.atom Hunde als Superschnell-Tester 2020-11-03T10:57:00+01:00 2020-11-03T13:39:56+01:00 Alles dreht sich nur noch um Corona-Tests. Wer testet, wo und wann? Wie wird getestet und wo am schnellsten? Welcher Test liefert dabei die exaktesten Ergebnisse?

Die Tierärztliche Hochschule Hannover veröffentlichte in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen nun eine aktuelle Studie mit erstaunlichen Resultaten. Innerhalb einer Woche gelang es den Wissenschaftlern, Hunde darauf zu trainieren, zu unterscheiden, ob Speichel oder Sekret aus den Atemwegen eines Menschen mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht. 94% der positiven Proben beurteilten die Tiere richtig. Denkbar ist, entsprechend ausgebildete Hunde an Flughäfen, bei Massenveranstaltungen oder an Grenzen einzusetzen, um der Ausbreitung des Virus weiter entgegenzuwirken. Sie sollen Laboruntersuchungen nicht ersetzen, sondern ergänzen.

„Die Universität sucht nun Personen, die bereit sind, bei der Pilotstudie mitzuwirken“, ermuntert Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., interessierte Menschen, an der Untersuchung teilzunehmen. Gesucht werden Probanden, die mit dem Virus infiziert sind, und dabei entweder Symptome aufweisen oder auch symptomlos sind. Darüber hinaus werden Teilnehmer gesucht, die Anzeichen einer Atemwegserkrankung zeigen, zeitgleich allerdings negativ auf das Coronavirus getestet sind und damit vermutlich an einer Grippe oder Bronchitis leiden, die auf andere Erreger zurückzuführen ist.

„In Finnland wurde die Testung mittels der Hunde bereits erfolgreich eingesetzt“, berichtet die Tierärztin. Wie genau die Vierbeiner differenzieren, ist noch nicht geklärt. Die Forscher vermuten, dass sich entweder die Zusammensetzung des Schweißgeruchs der betroffenen Personen ändert oder es bestimmte Verbindungen in der Atemluft erkrankter Menschen gibt, die es den Hunden ermöglichen, infiziert von virusfrei zu unterscheiden. Potenzielle Teilnehmer werden gebeten, sich unter vea.kleintierklinik[at] remove-this.tiho-hannover.de zu melden.

https://www.aktiontier.org/news-2700.atom Abhilfe bei Mundgeruch von Hund und Katze 2020-11-02T11:02:00+01:00 2020-11-02T11:08:36+01:00 Unsere Haustiere sind ein Quell der Freude. Eigentlich fast immer, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Beispielsweise kann einem der Spaß am Tier kurzfristig vergehen, wenn der Liebling gemütlich nebenan auf dem Sofa sitzt und dabei herzhaft gähnt. Denn kurz darauf erreicht die menschliche Nase ein feuchtwarmer Schwall übelriechender Ausdünstung. Selbst dem größten Tierliebhaber stockt in diesem Moment regelrecht der eigene Atem. Denn der Gestank, der manch einem Hunde- oder Katzenmaul entströmt, ist unerträglich. Doch woher kommen die übelriechenden Düfte, und was kann man dagegen tun?

„Mundgeruch bei unseren Haustieren kann verschiedene Ursachen haben“, berichtet Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Da auch ernste Erkrankungen hinter dem fauligen Geruch stecken können, sollte der Tierbesitzer der Sache immer auf den Grund gehen“, rät die Veterinärin. Harmlos sind Düfte, die lediglich vom Tierfutter ausgehen. In diesen Fällen riecht die Atemluft aber auch tatsächlich nach dem soeben vom Tier verspeisten Futtermittel. Diese Duftnote ist zwar für das menschliche Riechorgan nicht sonderlich lecker, unterscheidet sich aber dennoch von Gerüchen, die durch Krankheiten bedingt sind.

