aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2020-04-06T17:36:11+02:00 https://www.aktiontier.org/news-2542.atom Corona- Krise: Bitte nicht aus Langeweile ein Haustier kaufen! 2020-04-02T14:47:30+02:00 2020-04-02T15:09:32+02:00 Die Ausgangs- und Kontaktsperren aufgrund der Coronapandemie machen vielen Menschen zu schaffen. Das ewige Zuhausebleiben nervt, es ist langweilig ohne Freunde, die Decke fällt einem auf den Kopf. Vor allem Singles und Familien mit Kindern können da leicht auf die Idee kommen, sich ein Haustier zu besorgen.

Ein Kaninchen wäre jetzt doch eine schöne Beschäftigung für die Kids. Oder eine Kuschelkatze gegen die Einsamkeit. Vielleicht wäre auch ein Papagei schön, mit dem man richtig reden könnte. Die Beschaffung ist einfach, schließlich haben Zoogeschäfte häufig noch geöffnet, und im Internet ist man nur einen Mouseclick vom Wunschtier entfernt.

„Schlechte Idee“, findet Ursula Bauer, Biologin von aktion tier. „Natürlich hat man im Moment viel Zeit, sich um ein Tier zu kümmern, aber damit wird irgendwann Schluss sein und der neue Mitbewohner hat das Nachsehen.“ Wenn alle wieder zur Arbeit gehen, am Abend Freunde treffen oder Sport machen, sitzt die neue Katze dann traurig allein zu Hause und wartet darauf, dass jemand kommt. Was während der Ausnahmezeit mit Hingabe erledigt wurde wie beispielsweise Hamstergehege säubern oder abwechslungsreiches Grünzeug für die Kaninchen schnippeln, kann im normalen Alltag schnell zur Last werden.

In ungewissen Zeiten wie diesen sollte auch der finanzielle Aspekt berücksichtigt werden. Hunde beispielsweise kosten je nach Größe und Rasse durchschnittlich 100 Euro im Monat. Katzen sind nur wenig günstiger, und selbst bei Meerschweinchen muss mit ca. 50 Euro pro Monat gerechnet werden, da man diese Tiere ja immer nur paarweise halten sollte. Wer kann sich das noch leisten, wenn plötzlich die Kündigung ist Haus flattert?

„Von unüberlegten Tieranschaffungen ist grundsätzlich dringend abzuraten, aber ganz besonders riskant sind Käufe via Internet“, warnt aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Denn häufig werden kranke, zu junge oder aufgrund der vorherigen Haltung traumatisierte Tiere angeboten, die anonym verkauft werden, um der rechtlichen Verfolgung zu entgehen. An erster Stelle tut man sich selbst einen Gefallen, wenn man diese oft illegale Geschäftemacherei mit Lebewesen im Internet nicht unterstützt. Oder möchten Sie am Ende mit einem hochproblematischen, todkranken Tier zu Hause sitzen?

https://www.aktiontier.org/news-2527.atom Tipp zur Hundeerziehung: Erziehungstool "Deoroller" 2020-03-11T15:21:15+01:00 2020-03-11T16:38:47+01:00 Das „A und O“ einer funktionierenden Beziehung zwischen Hund und Mensch ist die Bindung, die zwischen den beiden Parteien existiert. Ist der Hund auf sein Herrchen oder Frauchen fixiert und folgt ihm sozusagen blind, gibt es kaum Schwierigkeiten. Doch wie erlangt man die volle Aufmerksamkeit seines Vierbeiners, ohne dafür Kopfstände machen zu müssen?

Ein einfaches Hilfsmittel kann Hundebesitzer unterstützen, die bisher Mühe hatten, ihren Liebling zur Folgsamkeit zu erziehen. Das dafür benötigte Werkzeug ist kostengünstig und zudem auch noch leicht selbst herzustellen. Was will man mehr?

„Man besorge sich im Internet einen Deoroller, der nachfüllbar ist“, beginnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., mit der wichtigsten Komponente. In Zeiten der Plastikvermeidung stellt es kein Problem dar, sich ein derartiges Roller-Fläschchen zu beschaffen. „Dieses befülle man zum Teil mit pürierter Babynahrung aus dem Handel, zum Beispiel mit Huhn oder Lachs ab dem vierten Lebensmonat“, beschreibt die Tierärztin das weitere Vorgehen.

