aktion tier - menschen für tiere e.V https://www.aktiontier.org/ 2019-05-26T12:52:39+02:00 https://www.aktiontier.org/news-2324.atom Pferde gegen das West-Nil-Virus impfen 2019-04-29T12:59:41+02:00 2019-04-29T17:21:09+02:00 Ein Virus mit einem absonderlich exotischen Namen ist zum Leidwesen aller Pferdefreunde in Deutschland angekommen. Dies wurde seit längerem von Fachleuten prognostiziert und befürchtet. In den östlichen Bundesländern sowie in den angrenzenden Nachbarstaaten ist es bereits zweifelsfrei nachgewiesen worden – das West-Nil-Virus.

Normalerweise verbreitet sich das Virus vom infizierten Vogel über Stechmücken hin zu weiteren Vögeln. Damit ist der Kreis geschlossen. Das Pferd ist in diesem Zyklus ein sogenannter Fehlwirt. Das bedeutet, es wird von einer Mücke gestochen, die das Virus in sich trägt und damit infiziert. Der Erreger kann sich über den Pferdeorganismus allerdings nicht weiter ausbreiten.

Dem betroffenen Vierbeiner hilft das leider wenig. Krank wird er trotzdem. In den meisten Fällen verläuft die Infektion relativ harmlos und ist begleitet von leichten fiebrigen Erscheinungen. Doch immerhin etwa 8% der infizierten Pferde entwickeln schwere neurologische Symptome. Es treten Störungen des Bewegungsablaufes und Lähmungen auf, manche Rösser können nicht mehr aufstehen. Von den Tieren, die Symptome zeigen, stirbt knapp die Hälfte. Überleben die Patienten den Infekt, können Schäden zurückbleiben. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht.

„Pferdebesitzer sollten das Seuchengeschehen aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls auch schnell mit einer Impfung reagieren“, rät Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.

https://www.aktiontier.org/news-2316.atom Katzenkloersatz: Schwachsinn oder geniale Idee? 2019-04-12T08:56:00+02:00 2019-04-12T10:59:14+02:00 Es gibt nichts, was es nicht gibt. So bietet der Heimtierzubehörmarkt ein Trainingssystem an, das Katzen beibringen soll, anstatt ihr Katzenklo das für den Menschen vorgesehe WC zu benutzen. Ist das nun kompletter Schwachsinn oder eine geniale Idee?

Zunächst wird eine Art Katzenkloersatz mit Streu oben auf dem Toilettensitz angebracht. So soll der Katze angewöhnt werden, auf die Toilette zu springen, um sich dort zu erleichtern. Die ursprüngliche Katzentoilette am Boden wird entfernt, um dem Tier die bequemere Alternative zu nehmen. Im nächsten Schritt wird statt der Katzentoilette ein Ring mit einem kleinen Loch in der Mitte und einer Vertiefung außen herum für Streu aufgesetzt. So soll dem Stubentiger langsam antrainiert werden, in das Löchlein zu urinieren oder koten. Das Loch wird nun mit Hilfe verschiedener Aufsätze über einen Zeitraum von mehreren Wochen nach und nach vergrößert, so lange, bis der Durchmesser so groß ist, dass er dem Toilettenring eines ganz normalen WCs entspricht und schwupps, die Katze benutzt das Menschenklo. So einfach es sich in der Theorie anhört, so schwierig ist es in der Praxis.

„Nicht jede Katze akzeptiert die Ringe“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Manche Katzen tun sich sehr schwer mit diesem System und sind deswegen gezwungen ihre Notdurft unter sehr stressigen Umständen zu verrichten, was Folgen haben kann.“, warnt sie. Schlecht ist es, wenn Kot- oder Urinabsatz deshalb beispielsweise lang unterdrückt werden. Das kann zu Verstopfung bzw. Blasenentzündung führen. Auch langfristige Unsauberkeit im Sinne einer Verhaltensstörung könnte eine ungute Folge des Trainings sein. Klappt es, kann es durchaus praktisch sein. Der Besitzer spart jede Menge Katzenstreu. Es fällt damit weniger Abfall an, die Kosten für die Tierhaltung werden reduziert. Und das Beste: es muss nie wieder ein Katzenklo gereinigt werden.

„Wenn das Training ohne Stress abläuft, kann das Ganze gut funktionieren. Sobald die Katze aber häufiger neben die Toilette macht, und den Sitz nicht annimmt, sollte der Besitzer das Training abbrechen“, rät die Tierärztin.

https://www.aktiontier.org/news-2317.atom Helfer gesucht für Kitzrettung 2019-04-04T14:08:35+02:00 2019-04-04T14:14:41+02:00 Jedes Jahr um diese Zeit spielen sich grauenvolle Dramen ab. Mehrere 10.000 Rehkitze finden vor allem in den waldnahen Gebieten den Tod. Ihre Mütter legen sie dort auf den angrenzenden Wiesen im vermeintlich sicheren, hohen Gras ab. Hier verharren die Kleinen regungslos, wie es ihnen ihr Instinkt vorgibt.