Ernster wird es nämlich, wenn der tierische Atem säuerlich riecht. Dann wird das Futter möglicherweise nicht gut vertragen. Hier kann ein Futterwechsel Abhilfe schaffen. Die Umstellung auf andere Nahrung sollte allerdings nie abrupt, sondern über einen Zeitraum von etwa einer Woche Schritt für Schritt erfolgen, in dem täglich immer etwas mehr von dem neuen und weniger vom ursprünglichen Futter gegeben wird. Riecht die Atemluft faulig, wird es unter Umständen richtig gefährlich und darüber hinaus oft schmerzhaft für den Hausgenossen. „Hinter eitrigem Atem stecken fast immer Entzündungen des Zahnfleischs oder des Zahnhalteapparates“, warnt Dr. Hölscher. In diesem Fall muss ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann der Besitzer schon im Vorfeld tätig werden: „Was manch einer lächerlich findet, aber dem Tier immer zugutekommt, ist das Putzen der Zähne von klein an“, empfiehlt die Tierärztin allen Tierhaltern. Hiermit können schlimme Zahnerkrankungen hinausgezögert oder im besten Fall ganz verhindert werden. Da auch unsere Haustiere immer älter werden, kommt der Gesunderhaltung des Gebisses auch bei ihnen eine ganz neue Bedeutung zu. „Tolerieren die Tiere das Putzen nicht, kann der Tierhalter das Zahnfleisch wenigstens mit Chlorhexidin-Gel betupfen. Das macht fast jeder Vierbeiner mit und hilft sehr gut gegen Entzündungen und damit auch gegen den unangenehmen Mundgeruch“, rät sie abschließend. Somit können Zwei- und Vierbeiner auch bis ins hohe Alter hinein ohne üblen Beigeschmack innig miteinander kuscheln.

https://www.aktiontier.org/news-2669.atom Tiere im Büro: Darauf sollte man achten 2020-10-02T08:42:00+02:00 2020-10-02T10:00:54+02:00 Im Allgemeinen tragen Tiere zur Lockerung der Arbeitsatmosphäre bei. Doch Vorsicht, Büros sind in der Regel nicht für Tiere gemacht. Besonders wenn die tierischen Begleiter neugierig sind, birgt ein Büro so manches Risiko.

„Vor einiger Zeit habe ich einen Patientenhund verloren, der das Kabel eines Wasserspringbrunnens im Büro angenagt hat“, schildert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., einen tragischen Fall, den das Tier tatsächlich das Leben gekostet hat. „Außerdem mussten wir eine freilaufende Ratte behandeln, die mit dem Kopf in einen Drucker geraten ist“, warnt die Tierärztin vor einer weiteren Gefahrenquelle. „Das Tier hat zwar knapp überlebt, muss aber seither regelmäßig Zahnbehandlungen über sich ergehen lassen und kann nur noch Spezialfutter fressen“, berichtet sie vom weiteren Verlauf.

Daher sollte die Büroeinrichtung auf mögliche Risikofaktoren für Tiere überprüft werden. Aktenvernichter, Drucker und Stromkabel bergen Unfallrisiken und müssen entsprechend gesichert sein. Pflanzen, die für Tiere giftig sind, wie der allseits beliebte Ficus Benjamin, in der Vorweihnachtszeit die Weihnachtssterne oder auch Begonien dürfen nur so positioniert sein, dass sie nicht angenagt werden können. Reinigungsmittel und andere Chemikalien stehen zwar nicht auf dem Speiseplan unserer Haustiere, doch zum Spielen eignen sich auch WC-Steine und Spülmaschinentabs allemal, wenn sie nicht sicher im Schrank verwahrt werden. Beides ist bei versehentlichem Verschlucken für den Vierbeinermagen äußerst unverträglich. Schokoladentafeln oder Weintrauben sind giftig für Tiere. Mitgebrachte Nahrungsmittel und Naschzeug müssen also diebstahlsicher aufbewahrt werden.

