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Das richtigte Tierfutter

Die Katze

Im Gegensatz zu Hunden brauchen Katzen sehr proteinreiches Futter, denn Katzen haben den höchsten Proteinbedarf aller Heimtiere. Neben den Proteinen bilden Aminosäuren, Fette, Vitamine und Mineralstoffe einen wichtigen Bestandteil für den Stoffwechsel einer Katze. Ein Alleinfuttermittel mit einem ausgewogenen Nährstoffverhältnis muss all diese Komponenten enthalten und den gesamten Nährstoffbedarf abdecken. Ergänzungsfuttermittel hingegen gleichen Defizite in der Nährstoffversorgung aus. Beispielsweise ist ein Diätfutter speziell auf Katzen abgestimmt, die das eine oder andere Kilo zu viel auf der Hüfte haben und sorgt für einen ausgeglichenen und optimalen Bedarf des Tieres. Ein gutes Katzenfutter sollte einen hohen Anteil an hochwertigem Fleisch enthalten. Da Katzen ihren Energiebedarf aus tierischem Eiweiß ziehen, wird von einer rein pflanzlichen Ernährung des Tieres abgeraten. Auch bilden oftmals tierische Nebenerzeugnisse (d.h. Haut, Fell, Krallen, Innereien, Schnäbel usw.) den Hauptbestandteil eines Katzenfutters. Das hat zur Folge, dass größere Mengen gefüttert werden müssen, um den Proteinbedarf zu decken. Im Gegensatz zu wichtigen Zusatzstoffen wie Taurin, Amino-säuren, Methionin und Argin sind Zucker, pflanzliche Nebenerzeugnisse und Getreide in hoher Menge im Katzenfutter nicht erforderlich, da diese für das Tier schwer verdaulich sind. Kohlenhydrate dienen lediglich als Ballaststoffe zur Anregung der Darmtätigkeit, nicht jedoch zur Deckung des Energiebedarfs einer Katze.

Nassfutter hat einen sehr hohen Feuchtigkeitsanteil, dieser liegt bei etwa 75%. Trockenfutter hingegen enthält nur 7-10% und kann bei gesunden Katzen gefüttert werden. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihrem Tier ausreichend Wasser zu Verfügung steht, um Steinbildung in den Nieren und in der Blase zu vermeiden, die im schlimmsten Falle zu Nierenversagen führen können.

Die große Frage, die sich jeder Katzenbesitzer stellen sollte, ist, welche Menge braucht mein Tier eigentlich damit es ausreichend versorgt ist und später nicht an den Folgen von Übergewicht leiden muss? Die Futtermittelhersteller sind verpflichtet, auf ihren Produkten eine Verzehrmenge anzugeben. Doch Vorsicht, einige Anbieter neigen zur „Großzügigkeit“ und empfehlen eine zu hohe Futtermenge. Da jedes Tier individuelle Bedürfnisse hat, ist es schwer, eine konkrete Aussage zu treffen oder Richtwerte festzulegen, lediglich ein kleiner Leitfaden kann dazu dienen, die richtige Menge für Ihr Tier herauszufinden. Dabei spielt u.a. die Aktivität der Katze eine wichtige Rolle. Die Wohnungskatze, auch liebevoll „Stubentiger“ genannt, mit eingeschränkter Bewegung benötigt am Tag nur etwa 60 kcal/kg. Bei einem Gewicht von 4 kg sind das also 240 kcal. Freigänger mit 4 kg Gewicht und viel Bewegung hingegen brauchen ca. 80 kcal/kg, das sind 320 kcal. Beobachten Sie Ihr Tier also genau und gleichen Sie, wenn nötig, die Futtermenge an. Regelmäßiges Wiegen kann Ihnen dabei helfen, schneller zu reagieren. Wer unsicher ist oder Fragen hat, sollte sich Rat einholen. Die Futtermittelhersteller sind verpflichtet, eine kostenlose Telefonhotline einzurichten und dem Verbraucher Auskunft rund um das Produkt zu geben. Ab August 2011 treten Neuerungen zur Kennzeichnungspflicht der Futtermittelhersteller in Kraft. Diese sind an rechtliche Vorgaben gebunden und werden von den Behörden der jeweiligen Bundesländer überwacht. Neben der Futtermenge müssen die Hersteller Pflichtangaben über Einsatzzweck, Nährstoffe und Rückverfolgbarkeit machen und dem Verbraucher eine kostenlose Telefonnummer oder E-Mail- Adresse zur Verfügung stellen. Die Angaben müssen objektiv, richtig, eindeutig und transparent sein. So ist es also nicht gestattet, irreführende Werbung auf Verpackungen, Prospekten oder im Internet zu verbreiten, die das Produkt in seinen Eigenschaften in besonderer Weise hervorhebt, wenn das nicht auch auf andere Produkte zutrifft. Weiterhin dürfen Futtermittel nicht den Anschein eines Arzneimittels haben oder den Eindruck zur Verhinderung, Behandlung oder Heilung von Krankheiten erwecken, die nicht Folge mangelhafter Ernährung sind. Eine Ausnahme bilden Diätfuttermittel. Jedoch sollte die Dauer der Anwendung und die Überwachung des Krankheitsverlaufs in regelmäßigen Kontrollen beim Tierarzt durchgeführt und abgestimmt werden.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Qualität nicht grundsätzlich vom Preis des Produkts abhängt. Auch möchten wir keine Empfehlung aussprechen, welches Futter besonders gut für Ihr Tier ist. Wer seinem Liebling ein gesundes und langes Leben schenken möchte, sollte sich einmal intensiv mit den vom Hersteller gemachten Angaben auseinandersetzen und prüfen, ob diese zu den Bedürfnissen Ihres Tieres passen. Zusätzlich können Sie sich beim nächsten Tierarztbesuch auch eine fachliche Meinung einholen. Ihr Tierarzt wird Ihnen gern beratend zur Seite stehen. Die nachfolgende Tabelle soll Ihnen eine kurze Übersicht zur Kennzeichnung von Futtermitteln geben.

Kennzeichnung von Futtermitteln Foto: aktion tier e.V.