Mehrmals täglich kommt die Mutter und versorgt sie dort. Ansonsten wird brav an Ort und Stelle geblieben, komme was da wolle. Eigentlich eine gute Taktik. Doch rollt der Traktor zur ersten Mahd an, ist das zusammengekauerte Rehkitz verloren und dem Tod geweiht. Die Mähmaschine macht vor ihm nicht halt. Selbst bemühten Bauern ist es vom Traktor aus kaum möglich, ein Rehkind im Vorfeld zu entdecken, so gut ist es in aller Regel versteckt.

Diesen schlimmen Umstand zur Seltenheit werden zu lassen, hat sich ein Projekt namens www.kitzrettung-hilfe.de zum Ziel gesetzt. Hier können sich potenzielle Helfer registrieren lassen, die bereit sind, in der Zeit von Mai bis Juni gemeinsam mit den örtlichen Bauern oder zuständigen Jägern die Wiesen vor der Mahd abzusuchen und dort liegende Kitze aufzuspüren. Wie mit dem Findling verfahren wird, hängt davon ab, ob am selben Tag oder erst am nächsten gemäht werden soll bzw. muss. Nur wenn das Mähen sofort ansteht, darf das Kleine entfernt werden. Wie genau das von statten gehen muss, damit der Eingriff in die Natur ohne Schaden für Mutter und Kind abläuft, ist auf der Internetseite von www.kitzrettung-hilfe detailliert beschrieben.

Je mehr Helfer sich registrieren lassen, umso besser stehen die Chancen für die niedlichen Wesen vor einem grausamen Tod bewahrt zu werden – das ist Tierschutz vor Ort und hautnah für quasi jedermann.

https://www.aktiontier.org/news-2311.atom Fünftes Natur- und Tierschutzzimmer in Sachsen eröffnet 2019-04-04T05:45:00+02:00 2019-04-04T10:12:22+02:00 Am Dienstag wurde in der evangelischen Oberschule „Erhard und Rudolf Mauersberger“ in Großrückerswalde ein Natur- und Tierschutzzimmer eröffnet. Damit ging ein Wunsch der SchülerInnen in Erfüllung, die ein Jahr zuvor einen ganz besonderen Schulausflug in das aktion tier- Tierheim auf Teneriffa hatten machen dürfen.

Der Kontakt zu aktion tier e.V. war damals durch die Biologie- und künftige Tierschutzlehrerin Katrin Lange entstanden, die auf der Suche nach einem Klassenausflugsziel zum Thema Tierschutz auf einen Bericht über das aktion tier - Tierheim „Accion del Sol“ auf Teneriffa aufmerksam wurde. Sie entschied sich kurzerhand, aktion tier e.V. zu kontaktieren, um einen Schulausflug der besonderen Art zu planen. Und aktion tier machte dies möglich! Zusammen mit elf SchülerInnen flogen Frau Lange und die Schulleiterin Frau Golla nach Teneriffa und verbrachten dort eine Woche am Tierheim. Die SchülerInnen absolvierten dabei ein Praktikum, wobei sie allerhand über Tiere, deren Bedürfnisse und die Arbeit im Tierheim erfuhren. Da im aktion tier-Tierheim auf Teneriffa ein Tierschutzzimmer eingerichtet ist, entstand der Wunsch nach einem eigenen Tierschutz-Lernort an der Schule in Großrückerswalde.

Exakt ein Jahr nach dem Besuch des aktion tier Tierheims Teneriffa feierten Schüler und Lehrer der Erhard und Rudolf Mauersberger Oberschule gestern dann die Eröffnung des ersehnten Tierschutzzimmers. Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Kinder des ortsansässigen Kindergartens folgte eine Eröffnungsansprache der Schulleiterin Claudia-Morena Golla. Frau Lange berichtete im Anschluss von ihren zukünftigen Vorhaben. So sollen die von aktion tier zur Verfügung gestellten Materialien allen SchülerInnen sowie den Kindergartenkindern zugute kommen. Zudem wird im kommenden Schuljahr eine Tierschutz-AG ins Leben gerufen.

Mit leuchtenden Augen erkundeten die Kita- und Schulbesucher schließlich ihr neues Tierschutzzimmer. Die wissbegierigen Kinder nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und freuen sich sehr auf den nun regelmäßig stattfindenden Tierschutzunterricht. Die SchülerInnen, welche das Tierheim auf Teneriffa besuchten, zeigten während der Begehung eine eigens erstellte Präsentation über den Aufenthalt im Tierheim und schwelgten freudig in Erinnerungen.

Das Tierschutzzimmer der evangelischen Oberschule „Erhard und Rudolf Mauersberger“ wurde von uns mit Lupen, Experimentierkästen sowie mit vielen Büchern, DVDs und Eigenmaterial zum Thema Tier- und Umweltschutz ausgestattet. Nach der Eröffnung können die rund 300 SchülerInnen das Material des Natur- und Tierschutzzimmers nutzen. So soll den Kindern zukünftig auf spannende wie auch spielerische Art und Weise der respektvolle Umgang mit Natur und Tieren vermittelt werden.

Das Tierschutzzimmer in Großrückerswalde ist das bundesweit 24. seiner Art. In Sachsen befinden sich nun fünf Natur- und Tierschutzzimmer. Aber auch in Berlin, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern sowie auf Teneriffa ermöglichen die aktion tier - Tierschutzzimmer bereits erfolgreich Hunderten von Schulkindern den Zugang zu tierschutzrelevanten Themen.