Werden diese Vorsichtsmaßnahmen beherzigt, steht einem ungetrübten Arbeitsalltag zusammen mit dem Vierbeiner nichts im Wege.

https://www.aktiontier.org/news-2670.atom Erstversorgung einer Schnittverletzung 2020-09-22T10:00:00+02:00 2020-09-22T11:29:15+02:00 Glasscherben und scharfkantige Dosenöffner sind leider selbst in scheinbar unberührter Natur keine Seltenheit. Besonders "treffsichere" Hunde erleben keinen Sommer ohne eine heftig blutende Schnittverletzung an der Pfote.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., erklärt, worauf bei der Erstversorgung zu achten ist: „Sofern möglich, soll der Besitzer die Wunde mit sauberem Wasser ausspülen und dabei Steinchen und Splitter entfernen. Dann muss er die Pfote gründlich abtrocknen. Jetzt ist Jod gut geeignet, um in den Schnitt geträufelt zu werden. Danach wird der Spalt mit einem sauberen Stück Mull bedeckt. Und nun kommt das Entscheidende, was kaum ein Tierhalter weiß: Bevor der Verband drauf kommt, muss zwischen die einzelnen Zehen eine Polsterung aus Watte eingelegt werden! Auch der an der Vorderpfote weiter oben gelegene erste Zeh darf dabei nicht vergessen werden.“

Unterlässt der Hundehalter diese Polsterung, kommt es innerhalb kürzester Zeit zu schlimmen Entzündungen zwischen den Zehen. Sie heilen sehr schlecht ab und sind damit oft weitaus bedrohlicher als die ursprünglich zu versorgende Verletzung.

Wie der darüber liegende Verband um den Fuß gewickelt wird, ist dann eher zweitrangig. Er darf nur keinesfalls zu fest sitzen und damit die Blutzufuhr abschnüren. Selbst angelegte Verbände sollten täglich gewechselt werden, um sicher zu stellen, dass keine Fehler gemacht wurden. Im Zweifelsfall ist es allerdings immer besser, den Tierarzt zu konsultieren.

https://www.aktiontier.org/news-2679.atom Manche Schmetterlinge suchen sich bereits jetzt ein Winterquartier 2020-09-14T13:30:22+02:00 2020-09-14T14:52:45+02:00 Schon jetzt im Spätsommer kann man Schmetterlinge wie Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge im Winterquartier antreffen. Unsere etwa 160 heimischen Tagfalterarten haben verschiedene Überwinterungsstrategien. Manche fliegen wie Zugvögel in den Süden, andere überstehen den Winter als Ei, Raupe oder Puppe. Lediglich sechs Arten überdauern die kalte Jahreszeit als erwachsener Falter.

Als Winterunterschlupf dienen geschützte und nicht allzu kalte Orte, denn alle Arten außer dem Zitronenfalter, der Temperaturen von bis zu -20°C überlebt, vertragen höchstens leichten Frost. „Während C-Falter, Trauermantel und Zitronenfalter im Freien zum Beispiel unter Rindenstücken oder in Baum- oder Felshöhlen Zuflucht suchen, zieht es den Großen und Kleinen Fuchs sowie das Tagpfauenauge häufig in Siedlungsbereiche, wo sie sich zum Beispiel in Schuppen, Kellern, Garagen und Dachböden meistens überkopf an die Decken hängen“, erklärt die Biologin Ursula Bauer von aktion tier.

Arten, die sehr früh ihre Winterherberge aufsuchen, verlassen diese zum Teil noch ab und an, um Nahrung zu suchen und fahren ihren Stoffwechsel ganz allmählich zurück. Als wechselwarme Tiere sinkt ihre Körpertemperatur mit der fallenden Außentemperatur. Liegt diese bei etwa 5°C, fallen die Tagfalter in eine Winterstarre mit stark reduziertem Metabolismus und verlangsamtem Herzschlag. Sie benötigen jetzt keine Nahrung mehr und können in diesem Zustand verharren, bis es draußen ca. 10 Grad warm wird und der Körper wieder im Schwung kommt.

Im Grunde kann man die Wintergäste einfach in Ruhe dort sitzen oder hängen lassen, wo sie sind. Hat sich ein Falter zum Überwintern jedoch eine Wohnung ausgesucht, kann es problematisch werden. Denn sobald geheizt wird, erwacht der Schmetterling und flattert herum. Da kein Nektar verfügbar ist, würde er bald sterben. Ihn nach draußen in die Kälte zu setzen, hätte die gleiche Folge. „Man kann diesen Insekten helfen, indem man sie vorsichtig in eine kleine, mit Luftlöchern versehene Pappschachtel setzt und diese an einen deutlich unter 10°C kühlen, aber frostfreien, dunklen Ort stellt“, sagt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Hier kann das Tier dann in Ruhe den Winter verbringen. Im kommenden Frühjahr aber bitte nicht vergessen! Auch im Januar oder Februar kann es draußen schon um die 10°C warm werden, Frühblüher bieten Nektarquellen, und dann muss der Schmetterling nach draußen können.