Man sollte deshalb der Nahrung für sehr kleine Kinder den Vorzug geben, da der Nahrungsbrei für diese Altersklasse so matschig zubereitet ist, dass er sich für das Deoroller-Vorhaben gut eignet. Denn jetzt werden je nach Größe des Rollers ein bis zwei Esslöffel Babybrei hineingegeben und der Rest mit Wasser aufgefüllt. Dann wird das Rollerbehältnis fest verschraubt und ordentlich geschüttelt – fertig ist das Erziehungstool.

„Nun noch ein paar Mal Probelecken seitens des Hundes, und der bis dato stets abgelenkte Windfang hängt ab jetzt an den Lippen bzw. der Manteltasche seines Besitzers“, prognostiziert die Veterinärin. Schließlich weiß das Tier, dass sich hier eine besonders gute Leckerei verbirgt. Dafür tut es alles. Nach jeder Ansage, die der Hund folgerichtig ausgeführt hat, darf er nun am Rollerball, der ab jetzt dauerhaft mitgeführt wird, lecken.

Auf diese Weise können positive Verhaltensweisen mit wenig Kalorien schnell und nachhaltig belohnt werden und die Aufmerksamkeit des Hundes ist dem Tierhalter in Zukunft sicher.

https://www.aktiontier.org/news-2523.atom Blutige Merinowolle 2020-03-03T17:15:03+01:00 2020-03-04T16:26:43+01:00 Merinowolle hatte bis dato eigentlich ein gutes Image. Was kaum einer weiß: an ihr haften häufig Gräueltaten. Die Wolle produzierenden Schafe werden dem sogenannten Mulesling unterzogen. Ohne Narkose entfernen ihnen die Produzenten mit Instrumenten, die am ehesten noch alten Gartenscheren ähneln, ganze Hautlappen.

„Etwa 25 Millionen Schafe werden in Australien jährlich dieser Prozedur unterzogen“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Während ihnen die Haut weggeschnitten wird, bekommen sie weder ein Betäubungs- noch ein Schmerzmittel verabreicht“, klärt sie auf.

Hintergrund für dieses martialische Treiben sind Hautfalten im Bereich des Hinterleibs der überzüchteten Merinoschafe. Fliegen legen in diese Falten Eier ab, und es kommt zu schweren Entzündungen, was mit Tierverlusten und auch Gewinneinbußen einhergeht. Doch anstatt auf faltenfreie Züchtung zu setzen oder Insektenschutzmittel zu verwenden, wählen die Merinoproduzenten einen kostengünstigeren Weg: Die betroffenen Hautareale werden bei vollem Bewusstsein der Schafe herausgeschnitten. Darunter kommt das blanke Muskelfleisch zum Vorschein. Für den Akt an sich werden die Tiere auf dafür vorgesehene Vorrichtungen festgeschnallt, freiwillig halten sie natürlich nicht still. Verheilt der verletzte Bereich und eine Narbenbildung setzt ein, ist die Haut im Anschluss quasi gestrafft.

In Neuseeland ist Mulesling seit 2018 verboten. Australien sieht derzeit noch keinen Anlass für ein flächendeckendes Verbot. Tierliebhaber achten deshalb darauf, wo ihr Wollpullover herstammt, wenn es denn Merino sein muss. Einige Hersteller werben mit der Verwendung von Mulesling freier Wolle. Sie sollten beim Kauf bevorzugt werden.

https://www.aktiontier.org/news-2522.atom Haaranalyse nicht aussagekräftig 2020-02-28T08:46:33+01:00 2020-02-28T09:30:14+01:00 Eine aktuelle Studie aus Leipzig befasst sich mit der Aussagekraft von Haaruntersuchungen bei Pferden. Derartiges wird momentan vielfach von mehr oder weniger seriösen Einrichtungen im Netz angeboten.

Die Analyse von Schweif-, Mähnen- oder auch Körperhaaren soll Auskunft darüber geben, ob ein Pferd ausreichend mit diversen Mineralstoffen versorgt wird und es somit eine optimale Fütterung erfährt, oder ob Defizite in der Nährstoffversorgung bestehen, die ausgeglichen werden sollten.