Fotos von der Eröffnung können gern bei Simone Schweiger angefragt werden.

https://www.aktiontier.org/news-2287.atom Autsch, die Kralle ist ab! 2019-02-14T12:30:41+01:00 2019-02-14T13:32:50+01:00 Es ist schneller passiert als Hund, Katze oder Kaninchen und Besitzer gucken können. Im wilden Spiel macht es auf einmal ratsch und es blutet fürchterlich. Erst ist gar nicht klar, woher die rote Fontäne eigentlich kommt und was konkret verletzt ist. Die Aufregung ist groß. Nachdem Berge von Taschentüchern mit der blutigen Suppe getränkt sind, ist schließlich klar: Eine Kralle ist abgerissen. Doch was nun? Schnell zum Tierarzt?

„Ein Abriss einer Kralle sieht immer viel dramatischer aus, als es eigentlich ist!“ beruhigt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., besorgte Tierbesitzer. „Hieran verblutet kein Tier, auch wenn die Blutmengen zunächst imposant erscheinen“, führt sie aus. Besonders wenn eine Arterie eröffnet ist, kann das Blut regelrecht hinauspulsieren. Doch früher oder später kommt die Blutung zum Stillstand. Danach sollte die betroffene Zehe gründlich mit handwarmem Wasser gereinigt und mit Wundspray desinfiziert werden. „Gut ist, wenn der Besitzer sich traut, abstehendes Horn zu entfernen, sonst tut dem Tier jede Berührung weh“, erklärt die Veterinärin. Ähnlich wie wenn sich unsereins einen Fingernagel tief einreißt, flammt der Schmerz bei jedem Kontakt mit dem überragenden Nagel erneut auf. „Da ist es deutlich besser, abstehende Teile soweit als möglich zu kürzen, um die Wahrscheinlichkeit ungewollter Berührungen zu minimieren“, erläutert sie. Das Kürzen kann mit einem herkömmlichen Nagelzwicker oder einer Nagelschere erfolgen.

„Vorsichtig sollte man mit dem Anlegen eines Verbandes sein“, warnt die Tierärztin. Hierbei kann man viel falsch machen. Da ist es besser, die verletzte Zehe einfach unbedeckt zu lassen. In aller Regel entzündet sich hier nichts. Sicherheitshalber beobachtet man die betroffene Pfote natürlich. Schwillt das Glied über der Zehe doch an, muss jetzt ein Tierarzt aufgesucht werden.

https://www.aktiontier.org/news-2277.atom Falle im Mehrkatzenhaushalt 2019-01-23T14:24:20+01:00 2019-01-23T16:03:28+01:00 Eigentlich möchte man meinen, so dumm kann es nicht laufen: Zwei Katzen spielen miteinander. Die eine befindet sich auf einer Seite einer geöffneten Tür, die andere auf der anderen.

Sie versuchen jeweils mit ihren Pfötchen durch den Türspalt zu hangeln, der sich auf der Seite befindet, auf der die Tür in den Angeln hängt. Dabei stößt die eine Samtpfote die Tür leicht an, während die zweite gerade ihre Pfote durch den Spalt steckt. Jetzt dauert es noch eine Sekunde und das Drama ist perfekt. Die Tür schwingt entweder ganz auf oder ganz zu. Damit wird der Spalt zwischen Tür und Rahmen immer schmaler. Das Vorderbein gerät in die Klemme. Die bis eben noch vorwitzige Katze, die ihre Pfote im Spalt hatte, ist gefangen. Und schreit vor Schmerz!

„Katzenhalter mit langjähriger Erfahrung kennen dieses Problem“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Es ist extrem schwierig, die Katze aus dieser für sie mit Schmerz behafteten Situation zu befreien, denn sie reagiert nicht wie üblich. Wenn sie sich richtig eingeklemmt hat, beißt sie!“, warnt die Veterinärin. Der Tierbesitzer sollte beim Befreiungsversuch Lederhandschuhe tragen, um sich zu schützen. Er muss sich gewahr sein, dass der Stubentiger in diesem Moment blind ist vor Schmerzen und es nicht böse meint, sich aber nicht anders zu helfen weiß.

Besser es kommt erst gar nicht soweit. „In Haushalten mit mehreren Katzen sollten Tierbesitzer die Türen mit Keilen fixieren“, rät Frau Dr. Hölscher. So vermeidet man Quetschungen oder gar Frakturen, die im ungünstigsten Fall Folge derartiger Unfälle sind.

https://www.aktiontier.org/news-2275.atom Asiens graue Riesen leiden für den Tourismus 2019-01-21T00:45:00+01:00 2019-01-21T13:44:37+01:00 Während unseres Winterhalbjahres ist in vielen asiatischen Ländern Hauptreisezeit. Gerne entrinnen wir dem nasskalten Wetter und lassen uns in Indien, Kambodscha oder Thailand von der Sonne verwöhnen. Viele Touristen möchten dabei auch mit wilden Tieren auf Tuchfühlung gehen. Besonders beliebt ist das Reiten auf Elefanten.

