aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2019-09-22T12:32:21+02:00 https://www.aktiontier.org/news-2400.atom Achtung Hundebesitzer: Hirschlausfliege jetzt besonders aktiv 2019-09-18T12:16:31+02:00 2019-09-18T14:43:21+02:00 Besonders zu dieser Jahreszeit sind die Hirschlausfliegen aktiv. „Das ist eine besonders verwunderliche Spezies, sie mutiert vom Flug- zum Krabbeltier“, beschreibt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., den Parasiten, der sich momentan zügig ausbereitet.

Zu Beginn ihres Lebens schlüpft die Hirschlausfliege aus ihrem Kokon und hat zunächst Flügel. Auf dem Luftweg macht sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Wirt. Gerne lässt sie sich auf Wildtieren wie Rehen, Wildschweinen oder auch Dachsen nieder. Doch leider stehen Hunde und sogar der Mensch ebenfalls mit auf ihrem Speiseplan. Hat sie einen Ernährer gefunden, setzt die Hirschlausfliege zur Landung an, krallt sich fest und wirft die Flügel ab. Ab jetzt ist sie flugunfähig. Nun saugt sie genüsslich Blut und verpaart sich. Ihre Nachkommen fallen auf den Boden, verpuppen sich dort und das Spiel geht von vorne los.

„Besonders zu dieser Jahreszeit sind die Hirschlausfliegen aktiv“, warnt die Veterinärin vor möglichen aktuellen Fällen. Ein Stich löst starken Juckreiz aus. Unbehandelt können sich generalisierte Entzündungen der Haut entwickeln, denn von selbst verschwindet der Lästling nicht. Der Parasit ist fast einen halben Zentimeter groß. Laien verwechseln ihn gerne mit Milben oder Zecken. „Zu übersehen ist er aufgrund seiner Größe jedenfalls kaum und die Behandlung ist unkompliziert“, beruhigt die Tierärztin besorgte Tierbesitzer. Gängige Ektoparasitika vom Tierarzt wirken auch gegen die Hirschlausfliege.

https://www.aktiontier.org/news-1291.atom Achtung Autofahrer – jetzt sind geschäftige Eichhörnchen unterwegs! 2019-09-13T09:39:00+02:00 2019-09-13T12:43:26+02:00 Im Moment legen unsere Eichhörnchen wieder ihre Wintervorräte an. Sie vergraben und verstecken jede Menge Nüsse, Bucheckern und andere Pflanzensamen.

Das Futter wird im Boden verscharrt, in Astgabeln eingeklemmt oder unter loser Baumrinde deponiert. Da Eichhörnchen keinen durchgängigen Winterschlaf sondern lediglich eine Winterruhe abhalten, benötigen sie für die Wachphasen ausreichend Nahrung.

„Die Tiere sind derzeit so eifrig mit dem Sammeln und Verstecken ihrer Vorräte beschäftigt, dass sie gar nicht mehr auf den Autoverkehr achten“, warnt Tanja Lenn von der aktion tier-'Eichhörnchenhilfe'. In der Konsequenz werden alle Jahre wieder im Herbst viele Hörnchen überfahren. Daher bittet aktion tier alle Autofahrer dringend um eine vorsichtige Fahrweise. Vor allem an Parks, Friedhöfen und Gehölzgruppen ist mit den niedlichen Nagern zu rechnen, die, eine Nuss im Maul, schnell die Straße überqueren wollen. Bitte nehmen Sie, liebe Autofahrer, jetzt besonders viel Rücksicht – denn Eichhörnchen habe keine Bremse!

Falls es trotz aller Vorsicht zu einer Kollision gekommen ist sollte man auf jeden Fall aussteigen und nachsehen, ob das Eichhörnchen noch lebt. Ein verletztes Tier sollte vorsichtig mit einem Tuch aufgenommen, in einen Transportbehälter gelegt und umgehend in eine Tierklinik oder eine Tierarztpraxis gebracht werden. Vielleicht kann dort dem verwundeten Eichhörnchen noch geholfen werden.

https://www.aktiontier.org/news-2172.atom Jetzt die Nüsse der Baumhasel für Eichhörnchen sammeln 2019-09-05T12:25:00+02:00 2019-09-05T12:59:34+02:00 Man kann Eichhörnchen jetzt unterstützen, indem man ihnen artgerechtes Futter anbietet wie beispielsweise Hasel- und Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Maronen, getrocknete Hagebutten, Rosinen und Apfelstücke. Unser ganz aktueller Tipp: Die Früchte der Baumhasel sind gerade reif und bieten eine gute Gelegenheit, sich einen ordentlichen Nussvorrat zur Eichhörnchenfütterung noch dazu kostenlos zusammen zu sammeln.

Bei der Baumhasel (Corylus colurna), die auch als Türkische Hasel bekannt ist, handelt es sich um einen ursprünglich in Südosteuropa und Vorderasien vorkommenden Laubbaum. Im Gegensatz zu unserer heimischen Hasel (Corylus avellana) befinden sich bei der Baumhasel die kleinen aber sehr wohlschmeckenden Nüsse in büscheligen Fruchtständen. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde dieser Baum in Mitteleuropa eingeführt und wird bei uns meist als Garten-, Park- oder Straßenbaum angepflanzt.