Doch die Forscher lassen kein gutes Haar an den angebotenen Analysemethoden. „Zum einen wachsen die unterschiedlichen Haartypen unterschiedlich schnell. Auch die Rassezugehörigkeit bedingt die Wachstumsgeschwindigkeit. Dies wird in den angebotenen Untersuchungsmethoden nicht berücksichtigt. Deshalb ist zum Beispiel kein Rückschluss auf den konkret zu untersuchenden Fütterungszeitraum möglich“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., ein Manko der auf dem Markt verfügbaren Analyseverfahren. Zudem ist nicht klar, in welchem Maße sich ein Mangel im Haarkleid zeigt. „Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass sich eine Unterversorgung 1:1 im Haar widerspiegelt“, warnt die Veterinärin vor falschen Bewertungen durch Haaruntersuchungen. „Dazu ist der Stoffwechsel eines Säugetieres zu komplex!“, führt sie aus.

Es fehlen zur Beurteilung schlicht eindeutige Forschungsergebnisse. Solange die nicht vorliegen, sollten Pferdebesitzer die Finger von Haaranalysen lassen. Die Ergebnisse führen sie nur in die Irre und sind zudem meist teuer. Im schlimmsten Fall gaukeln sie dem Tierhalter vor, er ernähre seinen Liebling bedarfsgerecht und in Wahrheit ist das Gegenteil ist der Fall.

https://www.aktiontier.org/news-1648.atom Gartenmaschinen - Lebensgefahr für Igel 2020-02-25T14:31:00+01:00 2020-03-03T17:20:10+01:00 Aufgrund des milden Wetters wurde in diesem Jahr sowohl in Grünanlagen als auch in privaten Gärten sehr zeitig mit den Frühjahrsarbeiten begonnen. Häufig kommen dabei Gartenmaschinen wie Tellersensen, Fadenmäher und Rasentrimmer zum Einsatz.

Viele Igelstationen und auch das aktion tier-Igelzentrum Niedersachsen haben vermehrt Igel aufgenommen, die durch derartige Maschinen schwere Verletzungen davongetragen haben. Denn diese Elektrogeräte werden häufig benutzt, um hohes Gras unter Hecken und Sträuchern zu kürzen oder herunterhängende Äste in Bodennähe zu beschneiden: geschützte Stellen, an denen Igel gerne ihre Nester bauen, und in denen sie im Moment noch Winterschlaf halten. Gegen die modernen Gartengeräte haben Igel keine Chance. Und zwar das ganze Jahr hindurch. Denn auch außerhalb der Winterpause verkriechen sich die nachtaktiven Igel tagsüber zum Schlafen gerne in Hecken oder unter Sträuchern.

Daher bittet aktion tier um eine äußerst behutsame Vorgehensweise.

Am besten sieht man vor Beginn der Arbeiten erst einmal nach, ob sich unter dichteren Gehölzbeständen ein Igelnest befindet. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung gehören Igel zu den besonders geschützten Tierarten. Es ist unter anderem verboten, Igeln nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Auch die Fortpflanzungs- und Ruhestätten von Igeln dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Findet man ein Igelnest, muss dieser Bereich daher unbedingt von den Arbeiten ausgeschlossen werden. Wenn es irgendwie möglich ist, sollten zumindest private Gartenbesitzer auf den Einsatz von Maschinen verzichten und Hecken besser mit der klassischen Heckenschere und den Rasen mit dem Handrasenmäher schneiden. Das ist zwar mühsam und langsamer, hat aber den Vorteil, dass man schnell reagieren kann, wenn man bei der Arbeit auf ein Nest stößt oder einem Tiere über den Weg laufen.

Wurde trotz aller Vorsicht ein Igelnest versehentlich zerstört, ist es für den Bewohner unbrauchbar geworden. Der Igel wird herumirren und, da er noch keine ausreichende Nahrung findet, verhungern. Daher muss man ihn in eine Igelstation bringen, wo er den Rest seiner Winterschlafzeit in Ruhe verbringen kann. Verletzte Igel gehören umgehend zu einem fachkundigen Tierarzt, in eine auf Wildtiere spezialisierte Tierklinik oder in eine Igelstation.

Weitere Informationen zu unseren heimischen Igeln finden Sie auf der Webseite des aktion tier Igelzentrums unter www.aktiontierigelzentrum.org.

 

https://www.aktiontier.org/news-2505.atom Coronavirus bei Haustieren: Keine Ansteckungsgefahr durch unsere Haustiere 2020-02-20T12:02:00+01:00 2020-02-20T12:21:56+01:00 Derzeit berichten viele Medien über das Coronavirus. Sucht man danach z.B. im Internet, stößt man schnell auch auf Informationen zum Coronavirus bei Hunden und Katzen. Über 90 % der Tiere hierzulande sollen befallen sein. Muss der Tierhalter nun Angst haben, sich bei seinem Tier anzustecken?