Die imposanten Riesen sind nicht nur hinsichtlich ihrer Größe außergewöhnlich. Auch ihre natürlichen Lebensgewohnheiten sind derart speziell, dass eine Haltung in Gefangenschaft nicht ansatzweise art- und verhaltensgerecht sein kann. Ein wildlebender Elefant ist jeden Tag etwa 18 Stunden in Bewegung und frisst dabei bis zu 200 kg frisches Pflanzenmaterial wie Gras, Früchte, Wurzeln, Rinde und Zweige. Der Dickhäuter-Speiseplan ist unglaublich vielfältig und umfasst ca. 180 unterschiedliche Pflanzenarten. Außerdem leben Elefanten in Herden aus bis zu 20 Tieren, sind sehr intelligent, sozial und kommunikativ.

Das Leben in Gefangenschaft sieht dagegen ganz anders aus. Die Tiere werden unter Gewaltanwendung als Arbeitselefanten zum Beispiel in der Holzindustrie oder für den Tourismus abgerichtet und mit Haken und Stöcken unter Kontrolle gehalten. In ihrer „Freizeit“ stehen sie größtenteils angekettet auf Betonboden, oft ohne Kontakt zu Artgenossen. Die Ernährung ist meist einseitig, beispielsweise mit Ananasblättern, und es fehlt an tierärztlicher Betreuung. Reitelefanten müssen mitsamt der unbequemen Reitsättel oft stundenlang bei unerträglicher Hitze in der prallen Sonne auf Touristen warten. Aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen neigen die Tiere zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit. Die reizarme Umgebung, fehlende Beschäftigung sowie Bewegungsmangel führen außerdem schnell zu Verhaltensstörungen. Diese äußern sich zum Beispiel in permanenter Unruhe und stereotypen Bewegungsabläufen wie dem sogenannten "Weben", bei dem die Dickhäuter ständig den Kopf hin und her wiegen.

Elefanten sind keine Haustiere. Anders als Hunde, Rinder, Pferde und Katzen wurden sie nicht domestiziert, also über mindestens 10 Generationen von Menschen gehalten und gezielt gezüchtet. Die Vermehrung der grauen Riesen in Gefangenschaft ist schwierig, daher werden zahlreiche Babyelefanten illegal in freier Wildbahn gefangen, was die Bestandssituation der als stark gefährdet geltenden Spezies weiter verschlechtert. Mit grausamen Methoden wie Schlagen und Nahrungsentzug werden die gefangenen Jungtiere dann dazu gebracht, den Menschen als Herrn zu fürchten und zu akzeptieren. Durch die fehlende Haustierwerdung haben Reitelefanten nach wie vor das Verhalten von Wildtieren und gelten in Gefangenschaft als gefährlich. Immer wieder kommt es zu spontanen Ausbrüchen oder Angriffen auf Menschen, zum Teil mit tödlichem Ausgang.

aktion tier bittet Asien-Reisende, die Ausbeutung der Elefanten nicht zu unterstützen. Weder durch einen Ausritt, noch durch den Besuch einer Show oder Farm, wo unnatürlich viele Elefantenbabys als angebliche Waisen zum Kuscheln präsentiert werden. Schon beim Buchen der Reise kann man einen Anbieter wählen, der ganz bewusst Events mit Elefanten aus seinem Programm gestrichen hat.

https://www.aktiontier.org/news-2274.atom Plastiknetze um Pferdeheu – Gefahr für Tiere und Natur 2019-01-16T15:02:45+01:00 2019-02-27T16:53:00+01:00 In der modernen Landwirtschaft wird Stroh, Grassilage oder Heu noch auf dem Feld zu großen Quader- oder Rundballen gepresst und zur Stabilisierung mit Folie oder Netzen aus Kunststoff umwickelt. Kein Problem, wenn das Wickelmaterial vor dem Verfüttern entfernt wird.

„Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, schließlich legen sich Menschen ja auch keine in Kunststoff eingeschweißten Lebensmittel auf den Teller“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. Umso erstaunter waren die Mitarbeiter des Tierschutzvereines, als sie bei ihren Recherchen gleich auf mehreren Reiterhöfen Heu-Rundballen im Wickelnetz auf Koppeln vorfanden. In allen Fällen hatten die Pferde die Kunststoffnetze bereits zerbissen, um an das Heu heranzukommen. Kleine und größere Netzteile lagen verstreut auf den Weiden herum. Aus diesem fahrlässigen und rechtswidrigen Verhalten ergeben sich zahlreiche unmittelbare sowie potentielle Gefahren. „Pferde oder Ponys sind nicht in der Lage, die filigranen Netzfäden vom Heu trennen und können diese mitfressen“, weiß aktion tier-Mitarbeiterin Ursula Bauer. Im günstigsten Fall wird das Plastik wieder ausgeschieden. Es kann aber auch beispielsweise zu einer lebensbedrohlichen Kolik oder einem Darmverschluss kommen, der eine Notoperation erforderlich macht. Die herumliegenden Wickelnetz-Teile sind außerdem für Wildtiere wie Vögel und Mäuse gefährlich. Sie können sich in den Plastikfäden verfangen oder kleine Teilchen mit der Nahrung oder auch als Futter aufnehmen und daran zugrunde gehen. Außerdem tragen Wildtiere zur Verbreitung des umweltschädlichen Plastiks bei, da sie die Netzfäden zum Beispiel zum Nestbau verwenden.

