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China verbietet Elfenbeinhandel

Elefant in Afrika. Foto: © C. Corogin

Obwohl China das Washingtoner Artenschutzabkommen unterschrieben hat, das seit 1989 den Handel mit Elfenbein ächtet, gilt es bis heute als Hauptumschlagplatz. Rund 70% der weltweiten Handelsmenge landen in dem asiatischen Land. Doch nun soll endlich auch hier ein Verbot in Kraft treten, welches schon vor zwei Jahren beschlossen wurde. Dieses stellt die Einfuhr, Verarbeitung und den Verkauf unter Strafe und soll zum Ende des Jahres in Kraft treten.

Die Nachricht wird von Tierschützern weltweit als historischer Schritt begrüßt. Denn die Zahl der wild lebenden afrikanischen Elefanten ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Schätzungen zufolge fallen pro Tag rund 100 Tiere Wilderern zum Opfer. Sollte diese Entwicklung sich fortsetzen, könnten die Dickhäuter innerhalb weniger Jahre ausgerottet werden. Allerdings muss nun Wert auf strenge Kontrollen gelegt werden, da ein Verbot die Preise auf dem Schwarzmarkt deutlich ansteigen lassen und den Schmuggel für Wilderer noch rentabler machen könnte.