„Überhaupt nicht!“, beruhigt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., besorgte Tierbesitzer in Deutschland. Dieses spezielle Coronavirus hierzulande, das im Übrigen schon seit Jahren in unseren Tierbeständen grassiert, ist wirtsspezifisch und damit nicht auf den Menschen übertragbar. Es besteht also keinerlei Gefahr, sich bei seinem Tier anzustecken. Außerdem handelt es sich um eine ganz andere Virusvariante als die, die derzeit in China Angst und Schrecken verbreitet.

„Schmuseeinheiten mit dem Haustier sind also trotz Coronavirus-Welle erwünscht und erlaubt“, erklärt die Tierärztin. Trotzdem rät sie, allgemeine Regeln der Hygiene einzuhalten und echte Küsschen mit dem Vierbeiner zu unterlassen. Denn auch wenn kein asiatischer Coronavirus-Befall von Seiten unserer Haustiere droht, auch Würmer oder Bakterien könnten durch die geliebten Fellnasen auf Frauchen und Herrchen übertragen werden.

https://www.aktiontier.org/news-2506.atom Tier-Notdienst wird teurer, Tierheime dafür bessergestellt 2020-02-13T10:30:05+01:00 2020-02-13T13:26:06+01:00 Seit heute ist die Änderung der Gebührenordnung für Tierärzte in Kraft getreten. Sie soll unter anderem dazu dienen, den Ertrag von Tierarztpraxen während des Notdienstes zu verbessern und damit zu verhindern, dass diese keinen Notdienst mehr anbieten. Ziel ist es, letzten Endes dafür zu sorgen, dass der Tierhalter im Notfall nicht allein und hilflos dasteht. Doch dafür muss er ordentlich in die Tasche greifen.

„Ab jetzt MUSS der Tierarzt zwischen 18:00 Uhr und 8:00 Uhr eine Pauschale von 50 € in Rechnung stellen“, erläutert Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die wichtigste Neuerung im Rahmen des Notdienstes. „Dazu ist er ab jetzt verpflichtet, ob er will oder nicht!“, führt sie aus. Diese Regelung gilt außer nachts zudem für das gesamte Wochenende von Freitag 18:00 Uhr an bis zum Montagfrüh um 8:00 Uhr.

Einzige Ausnahme: Wenn die Praxis schon vor in Kraft treten der neuen Bestimmungen auch an den Wochenenden geöffnet hatte, muss sie nichts ändern. Zu der 50 € Notfall-Pauschale während der genannten Notfall-Zeiten kommt dann noch zusätzlich die eigentliche Behandlung des Tieres mit mindestens dem 2-fachen Satz der Gebührenordnung. Es darf allerdings auch bis zum 4-fachen Satz abgerechnet werden. Das liegt ganz im Ermessen des Tierarztes. Eine weitere Neuerung betrifft auch die normalen Sprechzeiten: Fährt der Tierarzt zum Tierhalter nach Hause, sind ab jetzt pro Doppelkilometer 3,50 € zu verrechnen, mindestens jedoch 13 €.

Eine sehr erfreuliche Nachricht gibt es hingegen für alle Tierheime: Sie dürfen ab jetzt Betreuungsverträge mit dem Tierarzt ihres Vertrauens abschließen. Im Rahmen dieser Verträge können sie Kosten einsparen, weil der Veterinär dann nicht mehr jeden Posten einzeln nach Gebührenordnung abrechnen muss, sondern für seine Leistungen pauschal vom Tierheim entlohnt wird.

https://www.aktiontier.org/news-2499.atom Magenbeschwerden: Hausmittel Natron kann Vierbeinern auf die Sprünge helfen 2020-01-30T02:51:00+01:00 2020-01-30T12:52:50+01:00 Viele Menschen schwören auf Hausmittel. Der Schmerz bei Bienenstichen wird durch das Auflegen von rohen Zwiebeln abgemildert, Cranberrysaft hilft bei Blasenentzündung und Wadenwickel senken das Fieber. Doch wie sieht es mit unseren Vierbeinern aus? Gibt der Haushalt auch für sie etwas her, um Beschwerden zu lindern?