Die Türkische Hasel ist extrem widerstandsfähig, hinsichtlich des Bodens anspruchslos und erträgt Temperaturextreme von -38 bis +40 Grad. Daher hat diese Gehölzart auch den diesjährigen `Supersommer` unbeschadet überstanden und, im Gegensatz zu unseren heimischen Arten, reichlich Nüsse gebildet. Diese warten nur darauf, gesammelt zu werden. Da die Baumhaseln häufig an Straßen stehen und oft für Eichhörnchen gar nicht zugänglich sind, fällt die wertvolle Nahrung meist zu Boden und wird von der Stadtreinigung entsorgt.

Wo genau Baumhasel stehen, kann bei der jeweiligen Stadtverwaltung (Grünflächenämter) erfragt werden. Für Berlin können wir an folgenden Standorten größere Bestände (beidseitig an Straßen) nennen:

  1. Munsterdamm (Steglitz)
  2. Gneisenaustraße (Kreuzberg)
  3. Manfred-von Richthofen-Straße (Tempelhof)

Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern eine sogenannte Winterruhe. Während dieser Zeit sind Stoffwechsel und Herzschlag verlangsamt und die Tiere bleiben teilweise tagelang im Nest. Dennoch benötigen sie regelmäßig Nahrung. Es wäre nicht schlecht, wenn man schon jetzt mit der Eichhörnchen-Fütterung beginnen würde, damit die Tiere in der kalten Jahreszeit, wenn sie hungrig ihren Kobel verlassen, wissen, wo sie etwas zu Fressen finden.

Hinweise zu Lagerung und Fütterung

Die Nüsschen sollten luftig und trocken aufbewahrt werden (also nicht z.B. in Plastiktüten, da sich hier leicht Schimmel bilden kann). Da Eichhörnchen natürlicherweise Baumbewohner sind macht es wenig Sinn, die Baumhasel-Fruchtstände zum Beispiel auf einer Wiese auszulegen. Besser sind erhöhte Standorte wie Astgabeln, Parkbänke, Baumstümpfe oder Zaunpfähle, die sich in der Nähe von Gehölzen (Bäume, Hecken, Sträucher) befinden, so dass die Hörnchen sie gefahrlos erreichen können. Außerdem sollte man vorher sicherstellen, dass an den vorgesehenen Orten tatschlich Eichhörnchen leben. Auf Friedhöfen und in größeren Parks mit Baumbestand sind die Chancen recht gut.

https://www.aktiontier.org/news-2388.atom Tipps bei tränenden Augen von Hund und Katze 2019-08-30T10:23:30+02:00 2019-08-30T11:37:54+02:00 Wer kennt sie nicht? Die ständig tränenden Augen bei unseren Haustieren. Viele haben schon regelrechte rote Spuren auf der Innenseite der Augen, die sich links und rechts der Nase bis zur Lippe hinunterziehen. Doch was tun?

„Wenn möglich, sollte die Grunderkrankung herausgefunden und therapiert werden“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Leider handelt es sich aber oft um ein chronisches Geschehen, das beispielsweise durch einen Virus bedingt ist. Oder aber anatomische Besonderheiten führen zu diesem Augenausfluss. Dann ist es schwierig bis unmöglich die zugrunde liegende Ursache des tränenden Auges zu eliminieren. Umso wichtiger wird damit die pflegende Rolle des Besitzers. Er muss die Augen und Umgebung sauber halten, damit sich die umliegende Haut nicht entzündet und das Geschehen damit zusätzlich verschlimmert.

„Zunächst sollten die Haare im zur Nase zugewandten Augenwinkel abrasiert oder sehr kurzgehalten werden“, empfiehlt die Tierärztin. So hat das Sekret weniger Möglichkeiten anzuhaften. Dann müssen Besitzer den Bereich rund um die Augen mindestens einmal täglich mit einem feuchten, sauberen Waschlappen reinigen. „Kamille ist in diesem Zusammenhang tabu“, lehnt die Tierärztin ein häufig angewandtes Hausmittel ab. „Es reizt die Bindehäute und wirkt hier nicht zielführend“, erklärt sie.

Will man hartnäckige Verklebungen lösen, hat sie einen anderen Tipp: “Acetylcystein, kurz ACC Hustenlöser, löst Schleim. Gibt man diesen in das Wasser zum Reinigen, bekommt man die Krusten leichter aufgelöst.“, führt sie aus. Bleibt der Besitzer an diesem Thema dran, hat das Tier kaum Beschwerden. Aber wehe, wenn nicht. Schlimmste Entzündungen sind die Folge, die zudem sehr schmerzhaft sein können.

https://www.aktiontier.org/news-620.atom Keine Angst vor Wespen 2019-08-13T13:03:00+02:00 2019-08-13T11:40:28+02:00 Vor allem im Hochsommer sind Wespen vorrangig dort anzutreffen, wo süße Speisen zu finden sind. Sie umschwirren uns im Biergarten, in der Bäckerei, beim Picknick oder im Freibad und versetzen viele Menschen in regelrechte Panik.