Weitere Informationen zum Thema „Wie überwintern Schmetterlinge?“ finden Sie auf unserer Website unter www.aktiontier.org/themen/wildtiere/insekten-spinnentiere-schnecken/schmetterlinge/

https://www.aktiontier.org/news-2662.atom Wie alt ist ein Hund in Menschenjahren? - Altersformel mal 7 gilt nicht mehr 2020-09-07T10:42:00+02:00 2020-09-07T15:34:17+02:00 Wie alt ist ein Hund in Menschenjahren? - Was früher leicht zu beantworten war, wird nach neuesten Erkenntnissen etwas komplizierter, dafür aber wesentlich genauer. „Die bisherige Berechnungsart, nämlich das Alter des Hundes einfach mal sieben zu nehmen und damit das entsprechende Menschenalter zu ermitteln, ist alles andere als exakt“, beschreibt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., das Manko des alten Berechnungssystems.

„Das wird am deutlichsten, wenn man sich beispielsweise einen zweijährigen Hund vor Augen führt“, erklärt sie weiter. „Ein Hund ist nach Vollendung des zweiten Lebensjahres voll entwickelt, geschlechtsreif und erwachsen“, führt sie aus. Der Berechnungsformel zufolge entspräche das aber dem Alter eines vierzehnjährigen Jungen. „Dass dieser voll entwickelt ist, kann man in der Regel nicht behaupten“, belegt sie die Schwäche des alten Systems.

Amerikanische Wissenschaftler haben auf der Grundlage von Alterungsprozessen der DNS nun eine Gleichung präsentiert, mit der das Alter des Hundes ziemlich exakt in Menschenjahren ausgedrückt werden kann. Hierzu muss man den natürlichen Logarithmus des Alters des Hundes mit 16 multiplizieren und die Zahl 31 hinzuaddieren:

ln (Alter des Hundes) x 16 + 31 = Menschliches Alter

„Zunächst sucht man die Taste „ln“ auf seinem Taschenrechner und tippt sie an. Dann gibt man das Alter des Hundes ein und schließt die Klammer. Nun multipliziert man mit der Zahl 16. Dann rechnet man noch 31 hinzu und heraus kommt das Hundealter in Menschenjahren“, leitet die Tierärztin Tierhalter an, wie sie den Taschenrechner bedienen müssen, um das entsprechende Alter zu errechnen. Mit Hilfe der neuen Formel können Tierhalter nun ganz genau ermitteln, wie alt ihr Schatz denn eigentlich vergleichsweise ist.

https://www.aktiontier.org/news-2658.atom Getränkereste in Flaschen kosten zahllosen Wespen das Leben! 2020-08-24T10:54:19+02:00 2020-08-24T13:01:09+02:00 Eine erfrischende Limo im Sommer ist eine feine Sache. Man bekommt die kleinen Flaschen mit Säften und diversen Softgetränken entweder "to go" am Kiosk oder zum Verzehr im Café oder Restaurant. Schnell ist der Inhalt ausgetrunken, aber meistens bleibt ein wenig Flüssigkeit in der Flasche zurück.

Oder auch mehr, wenn der Durst nicht groß oder das Getränk abgestanden war. „Genau dieser zuckerhaltige Rest zieht vorrangig Wespen magisch an“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin.

Die zurückgegebenen Flaschen, die meist nicht wiederverschließbar sind, werden von Gastronomen und Kioskbetreibern in der Regel im Freien in Kisten gelagert, bis diese voll sind. In dieser Zeit folgen Wespen dem verlockenden Zuckerduft, sind in den Flaschen gefangen und ertrinken oder verhungern.

Nur die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) mögen gezuckerte Lebensmittel und können daher lästig werden, wenn man etwas Süßes bei sich hat. „Aber auch sie sind wie alle Wespen sehr nützliche Tiere, denn sie bestäuben Pflanzen und fressen zum Beispiel Fliegenlarven und Blattläuse, die Gemüse- und Blütenpflanzen schädigen können“, erklärt Dipl.-Biologin Ursula Bauer.