„Die Frage kann klar mit ja beantwortet werden“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. “Doch keinesfalls darf alles aus dem menschlichen Hausmittelfundus unbesehen übernommen werden!“, warnt die Veterinärin. Wenn sich der Tierhalter nicht sicher ist, muss er vorher seinen Tierarzt konsultieren.

„Gut wirksam bei Magenbeschwerden und Sodbrennen ist beispielsweise Natronpulver, wie es zum Backen verwendet wird“, nennt Dr. Hölscher eine Substanz, die in fast jedem Haushalt zu finden ist. Muss sich der Liebling übergeben oder schleckt dauernd mit der Zunge über die Lefzen könnte hinter dieser Symptomatik eine Entzündung der Magenschleimhaut stecken.

Auch bei Sodbrennen, verursacht durch ein Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre, tritt diese Symptomatik auf. Bei kleinen Tieren genügt eine Messerspitze Natron, die entweder direkt mit dem Futter oder noch besser eine Stunde nach der Fütterung zum Beispiel in Wasser gelöst mit einer Spritze in den Mund verabreicht wird. Wer exakter dosieren möchte, gibt seinem Tier alle zwölf Stunden 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Das Natron neutralisiert die Säure, die vom Magen gebildet wird und sorgt auf diese Weise dafür, dass die Magenschleimhaut und die Speiseröhre geschont werden.

Diese Selbstmedikation darf natürlich keine Dauerlösung sein. Wenn die Symptome der Gastritis nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen verschwinden, muss ein Tierarzt aufgesucht werden.

https://www.aktiontier.org/news-2500.atom Wasservögel: Kalte Füße sparen Energie und können nicht festfrieren 2020-01-24T15:08:00+01:00 2020-01-24T15:27:25+01:00 Manch einer fröstelt beim Anblick von Enten und Schwänen, die jetzt im Winter mit nackten Füßen auf dem Eis oder im Schnee stehen. Selbst ein Bad bei Minusgraden scheint ihnen nichts auszumachen. Frieren die armen Tiere nicht? Nein, denn ihr Körper ist durch die Federn warm und geschützt. Nur die Füße sind kalt, und das ist auch gut so.

In den dünnen, knochigen Vogelbeinen gibt es ein spezielles Geflecht aus eng miteinander verwobenen Arterien und Venen. Dieses sogenannte Wundernetz (Rete mirabile) sorgt dafür, dass die Wärme aus dem arteriellen Blut schnell an das zum Herzen zurückfließende venöse Blut abgegeben wird. In die Füße wird dann nur noch abgekühltes Blut geleitet.

Zum Glück – denn kalte Füße können nicht festfrieren. Das geht nur bei Lebewesen mit warmen, fleischigen Sohlen, die das Eis darunter schnell zum Tauen bringen. Sobald das Schmelzwasser dann in der kalten Luft wieder abkühlt, frieren warme Füße am Untergrund an. Bei Wasservögeln kann das in der Regel nur dann passieren, wenn es sich um ein krankes oder verletztes Tier handelt, welches sich nicht mehr richtig bewegen kann und tatsächlich Hilfe braucht. Die meisten Enten, Gänse und Schwäne, die im Winter auf zugefrorenen Teichen und Seen sitzen, müssen jedoch nicht gerettet werden. Am besten lässt man die Tiere einfach in Ruhe. Denn auch das Nachsehen und letztendlich Aufscheuchen schadet nur, da die Tiere durch die Flucht wertvolle Energiereserven aufbrauchen, die sie in der kalten Jahreszeit unter Umständen nicht wieder auffüllen können.

Dass die Vogelbeine und -füße nicht warmgehalten werden müssen, spart außerdem viel Energie. Energie wird durch die „Verbrennung“ bestimmter Nährstoffe gewonnen und ist zur Erhaltung der Körperwärme unerlässlich. Da die Federn vor allem im aufgeplusterten Zustand die Wärme gut halten, findet bei Vögeln ein Verlust an Körperwärme fast nur in den Beinen statt. Um diese Abgabe zu minimieren, stehen vor allem Wasservögel wie Enten, Gänse, Möwen und Schwäne oft auch nur auf einem Bein.

https://www.aktiontier.org/news-2488.atom Milder Januar: Was tun, wenn ein Igel zu früh erwacht? 2020-01-20T15:59:09+01:00 2020-01-20T16:18:38+01:00 Die verhältnismäßig milden Temperaturen im Januar könnten Igel glauben lassen, der Frühling beginne schon. Möglicherweise wachen daher einige Igel bereits jetzt und somit zu früh aus dem Winterschlaf auf und laufen vielleicht sogar umher.