Der Kunststoff Polyethylen, aus dem auch die Netze bestehen, verrottet und verwittert nicht. In der Natur werden die Plastikpartikel kontinuierlich kleiner (Mikroplastik), ohne vollständig abgebaut zu werden. Die Wickelnetze werden quasi „unsichtbar“, verteilen sich jedoch als Mikroplastik. Dadurch kommt es, wie heute hinlänglich bekannt, zu einer Schädigung von Umwelt, Ökosystemen und Tierwelt.

Wie eine Befragung zahlreicher Pferdebesitzer in ganz Deutschland ergeben hat, ist das Nicht-Entfernen der Wickelnetze weit verbreitet. Angeblich, um Heu zu sparen. Die Pferde würden vorsichtiger und langsamer fressen, wodurch weniger Heu auf dem Boden landen soll. Auch wird behauptet, dass die Tiere die Netze nicht fressen würden, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. aktion tier besitzt Fotos, die das Gegenteil belegen. Sparsamkeit darf auch nie ein Argument sein, einem Tier (potenzielle) Schmerzen und Leiden zu verursachen. „Wenn das teure und daher kostbare Heu verständlicherweise im Pferdemagen und nicht auf dem Boden landen soll, kann der Rundballen nach Entfernung des Plastik-Wickelnetzes doch einfach in ein stabiles, großmaschiges Futternetz umgepackt werden“, sagt Biologin Ursula Bauer.

Wer die eingewickelten Heuballen auf der Koppel als Futter auslegt, verstößt gegen Tierschutz- und Umweltschutzvorschriften. aktion tier hat umgehend Anzeige bei den zuständigen Veterinär- und Umweltbehörden erstattet. „Wir bitten jeden, der mit Plastik umwickelte Heuballen auf Tierweiden entdeckt, dies unverzüglich den Behörden zu melden - damit keine Tiere zu Schaden kommen und nicht noch mehr Kunststoff in den Naturkreislauf gelangt“, so Ursula Bauer abschließend.

Bildmaterial kann bei Bedarf in der Berliner Geschäftsstelle von aktion tier e.V. angefragt werden.

https://www.aktiontier.org/news-2269.atom Schutz für Hundepfoten im Winter 2019-01-08T14:00:00+01:00 2019-01-08T14:37:48+01:00 Des einen Freud, des anderen Leid. Während Zweibeiner in dicken Winterstiefeln völlig unbeschadet durch Streusplit und Schneematsch waten, lassen die winterlichen Niederschläge mit ihren Begleiterscheinungen die Spaziergänge zumindest für unsere Vierbeiner teilweise ungemütlich werden.

Schneebrocken verfangen sich im Fell zwischen den Zehen. Spitzer Streusplit schneidet kleine Schlitze in die Ballen. Und zu allem Überfluss dringt in diese Läsionen Streusalz ein, das dann noch fies brennt. Kein Wunder, dass die Freude über den Schnee partiell getrübt wird.

„Der Besitzer kann aber einiges dafür tun, um die Pfoten seines Tieres zu schützen“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Zunächst sollte er das Fell im Zwischenzehenbereich mit einer Nagelschere vorsichtig kürzen. Auf diese Weise haften weniger Schneeklumpen an und beeinträchtigen den Schützling beim Laufen nicht. Außerdem hilft es, die Pfoten vor dem Gassigang mit Vaseline oder Melkfett einzureiben. Die Fettschicht isoliert die Pfotenunterseite und bildet eine Schutzschicht. Ganz empfindlichen Hunden kann man auch Schühchen anziehen, um besonders sensible Pfötchen vor Schlimmerem zu bewahren.

„Nach dem Spaziergang macht es Sinn, die Hundepfoten kurz unter lauwarmem Wasser abzuspülen und danach abzutrocknen“, empfiehlt die Tierärztin abschließend. Im Zuge dessen wird Eis, Split und Salz herausgespült und richtet damit keinen weiteren Schaden an.

https://www.aktiontier.org/news-2267.atom Bei der Winterfütterung von Wildvögeln besser Futterknödel ohne Plastiknetz verwenden! 2018-12-20T15:25:49+01:00 2018-12-20T16:35:06+01:00 Die sogenannten Meisenknödel, die meist aus Rinder-, Schweine- oder Kokosfett und verschiedenen Samen, Kernen und Haferflocken bestehen, sind bei Wildvögeln beliebt.

Nicht nur Meisen mögen die nahhaften Futterkugeln. Auch Spechte, Sperlinge, Kleiber, Zaunkönig und Star lieben die „Kalorienbomben“. Die gängigen Futterknödel gibt es in der Regel in einem farbigen Plastiknetz zu kaufen, das man dann zum Beispiel an Ästen im Garten aufhängen kann.