Jeder kann mithelfen, Wespen vor dem unnötigen und qualvollen Flaschentod zu bewahren. aktion tier bittet: Achten Sie darauf, dass die Flaschen mit süßen Getränken wirklich leer sind. Selbst im Café kann man den ungewollten Rest dezent wegkippen. Wo die Möglichkeit besteht, sollte kurz mit etwas Wasser nachgespült werden, um die Gefahr komplett zu bannen.

https://www.aktiontier.org/news-2657.atom Hausmittel: Karottensuppe für den Darm 2020-08-17T09:34:34+02:00 2020-08-17T09:57:19+02:00 Vor allem im Sommer neigen Hund und Katze zu Durchfall und Erbrechen. Dies liegt vor allem daran, dass in dieser Jahreszeit allerorten gegrillt und gepicknickt wird.

Häufig bleiben Essensreste liegen. Sie stellen ein Mekka für Bakterien dar. Rasend schnell können diese sich dort bei warmen Temperaturen vermehren. Frisst der Vierbeiner die keimbelasteten Speisereste auf, sorgen die Erreger im Magen-Darm-Trakt des Tieres für äußerst unangenehme oder sogar gefährliche Turbulenzen.

„Es gibt ein altes Hausmittel, das hilft fast immer“, verrät Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Die 'Morosche Karottensuppe' ist leicht selbst zuzubereiten und hilft dem geschädigten Darm, schneller gesund zu werden“, führt sie aus.

Das Rezept stammt von einem Kinderarzt namens Ernst Moro, der Anfang des 20ten Jahrhunderts nach einem Heilmittel für Diarrhoe bei Kindern suchte. Antibiotika gab es zu dieser Zeit noch nicht und viele Kinder starben an Durchfällen. Moro entdeckte, dass die Karottensuppe helfen konnte. Heute weiß man auch warum. Sie verhindert, dass schadhafte Bakterien an die Darmwand andocken können. Sie werden von Karottenbestandteilen gebunden und damit unschädlich gemacht.

Zur Zubereitung nehme man 500g Karotten, geschält und zerkleinert, und koche sie in einem Liter Wasser für 60 min. Keinesfalls kürzer, denn erst durch die Kochzeit entwickeln sich die Bakterien bindenden Bestandteile. Dann abtropfen lassen und pürieren. Nun fülle man den Brei wieder mit Wasser auf, so dass die Gesamtmenge einen Liter ergibt und gebe 3g Salz hinzu und verrühre das Ganze. Fertig ist das Heilmittel. „Mehrmals am Tag sollte dem Patienten die Suppe angeboten werden“, erklärt die Tierärztin die richtige Anwendung. Damit dürfte es dem Vierbeiner in den meisten Fällen schnell besser gehen. Wenn nicht, geht es natürlich ab zum Tierarzt.

https://www.aktiontier.org/news-2655.atom Hilfe, meine Katze geht fremd! 2020-08-12T13:48:18+02:00 2020-08-12T15:24:14+02:00 Wenn die Mieze immer seltener zu Hause ist, meistens nicht viel Hunger hat und irgendwie fremdelt, kann ein Nachbar dahinterstecken.

„Nicht selten erreichen uns Anrufe verzweifelter Katzenbesitzer, deren Tier fremdgefüttert und wahrscheinlich auch `fremdgeschmust` wird“, erzählt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. Diese Menschen sind sehr traurig, dass sich ihr Liebling täglich weiter von ihnen entfernt und kaum noch Interesse an einem Kontakt zeigt. Wie bei den meisten Haustieren geht auch bei Katzen die Liebe durch den Magen und es ist recht einfach, sich ihre Zuneigung mit Leckerbissen zu erschleichen.

