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Wie gestaltet man einen naturfreundlichen Garten?

Naturnahe Wiese mit Apfelbaum. Foto: Sabo
Efeu als Stammbegrünung. Foto: Sabo
Apfel- Wallnuss- oder Kirschbäume benötigen ca. 30 qm Platz. Der Walnussbaum auf dem Bild ist immerhin schon ca. 80 Jahre alt... Foto: Dr. Matthias Baeseler
Efeu als Stammbegrünung. Foto: Dr. Matthias Baeseler
Durch einen solchen Zaun können Tiere wie z.B. Igel leicht durchsschlüpfen ohne sich zu verletzen. Foto: Dr. Matthias Baeseler
Ein Regenwasserteich ist vielleicht kein Koi-Paradies, dafür aber ein Biotop für Wildtiere. Foto: Dr. Matthias Baeseler
Sträucher und Stauden sollten einheimisch sein. Diese kann man leicht im Gartenmarkt oder der Baumschule kaufen. Foto: Dr. Matthias Baeseler
Hausbegrünung mit Kletterhortensie und Seiltechnik. Foto: Dr. Matthias Baeseler
Hausbegrünung u.a. mit Waldrebe an Wärmedämmfassade mit Seiltechnik. Foto: Dr. Matthias Baeseler
 
 

Von Dr. Matthias Baeseler, Februar 2015. Der wichtigsten Aspekte bei der Gestaltung eines tier- und naturfreundlichen Gartens sind Vielfalt und Abwechslung. Gartengestaltung nach dem Prinzip Rasen, Rosen, Rhododendron kann wohl jeder, Vielfalt und Abwechslung jedoch erfordern Kreativität und anfangs auch mehr Aufwand. Doch dieser lohnt sich: für Mensch und Natur.

Gartengestaltung erfolgt langfristig und dreidimensional. Ein Hochstamm Apfel- oder Kirschbaum oder ein Walnussbaum bestimmen den Garten mit ihren vielfältigen Funktionen über mehr als 50 Jahre – Licht und Schatten, Brutplätze und leckere Früchte. Allerdings benötigt ein solcher Baum sehr viel Platz, ca. 30qm sind dafür schon einzuplanen.

Wildbienen, Hummeln und Honigbienen werden das Biotop Baum zur Blütezeit als erste nutzen, nachfolgend werden viele heimische Vogelarten davon profitieren. Unter dem Bäumen aber auch in anderen Bereichen kann ein Nutzrasen angelegt werden. In diesem sollten Löwenzahn (Pusteblumen) und Gänseblümchen einen Platz haben.

Rasen und Gartenzaun.

Nutzrasen zum Erholen oder zum Spielen für Kinder benötigt kaum oder keinen künstlichen Dünger – oder macht Ihnen Rasenmähen wirklich Spaß? Amseln, Stare oder auch Elstern werden sich über einen möglichst natürlichen Rasen (Wiese) freuen, da sie hier Regenwürmer und andere Insekten finden. Wenn Sie auch Ameisen auf dem Rasen dulden, wird vielleicht bald der Grünspecht zu einer Mahlzeit vorbeischauen.

Guten Boden benötigen auch Brennnesseln, die in einem Naturgarten auch das Recht auf eine kleine Ecke haben. Schmetterlinge wie das Pfauenauge und der kleine Fuchs werden diese dann zur Eiablage nutzen.

Nicht alle Gartenbesucher haben Flügel, deshalb ist es wichtig, dass die Zaungestaltung den Garten zugänglich macht für Igel, Frösche und Kröten. Das wird dort möglich wo keine Sockel oder bodentief verlaufende Gartenzäune deren Bewegungsmöglichkeiten einschränken.

Regenwasserteich und Komposthaufen.

Der Traum vieler Gartenbesitzer ist ein Gartenteich, aber nicht Koi oder Goldfischteich wollen wir hier empfehlen, sondern einen Regenwasserteich! Dieser Teich erfüllt viele Funktionen eines Gartenbiotops, kann bei entsprechender Gestaltung Lebensraum für Frösche, Molche und Kröten sein, Vögeln die Wasseraufnahme und das Baden ermöglichen, Libellenlarven Lebensraum bieten und durch die Gestaltung mit heimischen Pflanzenarten (u.a. Sumpfdotterblume, Sumpfschwertlilie und Wasserminze natürlich auch schön aussehen. Praktisch ist ein solcher Regenwasserteich auch, denn er kann bei Starkregen viel Wasser speichern welches dann allmählich verdunstet oder versickert. Bei einem Teich der dauerhaft Wasser führt muss man sich für Frosch oder für Fisch entscheiden, da Fische in der Regel den Froschlaich fressen.

Ein Komposthaufen gehört in jeden Garten, zur Verwertung der anfallenden Grünabfälle gibt es keine bessere Möglichkeit und Kosten werden auch gespart, denn der entstehende Kompost ist bester Dünger und Bodenverbesserer. 

Wenn sie jetzt noch einheimische Sträucher und Stauden aus der Baumschule oder dem Gartenmarkt verwenden und die Möglichkeiten der Hausbegrünung ausschöpfen, werden sie sich über ein kleines selbstgeschaffenes Paradies freuen können.

Übrigens: Als Gartendeko kommen auch Vogeltränke, Hummelkästen, Vogelnistkästen und Nisthilfen für Solitärbienen und Wespen in Frage.

 

 

Foto: Dr. Matthias Baeseler

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