„Diese Kunstoffnetze sind in vieler Hinsicht bedenklich“, sagt Ursula Bauer von aktion tier. So wurde dem Verein schon mehrfach berichtet, dass sich Vögel beim Fressen in den Maschen verfangen und schlimmstenfalls sterben. Auch können die Netzknödel auf den Boden fallen und dann etwa von einem Fuchs oder dem Haushund im Ganzen gefressen werden. Im günstigsten Fall wird das Plastik wieder ausgeschieden. Es kann aber auch beispielsweise zu einer lebensbedrohlichen Kolik oder einem Darmverschluss kommen. Außerdem landen die leeren Plastikhüllen früher oder später in der freien Natur, wenn sie nicht abgenommen und ordnungsgemäß im Müll entsorgt werden. Der Kunststoff, aus dem die Netze bestehen, verrottet und verwittert nicht. „Die Plastikpartikel werden nur kontinuierlich kleiner (Mikroplastik), ohne vollständig abgebaut zu werden und schädigen, wie heute hinlänglich bekannt, unsere Umwelt, die Ökosysteme und die Tierwelt“, warnt aktion tier- Mitarbeiterin Ursula Bauer.

Genug Gründe also, um eine gefahrlose und umweltfreundliche Alternative ganz ohne Abfall zu wählen. Es gibt verschiedene Futterknödel ohne Netz zum Beispiel von VIVARA. Man kann sie auf einen Futtertisch legen, an einer Hanfschnur aufhängen oder in ein spezielles Futterknödel-Haltersystem aus Metall geben. „Wie bei der eigenen Nahrung sollte man auch beim Vogelfutter immer auf höchste Qualität achten und die hat eben ihren Preis“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer. Empfehlenswert sind vor allem Knödel aus hochwertigem Fett, die nicht nur Kerne und Samen, sondern auch getrocknete Früchte und Insekten enthalten. „Vogelfreunde werden sich wundern, wie begehrt diese energie- und eiweißreichen Futterkugeln bei den meisten Gartenvögeln sind und beim Beobachten der fressenden Tiere viel Freude haben“, so Ursula Bauer von aktion tier abschließend.

https://www.aktiontier.org/news-2264.atom Neue Fotos von den "Seilhörnchen" am Müggelseedamm 2018-12-17T12:16:53+01:00 2018-12-17T13:27:23+01:00 In den vergangenen Monaten sind wieder einige Eichhörnchen beim Benutzen des aktion tier- Eichhörnchenseils von unserer Wildkamera „geblitzt“ worden.

Nachdem jahrelang Hörnchen beim Überqueren der Straße überfahren wurden, hatte aktion tier am 07. März 2014 das Seil über den Müggelseedamm im Berliner Bezirk Friedrichshagen gespannt. Die süßen Nager begriffen schnell, dass sie diese Luftbrücke bequem und vor allem gefahrlos über die Straße bringt. Autofahrer und Anwohner berichteten uns begeistert, wie die `Seilhörnchen` flink über das hanffarbene Kunststofftau huschten und dann konnten wir uns auch bald über erste Beweisfotos der am Seil installierten Kamera freuen.

Nun haben wir diese für den Winter abgebaut und auf der Speicherkarte neben zahlreichen Fotos von Vögeln, die das Seil anscheinend gerne als Sitzgelegenheit benutzen, auch mehrere Bilder von Eichhörnchen gefunden. Vor allem die Abbildungen von Hörnchen in vollem Galopp in der Mitte des Taus zeigen deutlich, dass die Tiere nicht nur an den Seilenden herumturnen, sondern tatsächlich von Seite zu Seite wechseln.

Sowohl das Berliner als auch das Münchner aktion tier-Eichhörnchenseil erfüllen seit Jahren ihren Zweck und retten Tierleben. Daher machen wir weiter und haben gerade in Frankfurt am Main den Antrag für ein drittes Seil eingereicht. Wenn alles klappt, können wir dann im Frühjahr mit dem Aufbau beginnen.

Weitere Informationen und Fotos zum aktion tier- Projekt Eichhörnchenseil finden Sie auf unserer Homepage.

https://www.aktiontier.org/news-2263.atom Gefährliche Nüsse 2018-12-12T10:22:43+01:00 2018-12-16T10:39:59+01:00 Auf den allseits beliebten Weihnachtsmärkten duftet es verführerisch nach gebrannten Mandeln, Erdnüssen und mehr. Auch Fellnasen wissen, was gut ist und freuen sich, wenn sie den einen oder anderen Happen abbekommen. Doch nicht alles, was dem Zweibeiner zuträglich ist, bekommt auch dem Vierbeiner.

„Macadamianüsse sind giftig für Hunde“, warnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Schon vier Nüsse lösen bei einem mittelgroßen Hund mit 15 Kilogramm Körpergewicht ernste Vergiftungssymptome aus. Auffällig sind im Vergiftungsfall ein unregelmäßiger Gang sowie eine Steifheit der Gliedmaßen. Im Blutbild zeigen sich Leberschäden. Welcher Wirkungsmechanismus hinter der Vergiftung steckt, ist bisher nicht bekannt. „Tierhalter sollten auch bei Nussmischungen aufpassen“, erklärt die Veterinärin. Denn hierin sind normalerweise neben Erdnüssen auch Mandeln und Macadamianüsse enthalten. „Sollte sich zwischen die süßen Mandeln auch mal eine Bittermandel einmogeln, wird diese vom Hund ebenfalls gar nicht gut vertragen“, führt Frau Dr. Hölscher aus. Die in den Mandeln enthaltene Blausäure ist ätzend. Sie schädigt die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes. Darüber hinaus nehmen die Nervenzellen des Atemzentrums Schaden. Dies kann zum Erstickungstod des Tieres führen.