Betroffene müssen es allerdings nicht hinnehmen, dass ihnen ihre Katze systematisch entzogen wird. Der erste Schritt sollte ein Gespräch mit dem „Tatverdächtigen“ sein. Bringt das nichts, kann man sich rechtlichen Beistand holen. „Meistens reicht es, wenn ein Anwalt den Fremdfütterer schriftlich zum Unterlassen auffordert“, rät Dipl. Biologin Ursula Bauer. Wird trotzdem weiter gefüttert, kann der Rechtsanwalt eine Unterlassungsklage einreichen. Hilfreich ist hier, wenn es weitere Menschen gibt, die bezeugen können, dass regelmäßig Futter gereicht und die Katze vielleicht auch noch ins Haus geholt wird. Alles Handlungen, die eigentlich dem Halter vorbehalten sind. Im Falle der Klage muss sich der Nachbar einem gerichtlichen Verfahren stellen und wird, wenn alles gut geht, zur Unterlassung verurteilt. Wird diese ignoriert, droht ein Ordnungsgeld.

Es ist verständlich, dass Menschen das Bedürfnis haben, Tiere zu füttern. Das ist die einfachste und effektivste Methode, um Kontakt herzustellen, beliebt und interessant zu sein. Eine Katze durch Futter und Gastfreundschaft ihrem Besitzer abspenstig zu machen ist jedoch egoistisch und unfair. Das Argument „die will aber lieber bei uns sein“ gilt nicht. Denn natürlich findet der Minitiger einen Ort sehr anziehend, an dem es Futter und jede Menge Zuwendung gibt. Gerade wenn die eigenen Leute vielleicht nicht so viel Zeit haben, zum Beispiel, weil sie arbeiten gehen. „Wer verwöhnen möchte und Zeit hat, sich intensiv um ein Tier zu kümmern, sollte sich einen eigenen Stubentiger besorgen – am besten aus dem Tierheim“, so Ursula Bauer abschließend.

https://www.aktiontier.org/news-2652.atom Mein Kind wünscht sich ein Tier - aktion tier hat große Aufklärungskampagne gestartet 2020-08-04T14:47:38+02:00 2020-08-04T15:46:59+02:00 Gestern hat aktion tier seine neue Aufklärungskampagne „Mein Kind wünscht sich ein Tier“ gestartet. Ab sofort können Interessierte Informationen und unsere umfangreiche Kampagnenbroschüre bundesweit an allen aktion tier-Infoständen erhalten.

Hintergrund der Kampagne: Fast jedes Kind äußert irgendwann einmal den Wunsch nach einem eigenen Haustier. Besonders beliebt sind niedliche Fellknäuel wie Hunde und Katzen zum Kuscheln und Spielen. Bevor Eltern dem Betteln nachgeben, sollten sie sich allerdings bewusst sein, dass vor allem sie selbst in der Verantwortung stehen. Und zwar ein ganzes Tierleben lang.

Damit die Haustierhaltung nicht auf Kosten des Vierbeiners geht, müssen außerdem im Vorfeld viele Fragen geklärt werden. Zum Beispiel, was genau hinter dem Tierwunsch steckt. Ist es vielleicht nur der Gruppendruck, weil alle anderen einen Hund haben? Oder das Bedürfnis, mit der Rassekatze anzugeben? Entscheidend ist auch die Wahl des zukünftigen Familienmitgliedes. Denn ob Hund, Kaninchen oder Fisch – jedes Haustier hat als echtes Familienmitglied Anspruch auf tägliche Zuwendung, eine tiergerechte Unterbringung und liebevolle Pflege. Es muss außerdem zu den Lebensgewohnheiten, dem Platz und dem Geldbeutel der Besitzer passen.

Mit der neuen Kampagne „Mein Kind wünscht sich ein Tier“ möchte aktion tier Eltern von 4-14jährigen Kindern informieren und Anstöße zum Nachdenken geben. Damit am Ende die richtige Entscheidung getroffen und möglichst kein Haustier unüberlegt angeschafft und später dann ins Tierheim gebracht wird.

Weitere Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf unserer Homepage. Hier können Sie unser Hintergrundvideo einsehen sowie die Kampagnenbroschüre herunterladen.

https://www.aktiontier.org/news-2647.atom Wann trinkt mein Tier zu viel? 2020-07-30T15:48:32+02:00 2020-07-30T17:02:30+02:00 „Mein Hund trinkt so viel, ist das normal?“ Diese Frage hören viele Tierärzte mindestens einmal in der Woche, wenn nicht gar einmal am Tag. Die Antwort darauf kann nicht in einem Satz gegeben werden. Denn die Kardinalfrage des Tierarztes lautet: „Wie viel ist denn eigentlich viel?“

Hierbei müssen die meisten Tierbesitzer bereits passen. Doch ohne diese Angabe kann nicht beurteilt werden, ob sich die Trinkmenge des Vierbeiners im physiologischen Bereich befindet oder ob hier ein echtes Krankheitsbild vorliegt.