„Man sollte jedoch ruhig bleiben und niemals wild nach den schwarz-gelb-gestreiften Insekten schlagen“, rät Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Das macht die Wespen nur angriffslustig und erhöht die Gefahr, tatsächlich gestochen zu werden. Auch Wegpusten ist keine gute Idee, da das im Atem enthaltene Kohlendioxyd die Tiere zusätzlich aggressiv macht. Besser ist, ruhig zu bleiben und die Wespe mit einer langsamen Handbewegung in der Luft `wegzuschieben`. Kommt es doch einmal zu einem Stich, ist dieser zwar schmerzhaft, jedoch nur dann gefährlich, wenn er den Hals oder Rachenraum trifft oder eine entsprechende Allergie vorliegt.

Von den elf in Deutschland vorkommenden staatenbildenden Wespenarten sind nur die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) an süßen Speisen und Getränken interessiert. Um ihre Brut aufzuziehen benötigen sie außerdem tierisches Protein und knabbern daher auch gerne an Grillfleisch oder Wurstwaren. Die übrigen neun Arten meiden Menschen und Lebensmittel. Um Wespen fern zu halten, sollte man Abfalleimer gut verschließen, Fallobst im Garten schnell einsammeln, keine süßlichen Parfüms verwenden und im Freien auf den Verzehr von zuckerhaltigen Speisen und Getränken verzichten. Oder man lockt die Tiere zum Beispiel mit reifen Weintrauben, die man in einiger Entfernung platziert, von der Gartenparty weg. Mit süßen Flüssigkeiten gefüllte Wespenfallen, in denen die Insekten ertrinken, sind nicht nur grausam, sondern auch unwirksam. Denn die sterbenden Wespen sollen Geruchsstoffe freisetzen, die weitere Artgenossen anlocken.

„Wespen sind übrigens sehr nützliche Tiere, da sie zahlreiche Schadinsekten wie Blattläuse und Spinnmilben fangen“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer. Was besonders ängstlichen Menschen ein Trost sein könnte: die Lebenserwartung dieser interessanten Hautflügler ist sehr kurz. Im August ist das Wespenvolk am größten aber bis Mitte Oktober sterben in der Regel alle Individuen bis auf die Jungköniginnen, die überwintern und im Frühjahr alleine das neue Volk gründen. Außerdem gehören Wespen zu den gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützten Tierarten.

https://www.aktiontier.org/news-340.atom Vierbeiner im Auto: Vorsicht vor Hitze und Zugluft 2019-07-25T12:16:00+02:00 2019-07-25T12:16:43+02:00 Fahrten mit dem Auto gehören für viele Hunde zum Alltag. Grundsätzlich sollte man den Hund im Sommer jedoch niemals im Auto allein lassen!

Auch nicht für kurze Zeit oder wenn der Wagen im Schatten steht. Selbst heruntergelassene Scheiben oder eine Schale Wasser im Auto bringen nichts. Denn die Sonne wandert schnell und verwandelt das Auto in kurzer Zeit in einen Backofen. So kann im Wageninnern die Temperatur innerhalb von Minuten auf 70 Grad ansteigen und der Hund einen lebensbedrohlichen Hitzschlag erleiden. Bereits eine Stunde Warten im aufgeheizten Auto kann zum Kreislaufzusammenbruch führen, nach spätestens zwei Stunden stirbt der Hund. Daher ist Gefahr im Verzug, wenn ein Hund im Sommer im Auto zurückgelassen wurde. Passanten sollten die Polizei verständigen, welche die Scheiben einschlagen darf, um das Tier zu retten. Der Hundebesitzer kann neben diesem Schaden mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Für sommerliche Autofahrten sollte der PKW über eine Klimaanlage verfügen, damit es dem Vierbeiner nicht zu warm wird. Weit heruntergelassene Scheiben während der Fahrt bitte unbedingt vermeiden. Hunde können durch Zugluft leicht eine Bindehaut- oder Ohrenentzündung bekommen.

https://www.aktiontier.org/news-2363.atom Bienen nicht mit Honig füttern 2019-07-23T12:30:00+02:00 2019-07-23T13:57:24+02:00 Auch wenn es gut gemeint ist, Bienen sollte von uns Menschen kein Honig als zusätzliche Nahrungsquelle angeboten werden. Denn die meisten Importhonige aus Supermärkten enthalten ein für Bienenvölker gefährliches Bakterium namens Paenibacillus larvae.