Doch auch andere vorweihnachtlichen Leckereien sind nichts für Hunde. An erster Stelle sind hier Schokoladenprodukte aller Art zu nennen, die ebenfalls Vergiftungserscheinungen bei Wuffi und Co. auslösen. Tierhalter sind also gut beraten, diese Reizobjekte unter Verschluss zu halten. Einen dramatischen Zwischenfall mit dem geliebten Haustier möchte man eigentlich nie erleben – aber in der Vorweihnachtszeit dann doch gleich dreimal nicht.

https://www.aktiontier.org/news-2254.atom Herbstzeit: Erkältungszeit auch für Vierbeiner 2018-11-27T10:48:06+01:00 2018-11-30T21:36:38+01:00 Draußen ist es im Augenblick ungemütlich. Feuchtkalte Witterung ist momentan eher die Regel als die Ausnahme. Von den meisten Ausflügen kehren Hund und Katze mit durchnässtem Fell nach Hause. Das bleibt nicht ohne Folgen.

„Den Tieren geht es nicht besser als uns“, warnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Frieren sie über einen längeren Zeitraum, schwächt das die Abwehrkräfte. Bakterien und Viren haben ein leichtes Spiel. Sie können sich im Tierkörper vermehren und sorgen dafür, dass der Vierbeiner krank wird. Oft sind Infektionen der Atemwege oder auch Blasenentzündungen die Folge. In schwerwiegenden Fällen kommt Fieber hinzu.

„Bei leichteren Erkältungen muss nicht zwingend ein Tierarzt aufgesucht werden“, erklärt die Veterinärin. Solange der Liebling im Allgemeinbefinden ungestört ist, muss sich der Tierhalter keine allzu großen Sorgen machen. Ist der Appetit gänzlich unbeeinträchtigt und der Hausgenosse spielt fröhlich wie eh und je, spricht das für einen harmlosen Infekt, den das Tier selbst gut in den Griff bekommt. In diesen Fällen genügt es, der Fellnase Ruhe zu gönnen und sie nach Touren ins Freie peinlichst genau abzutrocknen. Bei langhaarigen Tieren kann es erforderlich sein, sie hierzu zu föhnen.

Anders sieht es aus, wenn das Haustier schlapp und matt ist. Dann muss der Sache genauer auf den Grund gegangen werden. Denn auch bei Tieren kann sich aus einer Erkältung eine schlimme Lungenentzündung entwickeln oder eine zunächst leichte Blasenentzündung zu einer schwerwiegenden Nierenbeckenvereiterung führen.

„Um harmlos von ernst zu trennen, ist das Messen der Körpertemperatur Mittel der Wahl“, gibt die Tierärztin besorgten Tierbesitzern als Ratschlag mit auf den Weg. Bei Hund und Katze liegt die Körpertemperatur zwischen 38 und 39 °C. Alles darüber ist Fieber. Gemessen wird wie früher beim Menschen: Die Spitze eines altmodischen Fieberthermometers wird in Salbe getunkt, um es gleitfähig zu machen und das Einführen zu erleichtern. Eine Hilfsperson hält den Patienten. Nun wird das Thermometer je nach Größe des zu untersuchenden Tieres ein bis drei Zentimeter tief in den Anus gesteckt und gewartet bis das Signal kommt, das anzeigt, dass die Messung erfolgreich abgeschlossen ist. „Bei Temperaturen über 39°C ist ein Besuch beim Tierarzt dringend anzuraten“, schließt Frau Dr. Hölscher. So hat der Besitzer die Gewissheit, dass sich der Schnupfen seines Schatzes nicht zur ernstzunehmenden Erkrankung ausweitet.

https://www.aktiontier.org/news-2251.atom Zahnpflege auch für Haustiere 2018-11-14T20:06:31+01:00 2018-11-14T20:30:22+01:00 "Wie abgefahren ist das denn?“, wird manch einer irritiert fragen, wenn er gesagt bekommt: Die Pflege der Zähne ist bei Hunden und Katzen enorm wichtig.

Am besten kommt man dieser Vorgabe nach, indem man täglich die Zähne seines Lieblings putzt. „Auch unsere Haustiere werden immer älter“, so Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Das bringt mit sich, dass auch ihre Zähne viel länger durchhalten müssen, als es ursprünglich von der Natur vorgesehen war.“, führt sie aus. Um die Zähne auch bis ins hohe Alter gesund zu halten, müssen sie regelmäßig gereinigt werden. Denn ganz analog zum Gebiss des Menschen bildet sich ansonsten zunächst Zahnstein. Der führt zur Entzündung des Zahnfleisches und zur Taschenbildung. In diese Vertiefungen wandern in der Folge Keime ein. Es kommt zur Entzündung der Zahnwurzel. Das Tier erleidet Schmerzen.