„Tierbesitzer, die das Gefühl haben, ihr Tier trinkt mehr als üblich, müssen zunächst die exakte Wassermenge ermitteln, die das Sorgenkind zu sich nimmt“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Dies gelingt am besten, indem man morgens Wasser in einen Messbecher füllt und eine klar definierte Menge Wasser in den Wassernapf gibt. Am nächsten Morgen misst man erneut, was übrig ist und errechnet die Differenz.

„Hinzugerechnet werden muss allerdings auch die Menge an Flüssigkeit, die über das Futter aufgenommen wird“, ergänzt die Tierärztin. Nur so erhält man genaue Werte. Immerhin enthält Dosenfutter einen Flüssigkeitsanteil von 80%. Das bedeutet, der Wasseranteil einer 400g Dose liegt bei ganzen 320ml Wasser. Bei reiner Trockenfutterfütterung fällt dieser feuchte Anteil hingegen gänzlich weg.

„Am Messtag muss peinlich darauf geachtet werden, dass das Tier nicht aus Pfützen oder Bächen trinkt, denn das würde das Ergebnis natürlich verfälschen“, gibt die Veterinärin einen weiteren praktischen Tipp. Besonders das Trinkverhalten von Freigängerkatzen kann nur entsprechend beurteilt werden, wenn sie zumindest einen Tag im Haus gehalten werden.

Bei gängigen Temperaturen und durchschnittlicher Aktivität, kann als maximale Flüssigkeitsmenge, die noch im gesunden Bereich liegt, 100ml pro Kilogramm Körpergewicht angenommen werden. Ein 10kg schwerer Hund sollte also nicht mehr als einen Liter Wasser in 24 Stunden benötigen. Trinkt er mehr, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

https://www.aktiontier.org/news-2626.atom Pediküre durch Fische nicht ungefährlich 2020-07-13T09:56:00+02:00 2020-07-13T15:15:12+02:00 Endlich steht der wohlverdiente Urlaub an! Da gönnen sich Touristen gerne mal etwas Besonderes. Vor allem in südlichen Urlaubsländern steht eine Fußpflege durch kleine Helferlein ganz oben auf der Liste. Die müden Füße werden in Wasserbecken, die mit kleinen Fischchen besetzt sind, getunkt und los geht die Wohlfühlbehandlung.

Zum Einsatz kommen hierfür Schwärme der Rötlichen Saugbarbe, lateinisch Garra rufa. Die putzigen Tierchen nagen und zupfen an den Füßen, bevorzugt knabbern sie an stark verhornten Bereichen. Das Ergebnis sollen weiche und damit gepflegte Füße sein.

Italienische Wissenschaftler prüften nun, wie gesund die Fische eigentlich sind und ob mit eventueller Keimbelastung der Tiere auch Gesundheitsrisiken für die Menschen verbunden sind. Das Ergebnis war überraschend: Die Forscher entdeckten eine Vielzahl gruselig klingender und krankmachender Keime in unterschiedlichen Aquarien. Selbst Individuen aus einem frisch desinfizierten Becken waren keimbelastet. Und wie befürchtet - die meisten dieser Bakterien können auch den Menschen krank machen!

„Hinzu kommt, dass die Haltungsbedingungen der Fische und die hygienischen Zustände in diesen Kosmetiksalons fast immer als mangelhaft einzustufen sind“, erläutert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Brisanz der Situation. Diese Umstände verschärfen die ohnehin kritische keimbelastete Ausgangslage zusätzlich. Sie führt dazu, dass die Fische gestresst und damit anfällig sind, was wiederum eine weitere Vermehrung der Krankheitserreger begünstigt.

„Tierfreunde sollten der Fische wegen und nicht zuletzt aus Eigenschutz auf diese zweifelhafte Art der Körperpflege verzichten“, rät die Veterinärin abschließend.