Es ist der Auslöser der amerikanischen Faulbrut. Der Keim wird von den erwachsenen Bienen in den Stock geschleppt und steckt die Bienenlarven an. In der Folge versterben diese. Damit fehlt dem Volk der Nachwuchs und es stirbt aus. „Ausgewachsenen Bienen kann der Erreger nichts anhaben, doch sie schleppen ihn mit sich herum und verbreiten ihn in der Umgebung“, führt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., einen weiteren problematischen Aspekt an. Sie können auf diese Weise auch fremde Bienenvölker anstecken und dafür sorgen, dass regional ganze Populationen infiziert und langfristig ausgelöscht werden. Einzig positiver Gesichtspunkt an der Geschichte: der Mensch kann wenigstens nicht erkranken. „Um die Bienen vor der Faulbrut zu schützen, sollten Honiggläser, bevor sie im Altglas-Container entsorgt werden, sorgfältig ausgespült werden. So unterbricht man die Infektionskette.“, rät die Veterinärin.

aktion tier e.V. empfiehlt, Bienen aktiv zu unterstützen, indem man seinen Privatgarten oder Balkon insektenfreundlich gestaltet. Zum Beispiel durch die Kultivierung von Pflanzen, die besonders viel Pollen und Nektar produzieren (Bienenweide) und daher unter anderem von Honigbienen sehr gerne besucht werden.

Bienenfreundliche Sträucher wie Weißdorn, Himbeere oder Brombeere nützen außerdem auch dem Menschen. Sie bieten angenehmen Sichtschutz und liefern wohlschmeckende, gesunde Früchte. Apfel-, Kirsche- und andere Obstbäume spenden im Sommer Schatten und ihre Blüten dienen Bienen als wichtige Nahrungsquelle. Mit Kapuzinerkresse, Salbei, Oregano, Ackerbohne und Gurke wachsen sogar viele Bienenpflanzen im Gemüse- und Kräuterbeet und damit auch auf Balkonen. Die ganz natürliche Bienenfütterung gelingt also jedem - auch ohne Honig! Weitere Anregungen, wie man seinen Garten insgesamt tierfreundlich gestaltet, erklärt aktion tier e.V. in einer ausführlichen Aufklärungskampagne mit dem Titel "Mein tierfreundlicher Garten".

https://www.aktiontier.org/news-361.atom Vorsicht bei der Mitnahme von Straßentieren aus dem Ausland 2019-07-17T09:25:00+02:00 2019-07-17T10:30:16+02:00 Tierfreunde entdecken, wo sie gehen und stehen, Tiere. Auch und gerade im Urlaub, wenn der Kopf frei ist und der Blick neugierig umherwandert.

„Vor allem in südlichen und osteuropäischen Ländern begegnen wir regelmäßig Straßenhunden und Streunerkatzen, die an Orten leben, die uns ungewohnt und auch ungeeignet erscheinen – in Ferienanlagen, in Parks, am Strand, in Ruinen oder auf dem Campingplatz“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Die Tiere laufen durch den gefährlichen Verkehr, stöbern im Müll, haben kein Zuhause. Manche sind mager, haben ungepflegtes Fell, wirken krank. Man möchte am liebsten alle einsammeln und mitnehmen.

Bei aller Tierliebe sollte die Mitnahme eines Straßentieres nach Deutschland jedoch nie spontan und unüberlegt erfolgen, sonst kann die gut gemeinte Rettungsaktion schnell schief gehen. Zum einen muss die Reise mit Tier organisiert und beispielsweise mit der Fluggesellschaft abgestimmt werden. Zum anderen gilt es, die gesetzlichen Bestimmungen genau zu beachten.

Zwingend erforderlich für die Einreise aus einem der EU- Mitgliedsstaaten nach Deutschland ist ein gültiger EU-Heimtierpass, der von einem autorisierten Tierarzt oder einer entsprechenden Behörde im Urlaubsland ausgestellt wurde. Außerdem müssen Hunde und Katzen mit einem Microchip gekennzeichnet sein, dessen Nummer im Heimtierpass eingetragen ist. Vorgeschrieben ist ferner eine gültige Tollwutimpfung, die mit Unterschrift und Stempel des Tierarztes im EU-Heimtierpass verzeichnet ist. Eine Erstimpfung muss mindestens 21 Tage zurückliegen, um wirksam und somit gültig zu sein. Wer fest entschlossen ist, einen Hund oder eine Katze mitzunehmen, muss also nach der Impfung 3 Wochen warten, bevor er das Tier nach Deutschland verbringen darf. Auch Hunde- und Katzenwelpen benötigen eine gültige Tollwutimpfung. Bei einem Mindest- Impfalter von 12 Wochen plus der „Wirkzeit“ der Tollwutimpfung von weiteren 3 Wochen bedeutet dies, dass Welpen unter 15 Wochen nicht nach Deutschland einreisen dürfen. Ein absolutes Einreiseverbot gilt außerdem für diverse Hunderassen sowie deren Kreuzungen wie etwa American Staffordshire-Terrier, Bullterrier oder Pitbull.