„Sollten Sie derzeit einen Igel in Ihrem Garten spazieren sehen, so können Sie ihn kurzfristig unterstützen, indem Sie etwas getreidefreies Katzennassfutter und ein flaches Schälchen Wasser herausstellen.“, rät Lieneke Behrends vom aktion tier Igelzentrum Niedersachsen, in welchem derzeit über 100 Igel im Winterschlaf liegen.

Wenn es dann wieder kälter wird, besteht aber eine gute Chance, dass der Igel wieder einschläft. „Daher müssen Sie, sobald es wieder kälter wird, das Futterangebot einstellen.“, erklärt Tierpflegerin Lieneke Behrends. „So schaffen Sie dem Igel einen Anreiz hat, sich wieder schlafen zu legen.“ Denn so hat es die Natur ja eigentlich für diese Jahreszeit vorgesehen.

Grundsätzlich sind die milden Temperaturen und die derzeitigen Schwankungen für den Organismus des Igels eher unglücklich, da der Aufwachprozess die Tiere viel Energie kostet und sie in ihrem Winterschlaf-Rhythmus durcheinander kommen können.

https://www.aktiontier.org/news-2482.atom Hunde im Winter vor Unterkühlung schützen! 2019-12-28T11:25:00+01:00 2019-12-28T11:30:26+01:00 Wir Menschen können uns mit warmer Kleidung vor der Kälte schützen. Unsere Vierbeiner haben dagegen zur Isolierung nur ihr Fell. Im Winter können Hunde daher sehr schnell unterkühlen, wenn sie sich draußen nicht bewegen.

Besonders gefährlich ist hier längeres Stillsitzen im Freien - zum Beispiel beim Warten vor dem Supermarkt. „Bei klirrender Kälte kommt es bereits nach 5 Minuten zu einer Unterkühlung, die eine Blasenentzündung, eine Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung nach sich ziehen kann“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer von aktion tier. Auch eine Nierenentzündung und Durchfall können die Folgen des unbeweglichen Wartens in der Kälte sein. Ein Mäntelchen nützt wenig, da Hunde auf ihrem meist wenig behaarten und daher ungeschützten Hinterteil sitzen.

Besonders kälteempfindlich sind Rassen ohne Unterfell wie Dalmatiner, Staffordshire Terrier oder Rehpinscher sowie frisch geschorene Tiere. „Grundsätzlich sollte man seinem Vierbeiner im Winter keine längeren Wartezeiten im Freien, im kalten Auto oder auf dem zugigen Bahnsteig zumuten“, sagt Ursula Bauer von aktion tier. Auch eine ausgedehnte Stehpause während der Gassi-Runde etwa zum Plausch mit einem zufällig draußen getroffenen Bekannten sollte bei frostigen Temperaturen vermieden werden.

Wer sich einmal in einen Hund hineinversetzt, der ohne mollige Winterkleidung draußen unterwegs ist, oder ein jämmerlich zitterndes, angebundenes Häufchen Elend beobachtet hat, lässt seinen Vierbeiner nicht mehr in der Kälte warten.

https://www.aktiontier.org/news-448.atom Was tun, wenn die Katze Lametta verschluckt hat 2019-12-17T11:47:00+01:00 2019-12-17T11:48:39+01:00 Stubentiger lieben sanfte Bewegungen in der Luft. Wenn das hin- und her schwingende Objekt dazu noch glitzert und raschelt, kennt die Begeisterung unserer Hauskatzen keine Grenzen mehr.

All diese Voraussetzungen erfüllt Lamettaschmuck für den Tannenbaum in jeder Hinsicht. Nur zu gerne hangelt und angelt die Samtpfote nach den Glitzerfäden. Doch allzu leicht werden dabei Lamettastückchen im wilden Spiel abgeschluckt. Dann ist guter Rat teuer. Die Weihnachtsdekoration muss wieder aus der Katze raus. Ansonsten kann sie sich im Magen-Darm-Trakt verknoten und zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Die Tierärztin von aktion tier e.V., Frau Dr. Tina Hölscher, hat folgende Tipps für Katzenhalter in Not: „Bieten Sie Ihrem Liebling Katzengras an. Werden die Fäden erbrochen, ist dies der schnellste und sicherste Weg, die Fremdkörper wieder los zu werden“.

