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Leukose positiv: Was bedeutet das?

Giselle aus dem Tierheim Roggendorf
'Giselle' aus dem Tierheim Roggendorf ist eine dieser Leukose positiven Katzen, die leider immer noch im Tierheim auf ein Zuhause wartet. Sie ist sympthomfrei, aber auf Grund ihrer Diagnose leider eher schwer vermittelbar.

Wird eine Katze positiv auf Leukose getestet, heißt das nicht, dass sie schwer krank ist und bald sterben wird. Es heißt lediglich, dass sie Träger des Leukosevirus ist und im schlechtesten Fall irgendwann ernst erkranken könnte. Doch auch das muss nicht der Fall sein. Genauso gut ist es möglich, dass die Krankheit nie ausbricht und die Katze ein ganz normales Lebensalter erreicht. Eines heißt es allerdings leider schon: die betroffene Katze kann andere Katzen anstecken und zwar mittels Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten wie Blut. Deshalb müssen diese Tiere in der Wohnung bzw. im Haus ohne Freigang gehalten werden.

Der Erreger geht außerhalb es Katzenkörpers schnell kaputt. Er kann nicht durch menschliche Hände oder Kleidungsstücke auf andere Katzen übertragen werden. Somit geling es ihm auch nicht, außerhalb der Wohnung zu überleben. Vorher stirbt er ab. Daher sind Katzen in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis nicht gefährdet.

Anderen Tierarten wie Hunden oder Kaninchen kann das Virus überhaupt nichts anhaben. Auch der Mensch kann sich definitiv nicht anstecken.

Das Virus selber ist durch Medikamente oder eine bestimmte Fütterung nicht auszulöschen. Es bleibt in der Katze. Leukose kann in verschiedenen Formen ausbrechen (Leukämie, Anämie, Tumor etc.). Man kann dann durch Intensivtherapie je nach Verlaufsform noch Zeit gewinnen, aber nicht heilen.

Doch wie gesagt, solange das Virus nicht ausbricht, steht einem normalen, glücklichen Katzenleben nichts im Wege.