Möchte man eine Katze oder einen Hund aus einem sogenannten nicht gelisteten Drittland wie beispielsweise Ägypten, Türkei, Marokko oder Thailand mit nach Deutschland nehmen, wird es noch komplizierter. Neben den innerhalb der EU geltenden Voraussetzungen ist hier auch noch ein Bluttest erforderlich. Dieser Tollwutantikörpertest muss in einem zugelassenen EU-Labor durchgeführt und das zu testende Blut darf frühestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung entnommen werden. Nach der Blutentnahme für den Test muss weitere 3 Monate gewartet werden, bis das Tier nach Deutschland einreisen darf. Von der ersten Tollwutimpfung bis zum Reiseantritt vergehen also mindestens 4 Monate (bei Welpen 7 Monate, da die Tiere erst im Alter von 3 Monaten geimpft werden dürfen). Wer die jeweiligen Einreisebestimmungen nicht einhält, bekommt Ärger. Illegal eingeführte Tiere werden in Deutschland am Flughafen beschlagnahmt und für drei Monate unter Quarantäne gestellt - ein Horror für die freiheitsgewohnten Straßentiere und ein teurer Spaß für den neuen Besitzer, der die Kosten für die Unterbringung zu tragen hat.

Es muss jedoch nicht immer gleich die Adoption und Mitnahme sein. Auch im Urlaubsland können Tierfreunde aktiv werden. So sollte verletzten Tieren immer und unmittelbar geholfen werden. Da die Tierarztkosten im Ausland meistens immens hoch sind, können sich die Einheimischen eine Behandlung oft nicht leisten. In vielen Ländern werden keine Tiermedikamente und Veterinärbedarfsmittel hergestellt. Alles muss importiert werden, was die Kosten für einen Tierarztbesuch natürlich extrem in die Höhe treibt. „Es spricht nichts dagegen, einem verletzten oder kranken Tier vor Ort eine tierärztliche Behandlung zu spendieren“, so Diplom-Biologin Ursula Bauer.

Eine weitere Möglichkeit, an Ort und Stelle zu helfen, ist eine Futterspende. Häufig werden Straßentiere im Urlaubsland von Einheimischen an festen Standorten gefüttert. Hier kann man am besten Dosenfutter deponieren, welches dann von den lokalen Tierfreunden nach und nach verfüttert wird.

https://www.aktiontier.org/news-2358.atom Reisekrankheiten werden heimisch 2019-07-05T11:10:35+02:00 2019-07-05T11:25:49+02:00 Was Fachleute schon länger befürchtet haben, ist nun leider Realität geworden. In England hat sich der erste Hund, der niemals im Süden war, mit einer so genannten Reisekrankheit infiziert.

Die Gruppe der Reisekrankheiten bedrohte bis dato nur Tiere, die mit ihren Besitzern in den Süden gefahren sind. Als besonders gefährlich galten Spanien, Griechenland und Italien. Zwei Umstände sorgen jedoch dafür, dass sich die Krankheiten jetzt auch nach Norden ausgebreitet haben. Zum einen bedingt der Klimawandel, dass die Insekten, die diese Erkrankungen übertragen, auch in unseren Gefilden heimisch werden. An erster Stelle ist hier die Sandmücke zu nennen, die gab es früher in unseren Breiten einfach nicht. Nun hat sie sich angesiedelt und kann die Infektionskrankheit von Tier zu Tier schleppen. Zum anderen gibt es auch bei uns immer mehr Hunde, die sich im Ausland angesteckt haben. Somit haben wir die Krankheit im Land und eben auch den Überträger. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich das erste Tier auch ohne Reisehintergrund bei uns infiziert.

„Jetzt ist es soweit“, bedauert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., „die Reisekrankheiten haben uns erreicht!“. Vor diesem Hintergrund müsste die Begrifflichkeit abgeändert werden, denn in Zukunft wird keine Reise mehr nötig sein, um sich anzustecken.

Doch was fangen wir nun mit diesem Wissen an? Einfach mehr Angst haben? „Nein, so groß ist die Wahrscheinlichkeit momentan noch nicht, sich anzustecken“, beruhigt die Veterinärin. „Allerdings sollten Tierärzte ab sofort bei unklarer Symptomatik immer auch an die Reisekrankheiten als mögliche Ursache für die Krankheitsanzeichen denken, auch wenn das Tier noch nie im Ausland war!“, mahnt sie eindringlich. Einige dieser Erkrankungen sind im Anfangsstadium einigermaßen gut behandelbar. Deshalb ist das frühzeitige Erkennen entscheidend für den Krankheitsverlauf. Sollte der Tierarzt nicht selbst an eine Reisekrankheit denken, sei es dem informierten Tierbesitzer unbenommen, ihn auf den Umstand hinzuweisen, dass diese Infektionen Einzug in Mittel- und Nordeuropa gehalten haben. Denn egal wer die Anregung ins Spiel bringt, es könne sich um eine Reisekrankheit handeln, Hauptsache dem Tier wird schnell geholfen.

https://www.aktiontier.org/news-2353.atom Wegen Hitze verlassen Vogeljunge ihre Nester 2019-07-02T13:38:35+02:00 2019-07-02T14:43:00+02:00 Egal ob Mensch, Tier oder Pflanze – alle leiden unter der momentanen Hitze. Ganz besonders heiß wird es manchen Vogelkindern in ihren Nestern.