Wenn das nicht funktioniert, hat die Tierärztin eine Alternative parat: „Geben Sie einen Teelöffel Paraffinöl mit ins Futter und verrühren Sie es zu einem Brei“. Hintergrund dieser Empfehlung: Das Öl wird nicht aus dem Darm resorbiert und macht deshalb den Darminhalt glitschig. Damit können die verklumpten Fäden leichter ausgeschieden werden.

„Wenn das auch nicht klappt, kann man auch ein bisschen Sauerkraut ins Nassfutter mit einmischen“, schlägt die Veterinärin als letzte Option für den Tierhalter vor. Das Sauerkraut verschlingt sich seinerseits mit dem Lametta und hat dabei abführende Wirkung. Somit trägt es zur beschleunigten Ausscheidung bei. Hilft alles nicht, muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Im schlechtesten Fall fördert der den Weihnachtsschmuck auf dem Operationsweg zutage.

Besser es kommt erst gar nicht so weit. Lieber verzichtet der Katzenhalter auf Lametta und schmückt seinen Baum mit für Katzen ungefährlicherem Material wie Strohsternen und Co.

https://www.aktiontier.org/news-814.atom Kein Weihnachtsstern für Tierfreunde 2019-12-13T13:08:00+01:00 2019-12-13T13:09:28+01:00 Derzeit findet man ihn am Eingang eines jeden Supermarktes – den Weihnachtsstern. Vor einigen Jahren noch schlicht knallrot mit grünen Blättern, gibt es ihn heutzutage in den verschiedensten Farbvarianten und Größen, von rosé bis gelb, von mini bis riesig. Teilweise sogar mit Glitzerapplikationen. Er ist schön anzuschauen und tendenziell eher pflegeleicht.

Doch Vorsicht! Auch Tiere finden neue Zimmerpflanzen spannend und in diesem Fall kann dies fatal ausgehen. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist daher hoch giftig für Tiere. Das gilt nicht nur für Hund und Katze, auch Vögeln bekommt die attraktive Pflanze alles andere als gut. Neugierig benagen unsere tierischen Freunde den frisch erworbenen Einrichtungsgegenstand, nicht ahnend, welche Konsequenzen dies für ihre Gesundheit haben kann.

„Zu den klassischen Vergiftungserscheinungen bei Tieren durch Weihnachtssterne gehören Erbrechen, Zittern, Speicheln und Muskelkrämpfe“, beschreibt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Symptome, wenn ein Tier Blätter des Weihnachtssterns verspeist hat. Später können sich Durchfall und Nierenversagen hinzugesellen. Daher muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, sobald die Giftaufnahme bemerkt wurde. „Zwei Stunden hat man Zeit, um ein Mittel zu spritzen, damit das Tier sich erbrechen muss“, beschreibt die Tierärztin eine Notfallmedikation. So kann die Giftaufnahme in den Körper verhindert werden. Danach bleibt nur die symptomatische Behandlung.

Besser es kommt erst gar nicht so weit. Vorweihnachtliche Stimmung lässt sich auch ohne Weihnachtsstern erzeugen.

https://www.aktiontier.org/news-411.atom Weihnachtsmarkt ist nichts für Hunde 2019-12-09T14:35:00+01:00 2019-12-09T15:06:30+01:00 Es duftet, es glitzert, es klingen die Glocken. Weihnachtsmarktambiente ist einfach schön. Doch nicht für unsere Vierbeiner. Werden sie mit auf den Christkindlmarkt genommen, besteht dieser für sie im besten Fall aus menschlichen Füßen. Im schlechtesten Fall tritt man dem Hund noch gehörig auf die Pfoten.

"Hunde gehören nicht in das Gedränge auf den Weihnachtsmarkt“, findet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Sie sollten besser zu Hause gelassen werden. Denn nicht nur die Menschenmassen machen ihnen zu schaffen. Auch vor Scherben heruntergefallener Glühweinbecher oder Christbaumkugeln sind sie nicht gefeit. „Schlitzen sich die Hunde eine Pfote auf, merkt es womöglich erst mal keiner und sie laufen die ganze Zeit mit dem Glassplitter im Ballen herum“, warnt die Veterinärin.