„Oft bleibt Zahnweh beim Tier unerkannt“, warnt die Tierärztin. Denn der Vierbeiner hat nur wenig Möglichkeiten, sich zu äußern. Fressen muss er schließlich, zumindest ein wenig. Hinweise auf Erkrankungen der Mundhöhle können übelriechender Atem oder vermehrter Speichelfluss sein. Auch zögerliches Fressen oder ein Hin- und Herschieben der Nahrung im Maul deuten auf Zahnschmerzen hin.

Besser, es kommt erst gar nicht so weit. Im Fachhandel sind Zahnbürsten für Tiere erhältlich. Zudem kann man dort spezielle Zahnpasta kaufen, die geschmacklich auf die Vorlieben der Tiere abgestimmt ist. „Am besten man gewöhnt schon Jungtiere ans Zähne putzen“, rät die Veterinärin. Dann sind die Erfolgsaussichten, dass das Tier das Putzen ohne Revolte über sich ergehen lässt, am größten. Und so können auch unsere vierbeinigen Hausgenossen lange und kraftvoll zubeißen.

https://www.aktiontier.org/news-1167.atom Mäuse in der Wohnung mit Lebendfallen fangen 2018-11-08T00:00:00+01:00 2018-11-08T10:13:50+01:00 Es ist Herbst, draußen wird es kalt und ungemütlich. Unsere beheizten Wohnungen und Häuser werden nun wieder besonders attraktiv für Mäuse, die einen warmen Unterschlupf für den Winter suchen.

Oft sind es Hausmäuse (Mus musculus), die während des Sommers im Freiland gelebt haben und nun in Gebäuden Schutz suchen. „Die kleinen Nager sind sehr anpassungsfähig, bauen sich in der neuen Umgebung schnell einen gemütlichen Schlafplatz und gehen meist nachts auf die Suche nach Fressbarem“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer. Normalerweise sind Mäuse nicht willkommen, zumal sie durch ihren Nagetrieb Schäden im Haus anrichten können, ihre Exkremente überall hinterlassen, Nahrungsmittel anfressen und sich natürlich auch vermehren.

Das Eindringen dieser pelzigen Säugetiere lässt sich nur schwer verhindern. Sie zwängen sich durch Spalten und gekippte Fenster und können sogar an der Hauswand bis in den fünften Stock hochklettern. Als Präventivmaßnahme können natürlich schon einmal alle Fenster und Türen abgedichtet sowie Kellerfenster zum Herbst hin geschlossen werden. Aber zu große Hoffnungen sollte man sich nicht machen – denn wo der kleine Mäusekopf hindurchpasst kommt auch der ganze Körper hinterher. „Der Einsatz eines Kammerjägers, der meist große Mengen von Giftködern auslegt, ist nicht nur aus Tierschutzsicht indiskutabel sondern auch für Haustiere und Kinder gefährlich, die ebenfalls das Gift aufnehmen könnten“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Außerdem verkriechen sich die langsam und qualvoll sterbenden Mäuse und bescheren den Hausbewohnern einen oft über Monate hinweg ausströmenden ekelerregenden Verwesungsgeruch.

Um die Eindringlinge wieder los zu werden, greifen die meisten Menschen zu herkömmlichen Mausefallen. Der Einsatz dieser grausigen Fallen, bei denen die Maus durch einen zurückschlagenden Metallbügel erschlagen wird, ist mit dem Tierschutzgedanken nicht vereinbar und außerdem völlig unnötig. Denn es gibt Lebendfallen, die in unterschiedlichen Größen und Ausführungen für wenige Euro zum Beispiel in Baumärkten zu kaufen sind. Bei größeren Mäusen sollte man am besten Lebendfallen für Ratten besorgen. Als Köder haben sich Nusskerne, Schokolade oder mit Erdnussbutter vermischte Haferflocken bewährt. Die Lebendfallen sollten immer entlang von Wänden aufgestellt werden, da Mäuse ungern Räume durchqueren. Die aufgestellten Lebendfallen müssen jeden Tag kontrolliert werden, damit die Tiere nicht in der Falle verhungern. Ist eine Maus gefangen, sollte man ein Tuch darüber decken, um unnötigen Stress zu vermeiden. Mitsamt der Falle kann die Maus nun nach draußen gebracht und in der Kulturlandschaft, in Gärten oder an Waldrändern freigelassen werden. Es empfiehlt sich, den Nager erst mehrere 100 Meter vom Haus entfernt aus der Falle zu entlassen, um eine Rückkehr zu verhindern.

Die als Kulturfolger vorrangig in der Nähe des Menschen lebende Hausmaus findet sich draußen gut zurecht. Entweder sucht sie sich eine neue Bleibe in Schuppen oder Ställen oder sie kehrt zu ihrem Freilandleben zurück und baut sich in der Kulturlandschaft Gänge, legt ein Nest an und lagert Vorräte für den Winter. „Durch den Wegfall der menschlichen Nahrung verhungern die Tiere nicht sondern sammeln wieder ihre aus Grassamen, Getreide, Früchten und Insekten bestehende natürliche Nahrung“, sagt Ursula Bauer anschließend.