Sie können nicht einfach einen kühleren Ort aufsuchen oder Wasser trinken, wenn sie durstig sind. Der prallen Sonne ausgesetzt sind vor allem Nester an Gebäuden, zum Beispiel von Schwalben, Mauerseglern oder Spatzen. Aber auch Küken in Nistkästen, die an sonnenexponierten Stellen hängen, haben es schwer. Wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, verlassen die Vögelchen ihre Brutstätte, obwohl sie noch lange nicht flügge sind.

Gerade wurde uns ein kleiner, flaumiger Mauersegler in die Geschäftsstelle gebracht, der in seiner Verzweiflung aus dem Nest gesprungen war. Er war ausgetrocknet und zu schwach, um die Augen zu öffnen. Wir haben das Vögelchen sofort in die Obhut unserer Mitarbeiterin Jeannette Dressler gegeben. Sie ist ausgebildete Tierpflegerin mit Schwerpunkt Wildvogelpflege und kennt sich mit Mauerseglern sehr gut aus. Leider ist unser Pflegling trotz der intensiven Pflege und stündlicher Fütterungen in der darauffolgenden Nacht an Entkräftung gestorben.

Dass unter der Hitze leidende Jungvögel ihre Nester verlassen, kann man im Grunde nicht verhindern. Sind die Tiere schon recht gut entwickelt und die Elternvögel in der Nähe, ist im Prinzip auch kein Eingreifen erforderlich. Anders verhält es sich bei sehr jungen Küken, die ohne menschliche Hilfe sterben würden. Wer solch ein Vögelchen findet, sollte sich an eine fachkompetente Pflege- und Auffangstation wenden. Tierheime zu kontaktieren macht wenig Sinn, denn diese sind in der Regel weder entsprechend ausgestattet noch befugt, Wildtiere aufzunehmen.

Da die wenigen Fachstationen meistens überfüllt und an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit sind, sollte man damit rechnen, dass man den Vogel selbst aufpäppeln muss. Informationen hierzu erhält man bei den Auffangstationen, die auch im weiteren Verlauf der Aufzucht beratend zu Seite stehen. Auch die aktion tier- Fachberatung für kleine Wild- und Haustiere (Ingeborg Polaschek, Tel.: 06051 73615 oder 0171 2888 559) steht für eine telefonische Auskunft gerne zur Verfügung. Entsprechende Fachliteratur findet sich außerdem im Internet und Buchhandel.

https://www.aktiontier.org/news-2351.atom Neue aktion tier Kampagne | "Froschschenkel- Gaumenkitzel mit Risiken und Nebenwirkungen" 2019-06-26T08:16:00+02:00 2019-06-26T10:45:43+02:00 Der Startschuss zur unserer neuen Aufklärungskampagne „Froschschenkel – Gaumenkitzel mit Risiken und Nebenwirkungen“ fiel auf dem Alexanderplatz in Berlin.

Unser mit Plakaten und Objekten ausgestalteter Tierschutz- Anhänger war ein echter Eyecatcher und machte viele Passaten neugierig. Während ganz Eilige einfach nur den Kampagnenflyer mitnahmen, blieben andere länger stehen, um das Hintergrundvideo anzusehen und sich von unseren Mitarbeitern informieren zu lassen.

Hintergrund der Kampagne

Wer denkt, dass Froschschenkel in Deutschland nicht mehr angeboten werden der irrt sich. Vor allem in französischen und asiatischen Restaurants kann man sie essen und auch auf Märkten und Volksfesten werden sie wieder vermehrt angeboten. Da alle europäischen Frösche geschützt sind, werden sämtliche in der EU verzehrten Froschschenkel importiert – vorrangig aus Indonesien. Dass in Deutschland das Interesse an Froschfleisch steigt, sieht man an den Importzahlen zwischen 2012 (30,7 Tonnen) und 2016 (41,5 Tonnen). Für 41,5 Tonnen Schenkel müssen, je nach Froschart, zwischen 150.000 und 300.000 Lurche sterben. Mit unserer Kampagne möchten wir über die zahlreichen negativen Aspekte der Speise Froschschenkel informieren. So muss zum Beispiel ein Tier sterben, damit nicht einmal die Hälfte seines Körpers als Nahrungsmittel verwertet werden kann. Auch werden gefangene Frösche meist nicht getötet, bevor ihnen die Hinterbeine abgeschnitten werden. Der weggeworfene „Restfrosch“ lebt in der Regel noch eine ganze Weile, bis endlich der Tod eintritt.

Außerdem trägt der unmäßige Fang von Fröschen für den Export erheblich zum Artensterben in den Herkunftsländern bei. Da die Zucht in Farmen schwierig ist, sind die meisten Speisefrösche unkontrollierte Wildfänge. Angesichts der Tatsache, dass knapp ein Drittel aller weltweit vorkommenden Amphibienarten vom Aussterben bedroht ist, grenzt es an Irrsinn, auch noch Millionen von Lurchen zu töten, nur um ihre Beine zu essen.