Die nächste Gefahrenquelle lauert in Form von Essenresten auf dem Boden. „Zermanschte Brötchenreste, womöglich vermischt mit Vogelkot herumfliegender Tauben, Holzspieße von Fleischgerichten oder heruntergefallene Süßigkeiten aus Schokolade sind Gift für den Hundedarm“, zählt Frau Dr. Hölscher die möglichen Ursachen für dramatische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes nach einem Weihnachtsmarktbesuch mit Hund auf. Im Gemenge vor den Ständen kann kein Tierhalter sein Tier so beobachten, dass er eine Futteraufnahme vom Boden ausschließen kann.

Besser der Vierbeiner bleibt einfach daheim. Auf diese Weise läuft der Bummel auf dem Weihnachtsmarkt deutlich entspannter ab - für den Tierbesitzer, und für den Vierbeiner sowieso.

https://www.aktiontier.org/news-2476.atom Erstes Natur- und Tierschutzzimmer in Schleswig-Holstein eröffnet 2019-11-28T11:20:57+01:00 2019-11-28T11:31:31+01:00 Am vergangenen Dienstag wurde in der POUL-DUE-JENSEN-SCHULE in Wahlstedt ein Natur- und Tierschutzzimmer von aktion tier e.V. und der Stiftung Menschen für Tiere eröffnet. Damit ist es das bundesweit 26. seiner Art, aber das erste in Schleswig-Holstein.

Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Schülerband folgte eine Eröffnungsansprache der Schulleiterin Annette Grosse, welche den Zuhörern von der Entstehung der Zusammenarbeit mit aktion tier e.V. berichtete. So war der Kontakt zum Verein durch einen ehemaligen FSJler zustande gekommen, welcher von aktion tier Mitarbeitern an unseren Infoständen auf das Projekt Tierschutzzimmer aufmerksam gemacht worden war. Während seines Freiwilligen Sozialen Jahres an der Schule berichtete er Frau Grosse begeistert davon und brachte schließlich mit ihr zusammen das Projekt auf den Weg.

Nach einigen Dankworten der Schulleiterin und einem erneuten Intermezzo der Schülerband hielt aktion tier- Tierschutzpädagogin Simone Schweiger eine kleine Ansprache und kündigte die folgende Erstbegehung des Tierschutzzimmers an. Vor Betreten des Zimmers fand die feierliche Enthüllung des Tierschutzzimmer-Schildes durch die Schulleitung Frau Grosse und Tierschutzpädagogin Simone Schweiger statt.

Mit leuchtenden Augen erkundeten Gäste und Schulbesucher das Zimmer. Die wissbegierigen Kinder nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und freuen sich auf den nun regelmäßig stattfindenden Tierschutzunterricht im neuen Tierschutzzimmer. Auch die eingeladenen Gäste zeigten sich interessiert, darunter einige Medienvertreter sowie der Bürgermeister von Wahlstedt, Matthias-Ch. Bonse. Nach der Eröffnung und Begehung des Zimmers waren alle anwesenden Gäste zum Büffet im Nachbarraum geladen, welches aufwändig von Schülern der 10ten Klasse zubereitet wurde.

Das Tierschutzzimmer der POUL-DUE-JENSEN-SCHULE wurde von aktion tier e.V. und der Stiftung Menschen für Tiere mit Mikroskopen, Lupen, Experimentierkästen sowie mit vielen Büchern, einem Fernseher und DVDs plus Eigenmaterial zum Thema Tier- und Umweltschutz ausgestattet. Nach der Eröffnung können die Schüler das Natur- und Tierschutzzimmer sowohl im Unterricht als auch in freien Stunden nutzen. So soll den Kindern zukünftig auf spannende wie auch spielerische Art und Weise der respektvolle Umgang mit Natur und Tieren vermittelt werden. Der Blick aus dem neuen Tierschutzzimmer zeigt, dass die POUL-DUE-JENSEN-SCHULE sich bereits mit dem Thema Tierschutz auseinandergesetzt hat: Eine vorbildlich „wilde“ bienen- und insektenfreundlich Wiese ist in einem Zwischenhof angelegt. Dieser steht ausschließlich Tieren und keinen Schülern zur Verfügung. Künftig sollen die von aktion tier e.V. bereit gestellten Materialien allen SchülerInnen der Gemeinschaftsschule Wahlstedt sowie den Besuchern der naheliegenden Grundschule zu Gute kommen. Mehr Informationen zum Projekt 'Tierschutzzimmer' und unserer Tierschutzpädagogin finden Sie auf unserer Webseite.