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Schnabelkürzung bei Hühnern

Huhn mit gekürztem Schnabel
Huhn "Charlotte" mit gekürztem Schnabel. Foto: © aktion tier e.V./Bauer

Von Ursula Bauer, März 2015. Das Kürzen der Schnäbel mit einem Laser oder einer heißen Drahtschlinge ist in der Massentierhaltung leider eine gängige Praxis, obwohl die teilweise Amputation von Körperteilen gemäß §6 Tierschutzgesetz nur in Einzelfälle mit Ausnahmegenehmigung erlaubt sein soll. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus. Durch das routinemäßige Schnabelkürzen bei Legehennen soll Federpicken und Kannibalismus - also gestörte, unnatürliche Verhaltensweisen, verhindert werden. Die Amputation der Schnabelspitze wird in allen Haltungsformen mit Ausnahme der Biohaltung praktiziert.

Es ist grauenhaft, dass in der Massentierhaltung immer die Tiere an die Haltung angepasst werden und nicht umgekehrt. Ihnen werden unter anderem Schnäbel, Hörner und Schwänze abgeschnitten und die Ohren mit Plastikmarken perforiert.

Die ohne Betäubung durchgeführte Amputation der empfindlichen und als primäres Tastorgan äußerst wichtigen Schnabelspitze ist aus unserer Sicht Tierquälerei und nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar. Ab 2016 soll das Schnabelkürzen bei Legehennen zumindest in Niedersachsen verboten sein. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer kündigte außerdem an, sich auch auf Bundesebene für ein Verbot dieser Tortur einzusetzen.

Legehennen in Freilandhaltung
Foto: Ursula Bauer

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