Des Weiteren wird durch den massenhaften Fang bestimmter Froscharten auch das ökologische Gleichgewicht in den asiatischen Herkunftsländern erheblich gestört. Denn die Lurche ernähren sich vorrangig von Insekten. Gibt es weniger Frösche, vermehren sich die Sechsbeiner rasant. Unter anderem die Malaria- übertragende Anopheles-Mücken, wodurch die Zahl der Erkrankungen ansteigt. Aber auch Schadinsekten in den Reisfeldern. Als Reaktion werden verstärkt Insektenvernichtungsmittel wie das hochgiftige DDT eingesetzt.

Weitere Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf unserer Homepage.

https://www.aktiontier.org/news-382.atom Was Haustieren bei Hitze hilft 2019-06-24T13:13:00+02:00 2019-06-24T12:12:33+02:00 Hohe Temperaturen um die 30 Grad setzen auch unseren Haustieren zu. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, wie Tierhalter ihren Lieblingen die Hitze erträglicher machen können.

„Hunde und Katzen beispielsweise liegen im Sommer gerne an kühleren Orten wie etwa im Keller, auf den Fliesen im Bad oder unter dem Baum im Garten“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Geben sie Ihren Tieren die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wo sie sich am liebsten aufhalten möchten.

Frisches Trinkwasser in ausreichender Menge ist für alle Haustiere im Sommer besonders wichtig. Für Hunde und Katzen kann man Wassernäpfe an mehreren Stellen in der Wohnung aufstellen, damit sie sich je nach Bedarf erfrischen können. Ein übervoller Magen belastet bei Hitze nur zusätzlich. Daher sind kleine, über den Tag verteilte Futterrationen für unsere Haustiere jetzt besser. Nassfutter bitte nicht stehenlassen, da Fliegen hier sehr schnell ihre Eier ablegen. Sportliche Gassirunden mit dem Hund oder die Spielstunde mit dem Stubentiger sollten besser auf die frühen Morgenstunden oder den Spätnachmittag/Abend gelegt werden, wenn die Temperaturen wieder erträglich sind.

Gehege von Kleintieren oder Vogelkäfige dürfen nie auf der Fensterbank oder an anderen besonnten Stellen stehen. Die Gefahr der Überhitzung ist gerade bei diesen Tieren sehr groß. Wird es über den Mittag in der Wohnung zu heiß, kann man den Vogel- oder Kleintierkäfig stundenweise in den kühleren Keller stellen. Auch die Außengehege von Meerschweinchen und Kaninchen müssen immer ausreichend Schatten bieten. In der heißen Sommerzeit werden in vielen Wohnungen Ventilatoren oder Klimaanlagen eingeschaltet. „Die kühle Zugluft tut unseren Haustieren jedoch nicht gut, sie kann zu Erkältungen und Augenentzündungen führen“, warnt aktion tier- Mitarbeiterin Ursula Bauer. Rotierende Standventilatoren bergen außerdem für freifliegende Vögel ein hohes Verletzungsrisiko. Daher sollte in den Aufenthaltsräumen von Tieren auf Ventilatoren und Klimaanlage verzichtet werden. Besser ist, die Jalousien tagsüber herunter zu lassen und feuchte Handtücher aufzuhängen, welche die Räume durch die Verdunstung abkühlen.

https://www.aktiontier.org/news-2346.atom FIP: Hoffnung am Horizont 2019-06-18T08:34:00+02:00 2019-06-18T10:01:20+02:00 Die drei Buchstaben FIP sind ein Gräuel für Katzenhalter. Stehen sie doch für eine bis dato unheilbare Infektionskrankheit, die im Prinzip jede Katze treffen kann, die Feline Infektiöse Peritonitis. Diese Erkrankung ist heimtückisch.

Zu Beginn steht ein Infekt mit einem gewöhnlichen Durchfallerreger. Es handelt sich hierbei um ein Coronavirus. Dieses Virus sorgt für weiche Stühle und ist im Prinzip nicht besonders gefährlich. Meist limitiert sich der Infekt von selbst, und der Kot wird nach kurzer Zeit wieder in fester Form ausgeschieden. Doch auch nach Genesung bleibt die Katze Träger des Coronavirus. Und nun kommt das Gemeine: Mit diesem latent vorhandenen Virus lebt die Katze wie mit einem Damoklesschwert. Es kann in Stresssituationen (Umzug etc.) mutieren und damit die bisher unheilbare FIP auslösen. Innerhalb kurzer Zeit entzünden sich alle Organe, und das Tier verendet jämmerlich oder wird vorher vom Tierarzt erlöst.

Doch endlich gibt es Hoffnung am Horizont: Ein Forscherteam in den USA hat einen Weg gefunden, die Vermehrung des FIP-Virus zu unterdrücken. „Von 31 an FIP erkrankten Katzen konnte das Tierärzteteam immerhin 25 Tiere retten und als geheilt entlassen“, freut sich Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Es folgen nun weitere Untersuchungen, um die optimale Dosierung des neuen Medikamentes herauszufinden. Auch ist bisher nicht klar, was die Behandlung kosten wird. Bis zur Marktreife wird noch etwas Zeit ins Land gehen.

„Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange warten bis das Präparat erhältlich ist“, wünscht sich Frau Dr. Hölscher. „Nichts ist schlimmer, als einem Tierbesitzer sagen zu müssen, dass man zwar weiß, was seinem Tier fehlt, es aber trotzdem nicht behandeln kann und es sterben wird!“, fügt sie betrübt hinzu. Doch da FIP zum Leidwesen der Katzenliebhaber sehr häufig auftritt, müsste die Pharmaindustrie ein großes Interesse daran haben, in Kürze ein entsprechendes Medikament auf den Markt zu bringen, da sie mit diesem auf große Gewinne hoffen darf. Das spricht dafür, dass die Markteinführung vermutlich mit großer Energie vorangetrieben werden wird. In diesem Fall zum Glück – betroffene Tiere hätten damit dann endlich berechtigte Hoffnung auf Heilung.

https://www.aktiontier.org/news-2339.atom Sommerhaarschnitt fürs Tier 2019-06-03T12:29:44+02:00 2019-06-03T21:48:40+02:00 Es kann jeden treffen: Hund, Kaninchen oder Katze neigen je nach Fellqualität zu Verfilzungen. Zunächst bilden sich einzelne zusammenklebende Strähnen, die sich untereinander zu immer kompakteren Fellklumpen verknoten.

Zum Schluss ist der Tierkörper übersäht mit Filzbollen, die sich nicht mehr lösen lassen. Die Haut unter den Knoten ist so gut wie nicht belüftet. Es bilden sich Entzündungen, die zu allem Überfluss bakteriell besiedelt sind. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Am ganzen Körper ziept und zwickt es, da die Knoten an der Haut zerren, wenn sich das Tier streckt. Spätestens jetzt wird es richtig unangenehm und durch die Infektionen auch schmerzhaft für den Vierbeiner.

„Besonders häufig leiden ältere Langhaarkatzen unter diesem Problem“, berichtet Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Ihr Fell neigt zu Knotenbildung. Kommen im Alter nun auch noch Arthrose und damit nachlassende Flexibilität im gesamten Körper hinzu, lässt die Fähigkeit der Tiere nach, sich selbst von den Filzansammlungen zu befreien, weil sie sich nicht putzen können.

Spätestens dann muss der Besitzer eingreifen. Ganz schlecht lassen sich diese Klumpen mit Scheren abschneiden. Meist reicht die Verknotung bis direkt an die Haut heran. „Der Tierbesitzer kann kaum unterscheiden, wo der Fellknoten endet und wo die Haut beginnt. Versucht er, die Filzkonglomerate mit Hilfe von Scheren zu entfernen, sehen wir in der Praxis häufig in der Folge ganz hässliche Verletzungen, weil er in die Haut geschnitten hat!“, warnt die Tierärztin.

Viel besser ist der Tierhalter beraten, wenn er eine Schermaschine verwendet. Mit dieser kommt es maximal zu kleinen Schürfwunden. Bei vorsichtiger Handhabung sind die jedoch auch leicht vermeidbar. „Gerade bei Tieren, bei denen das Problem immer wieder auftaucht, lohnt sich der Kauf einer Schermaschine allemal“, empfiehlt Frau Dr. Hölscher. Somit können Verletzungen, Schmerzen und nicht zuletzt Tierarztkosten verhindert werden.

https://www.aktiontier.org/news-2324.atom Pferde gegen das West-Nil-Virus impfen 2019-04-29T12:59:41+02:00 2019-04-29T17:21:09+02:00 Ein Virus mit einem absonderlich exotischen Namen ist zum Leidwesen aller Pferdefreunde in Deutschland angekommen. Dies wurde seit längerem von Fachleuten prognostiziert und befürchtet. In den östlichen Bundesländern sowie in den angrenzenden Nachbarstaaten ist es bereits zweifelsfrei nachgewiesen worden – das West-Nil-Virus.

Normalerweise verbreitet sich das Virus vom infizierten Vogel über Stechmücken hin zu weiteren Vögeln. Damit ist der Kreis geschlossen. Das Pferd ist in diesem Zyklus ein sogenannter Fehlwirt. Das bedeutet, es wird von einer Mücke gestochen, die das Virus in sich trägt und damit infiziert. Der Erreger kann sich über den Pferdeorganismus allerdings nicht weiter ausbreiten.

Dem betroffenen Vierbeiner hilft das leider wenig. Krank wird er trotzdem. In den meisten Fällen verläuft die Infektion relativ harmlos und ist begleitet von leichten fiebrigen Erscheinungen. Doch immerhin etwa 8% der infizierten Pferde entwickeln schwere neurologische Symptome. Es treten Störungen des Bewegungsablaufes und Lähmungen auf, manche Rösser können nicht mehr aufstehen. Von den Tieren, die Symptome zeigen, stirbt knapp die Hälfte. Überleben die Patienten den Infekt, können Schäden zurückbleiben. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht.

„Pferdebesitzer sollten das Seuchengeschehen aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls auch schnell mit einer Impfung reagieren“, rät Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.